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Jetzt kommt der Altweibersommer

Die Regenzeit in Ungarn ist zu Ende, prophezeien die Meteorologen. Noch an diesem Wochenende fiel im Komitat Somogy mehr Niederschlag als gewöhnlich innerhalb eines Monats. Innerhalb von nur zwei Stunden stieg der Wasserspiegel der Kapos um zehn Zentimeter, berichtet sonline.hu. Am Komitatssitz Kaposvár gingen fast 70 Millimeter Regen nieder, in Homokszentgyörgy waren es knapp 85 und in Siófok immerhin noch rund 48 Millimeter. Vielerorts musste die Feuerwehr Wasser abpumpen.

Vor allem die Landwirtschaft leidet unter der langen Regenzeit. Auf dem aufgeweichtem Boden können keine Maschinen arbeiten, obwohl die Rapssaat schnellstens begonnen werden müsste. Weil die Ernte noch nicht ganz unter Dach und Fach ist, wird das Futter für die Rinder allmählich knapp. Auch die Sonnenblumenfelder sind noch nicht vollständig abgeerntet.

Doch es gibt Hoffnung: Von Montag an muss Ungarn nirgends mehr mit Niederschlag rechnen. Der Wind legt sich, stellenweise gibt es Nebel. Die Temperaturen sinken nachts auf 4 bis 10 Grad Celsius, während sich tags die Luft auf 17 bis 20 Grad erwärmt. Vor allem in der zweiten Tageshälfte darf man sich auf Sonne und wenig Bewölkung freuen.

Audi eröffnet Besucherzentrum in Győr

Audi Hungaria eröffnete im September 2010 das mit einem Gesamtvolumen von 120 Millionen Forint erbaute Besucherzentrum. Hier haben Besucher die Möglichkeit, im repräsentativen Empfangsgebäude und auf den Besucherrouten das Unternehmen besser kennen zu lernen. Zweimal täglich (10 Uhr und 12 Uhr) starten im Besucherzentrum die Werksbesichtigungen, die einen Einblick in die Produktion bei Audi Hungaria geben. Die Führungen finden in drei Sprachen – in Ungarisch, Deutsch und Englisch – für Besucher über zwölf Jahren und in Gruppen von maximal 25 Personen statt.

Anschließend laden Audi-Shop und ein Café zum Einkaufen und Verweilen ein. Bisher besuchten jährlich 4000 Interessenten das Werk in Győr, mit dem neuen Besucherzentrum wird die Zahl weiter steigen.

Audi Hungaria hat sich seit seiner Gründung im Jahre 1993 zu einem der attraktivsten Unternehmen Ungarns entwickelt.

Ausführliche Informationen:
www.audi.hu

Traktorist im Alkoholrausch überfährt sich selbst

Ein seltenes Kunststück mit schwerwiegenden Folgen hat ein Traktorfahrer in Ungarn offenbar unter Alkoholeinfluss zustande gebracht. In der kleinen Ortschaft Jászapáti (Komitat Jász-Nagykun-Szolnok) fuhr sein Traktor mit Anhänger auf die linke Fahrbahnseite und stieß dort gegen den Bordstein, teilte die Polizei am Donnerstag (16.9.) mit. Daraufhin stieg der Fahrer aus und versuchte, das Gefährt von außen zu lenken. Der Traktor aber drehte sich samt Anhänger um sich selbst. Dabei geriet der Mann zwischen beide Fahrzeuge und wurde zwei Mal überfahren. Schwer verletzt wurde er ins Krankenhaus gebracht.

Stellenabbau bei Rail Cargo Hungaria

Die Rail Cargo Hungaria AG (RCH) ist Mitglied des Rail-Cargo-Austria-Konzerns und gehört damit zum drittgrößten Unternehmen für Eisenbahngüterverkehr in Europa. Die Rail Cargo Hungaria hat wegen ihrer Lage auf dem Kontinent eine Brückenfunktion und zeichnet sich durch Fachkompetenz aus. Sie erweitert zur Erfüllung der wachsenden Herausforderungen ständig ihre Auslandvertretungen.

Doch nun könnte es bei der Aktiengesellschaft zu einem Abbau von 700 – 1000 Stellen kommen. Grund dafür seien Aussagen Christian Kerns vom Verband Österreicher Bahnen ÖBB und Medienberichten zufolge Bestrebungen des österreichischen Mutterunternehmens zur Vereinfachung des Betriebes des Güterverkehrsunternehmens und die ständige Veränderung der Rahmenbedingungen der ungarischen Regierung, die den Konzern zum Handeln zwingen.

Die RCH entstand, als im Jahre 2007 das Güterunternehmen MÁV Cargo in Ungarn gekauft wurde. Seitdem beschäftigen sich nur die Medien, sondern auch die Wirtschaftspolizei Budapest mit dem Verkauf. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Veruntreuung von 3,5 Millionen Euro ermitteln. Der Kauf der Güterbahn hatte bei den ÖBB ein kräftiges Loch in die Bahn-Bilanz gerissen. Der Kauf hatte bereits 2007 in Ungarn und Österreich für Aufsehen gesorgt, als bekannt wurde, dass die bis dahin völlig unbekannte ungarische Lobbying-Firma Geuronet KG eine Erfolgsprämie von 7,1 Millionen Euro für die Vermittlung des Deals kassiert hatte. Die Tageszeitung „Magyar Nemzet“ schreibt nun, dass bei der Abwicklung des Kaufs des Weiteren 3,52 Mio. Euro veruntreut worden seien. Polizeiermittlungen zufolge sei die MAV Cargo zu äußerst unvorteilhaften Konditionen an die RCA verkauft worden, die jetzt anscheinend das Minus auf ihre Weise auszugleichen versucht.