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Ausgabe 2-3/16 – Rettungsdienst in Not

Rettungsdienst in Not

Alkoholmissbrauch in Ungarn
Zahl der Alkoholiker im Land steigt rasant

Millionengrenze überschritten
Gästeübernachtungen in Siófok stiegen um 4,3 Prozent

Rüstungsbetrieb am Balaton
Munitionsfabrik in Balatonfüzfö soll wiederbelebt werden

Karneval in Keszthely
Der bunte Umzug durch die Innenstadt findet am 6. Februar 2016 statt

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Titelthema in dieser Ausgabe der Balaton Zeitung

Rettungsdienst in Not

Unprofessionelle Verwendung von EU-Fördermitteln in Siófok

Der Rettungsdienst und die zentrale Leitstelle für Rettungswagen befinden sich in einer engen Nebenstraße von Siófok. Nicht nur das bedeutet seit langem ein Problem, sondern auch die bisher nicht abgeschlossenen Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten. Die Opposition der hiesigen Kommunalpolitik warf Mitte Januar auf einer eigens dafür bestellten Pressekonferenz die Fragen auf, woran die Terminverzögerungen liegen und ob die dafür bereit gestellten EU-Fördermittel wegen nicht Einhaltung der Fristen womöglich zurückgezahlt werden müssen.

Die seit Jahrzehnten dank ihrer hervorragenden Mitarbeiter gute Dienste leistende Rettungsstation Siófok war zusammen mit den Somogyer Rettungsstationen in Igal, Csurgó, Fonyód, Kaposvár, Marcali, Nagyatád und anderen in das groß angelegte, bis Oktober abzuschließende Programm „Modernisierung von 60 bestehenden und Bau von 20 neuen Rettungsstationen“ aufgenommen und die Arbeiten begonnen worden.

Die Mitarbeiter waren dann vor Weihnachten in den Gebäudekomplex zurückgekehrt, hatten aber bis 12. Januar 2016 kein warmes Wasser, die Kabel für Telefon und Computer hingen aus den Wänden. Der Sprecher der Opposition und Parlamentsabgeordnete, István Ikotity, kritisierte im Januar die unprofessionelle Verwendung der 11 Milliarden Forint EU-Fördermittel, denn nicht nur aus Siófok wurden Mängellisten und Terminverzögerungen gemeldet. Es sei nicht ausreichend, dass in diesem Zusammenhang der Leiter des Landesrettungsdienstes OMSZ abgesetzt wurde, es müssen grundlegende Änderungen in der Wertschätzung der Arbeit von Sanitätern und Rettungsärzten, ja vom gesamten medizinischen Personal im Lande her. Um einer Abwanderung von Ärzten und qualifiziertem medizinischen Personal ins Ausland und dem akuten Arbeitskräftemangel entgegenwirken zu können, muss die Bezahlung angehoben werden, damit die Mitarbeiter auch davon leben können.

Während der Instandhaltungsmaßnahmen hatte die örtliche „Stiftung Rettungsdienst Siofok“ in den Kommunalblättern Anzeigen aufgegeben, um günstig an (gebrauchte) Möbel und andere Einrichtungsgegenstände für die Rettungsstation zu kommen: die Modernisierung der Inneneinrichtung war nicht Teil des EU-geförderten Projektes und das, obwohl die alten Möbel beim Ausräumen der Gebäude förmlich zusammenfielen, wie ein Sanitäter formulierte.

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