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Ausgabe September 2010 – Preisverfall bei Immobilien

Preisverfall bei Immobilien

Rogner verlässt Bad Héviz
Hotel & Spa Lotus Therme seit August unter neuer Leitung

Weniger Camping-Touristen am See
Zahl der inländischen Touristen am Balaton ist deutlich abgefallen

Trinkwasserreservoir nicht in Gefahr
Boden auf dem Gelände der Bakony-Werke ist stark konterminiert

Große Träume, bittere Wahrheit
In Sávoly hat sich nicht nur der Investor verspekuliert

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Titelstory im September 2010 in der Balaton Zeitung

Preisverfall bei Immobilien

Es lohnt sich, Häuser im Hinterland des Balaton zu kaufen

Der Immobilienmarkt im Hinterland des Balaton erlitt in den vergangenen Jahren einen Einbruch, stellen laut der Zeitung Napi Gazdaság die Immobilienvermittler der Gegend übereinstimmend fest.

Ununterbrochen kommen gezwungenermaßen angebotene Grundstücke weit unter ihrem Wert auf den Markt. Es gibt auch Beispiele dafür, dass die Eigentümer den Interessenten die Möglichkeit einer Ratenzahlung anbieten, nur damit sich ernst zu nehmende Käufer melden. Die von der Zeitung befragten Immobilienhändler stellen übereinstimmend fest, dass der Immobilienmarkt im Hinterland des Balaton in den letzten Jahren einen Einbruch erlebte. Zuerst stagnierten die Preise, dann gaben sie im Durchschnitt um rund 15-20% nach.

Wo wegen des Fehlens eines Abwassersystems heute ein Bauverbot besteht, ist die Lage noch schlechter. Hinsichtlich des Angebots insgesamt kam der Preisverfall zum Stehen, doch in fast allen Ortschaften kommen Grundstücke, Häuser und Ferienhäuser auf den Markt, die gezwungenermaßen zum Kauf angeboten werden. Außerdem wollen auch manche ausländischen Immobilienbesitzer ihre ungarischen Erwerbungen wieder loswerden.

Allerdings interessieren sich für die schön restaurierten und in die Landschaft passenden Bauernhäuser auch ungarische und ausländische Käufer. Und wenn man alles zusammen betrachtet, scheint es sich zu lohnen, jetzt eine Immobilie zu erwerben.

Szabolcs Kolonics, der Vertriebsleiter der sich mit Vermögensschätzungen und Immobilienvermittlung befassenden Bakony Kft., sagte, dass man sich gründlich umschauen sollte, denn die Preisunterschiede sind erheblich. In einem Dorf im Hinterland des Balaton, das schon über ein Abwassersystem verfügt, kann ein im Wesentlichen über dieselben Parameter verfügendes Grundstück das Doppelte kosten als in einer Gemeinde, in der noch das Bauverbot besteht und die schwer zu erreichen ist. Es lohnt sich, sich gründlich umzuschauen und sich zu erkundigen, wo in Zukunft ein Kanalisierungsprogramm realisiert wird, denn das berücksichtigt ein großer Teil der Verkäufer noch nicht.

Kolonics fügt hinzu, dass am nördlichen Ufer des Balaton in der Vergangenheit der größte Preisverfall in der mittleren Region zu verzeichnen war. In der Gegend des westlichen und östlichen Beckens werden die Immobilien auch heute um 10-15% teurer angeboten.

Gleichzeitig halten fast überall die in den letzten Jahren sanierten, im klassischen Balatonstil, hauptsächlich aus Basalt gebauten Häuser ihren Preis. Es lohnt sich, solche Häuser auch in einem verfallenen Zustand für einige Millionen Forint zu kaufen. Doch ein größeres Angebot dieser Immobilien findet man heute nur in den versteckten, 10-15 km vom See entfernt liegenden Gemeinden. Der Fachmann fügte hinzu, dass auch ständig Häuser angeboten werden, die zwangsversteigert werden, diese können noch billiger als zu den derzeitigen Durchschnittspreisen gekauft oder ersteigert werden.

Ähnlich ist die Lage in den Gemeinden im Hinterland des Südufers. Laut Ferenc Nagy, dem sich mit Immobilienvermittlung befassenden Rechtsanwalt, gibt es mit Ausnahme der Gegend von Szólád oder Vörs einige Orte, wo man Immobilien billiger als im vergangenen Jahr erwerben kann. Ein Familienhaus mit einer Wohnfläche von 100-120 Quadratmetern, das voll erschlossen und in einem ausgezeichneten Zustand ist, kann man zum Preis von 10 bis 13 Millionen Forint erwerben. Kleinere Grundstücke kann man unter 1 Million Forint kaufen.

Eine ganze Reihe von neugebauten oder vollkommen sanierten, mit moderner Technologie ausgestatteten Häusern und Ferienhäusern mit gepflegtem Garten werden zu einem Preis von 15 bis 20 Millionen Forint auf dem Markt angeboten.

Man muss auch nicht lange suchen, wenn man in der Gegend von Szölösgyörök einen Weinkeller kaufen möchte. Auf den ein wunderbares Panorama bietenden, für den Weinanbau berühmten Hügeln ist das Angebot gewaltig. Es gibt Beispiele dafür, dass der Eigentümer dem Käufer ein Ratenangebot macht, damit sich ein seriöser Interessent findet. In dieser Gegend gibt es übrigens mehrere Hektar große Grundstücke mit ausgezeichneter Infrastruktur, die nur wenige 100 m von der Autobahn entfernt liegen, wo sich auch ein anspruchsvoller Sommersitz bauen ließe.

In Sávoly fielen die Preise am stärksten

Obwohl diese Gemeinde im engeren Sinne nicht zu dem Hinterland des Balaton gehört, sollte erwähnt werden, dass in der Gegend von Sávoly der stärkste Preisverfall zu verzeichnen war, nachdem sich herausstellte, dass vorerst das Schicksal der Motorrad-Rennbahn und der anderen geplanten Investitionen noch unsicher ist. Vor einem Jahr kamen die Käufer noch in Scharen aus Interesse an den hiesigen Immobilien und die Preise stiegen mit lokalem Maßstab gemessen in den Himmel. Laut Nagy wird der Markt insgesamt gesehen auch weiterhin von der Stagnation geprägt, doch es ist bemerkenswert, dass in der Gegend auch russische und skandinavische Käufer erschienen, von denen einige gleich mehrere Grundstücke kauften.

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