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Ausgabe April 2011 – Dienstleister sind beunruhigt

Dienstleister sind beunruhigt

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Titelstory im April 2011 in der Balaton Zeitung

Dienstleister sind beunruhigt

Keine Entscheidung in der Frage der Ferienschecks

Die Dienstleister im Tourismus am Balaton sind beunruhigt: es geht zügig auf die Saison zu und noch immer gibt es keine klare Entscheidung der Regierung in der Frage, ob die Ferienschecks bleiben oder durch eine neue Karte, der so genannten Széchenyi-Erholungskarte, ersetzt werden.

Die Regierung hatte bereits im vergangenen Sommer erklärt, die neuen Karten einzuführen und damit schrittweise die Ferienschecks abzulösen. Gegen Ende des Jahres wurde bereits davon gesprochen, dass die moderne elektronische Chipkarte statt 2012 bereits 2011 eingeführt wird. Seitdem ist es ruhig geworden um die Ferienschecks und Chipkarten, was wiederum für Unsicherheit bei der Planung der Saison sorgt.

Die vor Jahren eingeführten Ferienschecks waren gut angenommen worden, bewährten sich in der Praxis und sorgten für bedeutende Einnahmen in der Hotellerie und Gastronomie. Die Schecks sind vom Arbeitgeber für seine Angestellten gereichte zusätzliche Zuwendungen, die der Arbeitnehmer im Urlaub in Ungarn als Zahlungsmittel in bestimmten Hotels, Restaurants und bei anderen Dienstleistern verwenden kann, ohne dass sie zu seinem Einkommen dazu gerechnet und besteuert werden. Sie führten zu einer Zunahme des Inlandstourismus und zur Neubelebung gerade auch des Balaton, so dass sich von Jahr zu Jahr mehr Dienstleister für die Akzeptanz der Ferienschecks entschieden hatten. Nun befürchten viele, dass die Schecks nicht mehr und die Chipkarten noch nicht vergeben werden. Mehr als 200 Antragssteller für die Genehmigung als Annahmestelle von Ferienschecks warten seit Monaten auf eine Bearbeitung ihres Antrages.

Die Interessenvertretung der Dienstleister im Komitat, KISOSZ, erhielt vom zuständigen Ministerium auf ihre Anfrage hin bisher keine Antwort. Die für die Ferienschecks zuständige Stiftung, Magyar Nemzeti Üdülési Alapítvány, kann ebenfalls nicht mit Informationen dienen. Sie wird auf Anordnung der Regierung zurzeit umstrukturiert und kommuniziert nicht mit der Öffentlichkeit.

Der Vorsitzende des Balaton Entwicklungsrates BFT, István Bóka, hält die geplante Einführung der Chipkarte zur Hauptsaison im Juli aber sowieso nicht für eine gute Entscheidung, denn das wäre viel zu spät für den Balaton. Das neue System müsste spätestens im Mai voll betriebsfähig sein, damit die Arbeitgeber die Karten für ihre Angestellten rechtzeitig kaufen und die Dienstleister sich auf die Annahme der Karten einstellen können. Außerdem müsste gewährleistet werden, dass die bisher Ferienschecks akzeptierenden Dienstleister automatisch auch die Chipkarte akzeptieren können.

Das Wirtschaftsministerium teilte derweil mit, dass die Ausarbeitung des Bedingungssystems für die Akzeptanz der Chipkarte noch 3-4 Monate in Anspruch nehmen wird.

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