Entwicklungsarbeiten an den Stränden des Theiß-Sees

Dank einer Fördersumme von 700 Millionen Forint können an sieben Freibädern entlang des Theiß-Sees Entwicklungen und Renovierungen durchgeführt werden. Die Arbeiten sollen planmäßig bis zum 30. Juni 2019 fertiggestellt werden – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Miklós Piroska, Vorsitzender des Rates für Entwicklungen der Theiß-See-Region (Tisza-tó Térségi Fejlesztési Tanács), sagte, dass die einschlägigen Förderdokumente bereits von fast allen betroffenen Gemeindeverwaltungen unterschrieben wurden. Die Ortschaften Abádszalók, Kisköre, Poroszló, Sarud, Tiszabábolna, Tiszafüred und Tiszanána erhalten mit der Vereinbarung jeweils 100 Millionen Forint für Verschönerungs- und Verbesserungsarbeiten an ihren Stränden.

In den kommenden Jahren werden in die Regionen Theiß-See und Hortobágy rund 10 Milliarden Forint zur Förderung der Tourismusinfrastruktur fließen – ergänzte Piroska. Weitere 2,83 Milliarden Forint sollen in Produkt- und Dienstleistungsentwicklungen investiert werden, wobei 330 Millionen Forint direkt in den Angeltourismus fließen. In der Region Theiß-See hat sich der Tourismus in einem für das Land ungewöhnlich schnellen Tempo entwickelt. Im Jahr 2017 ist die Zahl der kommerziellen Gästeübernachtungen um 20% gestiegen. Ein weiterer Anstieg wird aber – so Piroska – durch die begrenzte Kapazität niveauvoller Unterkünfte behindert. Dank des Kisfaludy Förderprogrammes für Pensionsverschönerungen gibt es auch dafür Lösungen und mittelfristig wird sich die Qualität der Unterkünfte deutlich verbessern.

Parlamentsabgeordneter Sándor Kovács bezeichnete den Theiß-See als die sich am dynamischsten entwickelnde Urlaubsregion Ungarns und hob einige vielversprechende Projekte im Rahmen des Förderprojektes hervor. So wird zum Beispiel eine infrastrukturelle Entwicklung für Radfahrer umgesetzt: mit einem rund 28 Kilometer langen und 21 Gemeinden verbindenden Fahrradweg mit 5 thematischen Rastplätzen möchte man die Region für Liebhaber des Radsports noch attraktiver machen.



In Poroszló, Tiszafüred und Sarud werden die Uferpromenaden am See ausgebaut, sowie Lehrpfade angelegt. Mit der Verschönerung der Òhalászi-Insel wird im nächsten Jahr der Bau eines Erlebnisdorfes mit Pfahlhäusern beginnen.

Der im Osten Ungarns zu findende Theiß-See ist mit einer Fläche von 127 km² nach dem Balaton der zweitgrößte See Ungarns. Er wurde in den 70-er Jahren als Bewässerungssystem für die große ungarische Tiefebene angelegt und wird von der Theiss gespeist. Er besteht aus einer Vielzahl von Inseln und Buchten.

Das flache Wasser erwärmt sich schnell, es ist hervorragend zum Baden und Schwimmen geeignet. Der tiefere Teil des See-Systems ist beliebt bei Wassersportlern, denn man kann hier – anders als am Balaton – nicht nur Segeln, Wasserskilaufen und Surfen, sondern auch mit einem Motorboot oder Jetski fahren. Entlang der 80 km langen Küste findet man eine Vielzahl an Erholungsgebieten und frei zugänglichen Stränden.

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