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Ungarn verschmähen Sicherheitsgurt – zahlreiche Opfer

Die Zahl der Toten bei Verkehrsunfällen könnte in Ungarn um 60 Prozent sinken, wenn die Gurtpflicht ernst genommen würde. Besonders Mitfahrer auf den hinteren Plätzen schnallen sich zu drei Vierteln nicht an, berichtet die Zeitung „Népszava“ unter Hinweis auf eine Analyse. Eine Verbesserung könnte nach Erkenntnissen der „Partnerschaft für Verkehrssicherheit“ nur durch härtere Strafen und verstärkte Kontrollen erzielt werden.

Die Organisation steuerte im Oktober gleich zwei Erhebungen zum Thema Anschnallpflicht bei. Danach machen 67 Prozent der Autofahrer auf den vorderen Sitzen vom Gurt Gebrauch, auf der Autobahn sind es 71 Prozent, während der Anteil innerhalb von Ortschaften auf 61,5 Prozent fällt. Wesentlich schlechter ist das Bild auf den hinteren Sitzen: Dort schnallen sich innerhalb von Ortschaften nur 17, auf der Autobahn 24,3 Prozent an. Als Erklärungen werden meist der kurze Weg und Vergesslichkeit vorgebracht. Dabei schnallen sich mehr Frauen als Männer und mehr junge als ältere Menschen an.

Mit diesen Ergebnissen schneidet Ungarn im Vergleich zu anderen Ländern wesentlich schlechter ab. Die Organisation „Partnerschaft für Verkehrssicherheit“ stellte fest, dass jährlich 250 bis 300 Menschen weniger bei Verkehrsunfällen in Ungarn sterben würden, wenn sie ihrer Anschnallpflicht nachkämen. Insgesamt kommen 1200 Menschen im Jahr auf den Straßen Ungarns ums Leben.

Auch im Winter Konzerte im Balaton Theater

Musikliebhaber kommen in Keszthely auch im Winter auf ihre Kosten. Zahlreiche Programme im Saal des Balaton Theaters bieten nach einem Bericht der Regionalzeitung „Zalai Hírlap“ Gelegenheit für angenehme und anspruchsvolle Unterhaltung.

So gibt am Abend des 21. November Tamás Takáts und die Dirty Blues Band ein Konzert im Großen Saal des Theaters. Am 29. November interpretieren Lehrer und Schüler der Musikschule György Festetits polnische Kammer-Werke bei einem Abend der Polnischen Kultur im Kulturzentrum Károly Goldmark. Mitte Dezember erwartet die Musikfreunde ein Konzert von Ungarns talentiertestem Jazz-Trommler, Elemér Balázs, der zusammen mit seinem Orchester zu einem Adventskonzert auftritt.

Ein weiterer Höhepunkt steht am 19. Dezember mit dem Philharmonie-Orchester aus Győr auf dem Programm, das von Tschaikowski die Fantasie-Ouvertüre Romeo und Julia, das Klavierkonzert in b-moll und die VI. Sinfonie zu Gehör bringt. Zum Neujahrskonzert wird das Mendelssohn-Kammerorchester von Veszrpém auftreten.

Ungarn erntet ein Drittel weniger Getreide

Ungarns Bauern haben in diesem Jahr eine Missernte bei Getreide eingebracht. Sie lag nach Angaben des Staatssekretärs im Landwirtschaftsministerium, Fülöp Benedek, um ein Drittel unter dem Ertrag des Vorjahres, berichtet die Unabhängige Nachrichtenagentur am Freitag. Wegen Frostschäden und der sommerlichen Hitze hätten sich auch die Hektarerträge bedeutend verringert. Ungarns Bauern ernteten 10 000 Tonnen Getreide, während es im Vorjahr 15 000 Tonnen waren. Bei Sonnenblumen blieb das Ergebnis um zehn Prozent hinter dem des Vorjahres zurück.

Die Weltmarktpreise für Getreide fallen seit August stetig, wobei auch die Nachfrage sinkt, hieß es weiter. Die ungarischen Getreidepreise seien aber weder in der EU noch in den Nachbarländern wettbewerbsfähig. Die geringere Ernte gefährde jedoch nicht die Versorgung im Land. Der Brotpreis werde dennoch nicht sinken, da steigende Energiepreise ein Gegengewicht zu fallenden Getreidepreisen bilden.

Ungarns Zoll beschlagnahmt Kaviar und museale Bibel

Bei einer Tiefenkontrolle in der Nähe der Komitatsstadt Győr haben ungarische Zöllner Schmuggler mit zehn Glas Kaviar und einer musealen orthodoxen Bibel ertappt. Der Fahrer des Wagens mit ukrainischem Kennzeichen konnte die Herkunft der Ware nicht nachweisen, teilte Zollsprecher Oberst Jenő Sipos am Freitag mit. Nach vorläufiger Einschätzung von Experten handelt es sich bei der Bibel um nationales Kulturgut. Der Kaviar stammt vom Stör, der unter besonders strengem Schutz steht und für dessen Ex- und Import eine Genehmigung erforderlich ist.

Der Kaviar im Wert von mehr als einer Million Forint (etwa 4000 Euro) und die auf 200 000 Forint geschätzte Bibel wurden beschlagnahmt. Außerdem leitete der Zoll ein Strafverfahren wegen des begründeten Verdachts der Schädigung der Natur, des Missbrauchs von Kulturgütern und des Schmuggels ein.