Siófok – Erneut hat der Balaton ein Opfer gefordert. Am frühen Mittwochmorgen verschwand vor Siófok ein 21-Jähriger in dem See, teilte die Polizei des Komitats Somogy mit. Ein Angler hatte beobachtet, wie der junge Mann auf einem Wasserrad auf die Mitte des Balatons zuhielt. Dann sah er den Mann plötzlich nicht mehr. Die Besatzung eines Motorbootes von der nahen Wasserskibahn machte sich sofort auf die Suche, fand aber nur das Wasserrad und darauf eine schwarze Weste. Bis zum Abend blieb die Suche mit Unterstützung von Tauchern ohne Erfolg.
Nachrichten
Internationaler Zuhälterring in Ungarn aufgeflogen
Budapest – Ein 42-jähriger Mann und mehrere Kumpane sind in Budapest wegen des „begründeten Verdachts“ der Zuhälterei und Geldwäsche aufgeflogen. Das Nationale Ermittlungsbüro Ungarns eröffnete gegen sie ein Verfahren, teilte die Behörde am Mittwoch ohne Angaben über die nationale Zugehörigkeit der mutmaßlichen Täter mit.
Seit 2001 bis zu ihrer Festnahme am 4. Juli dieses Jahres schickten die Verdächtigten Prostituierte zur Arbeit in ein Kölner Bordell und in einen Nachtklub in Ungarn, um sich damit Gewinn zu verschaffen. Unter anderem organisierten sie die Ausreise der Prostituierten nach Köln, mieteten für sie Zimmer an, kassierten das Geld, das die Mädchen verdienten, und verwalteten es. Die Mädchen mussten die Hälfte ihres Verdienstes an den 42-Jährigen abgeben. Seine Tageseinnahmen lagen bei einer Million Forint (etwa 4000 Euro), berichtet MTI unter Berufung auf die Polizei.
Mit Hilfe eines Anwalts legte der 42-Jährige das aus der Straftat der Zuhälterei stammende Geld in legalen Unternehmen an, so in den Betrieb einer Grube und in den Kauf einer Kaserne sowie deren Nutzung.
Die Verdächtigten versprachen den Prostituierten für deren Arbeit Chancen auf hohes Einkommen sowie Eigentumswohnungen, Auslandsreisen und den Erwerb des Führerscheins. Daneben erweckten sie oft den Eindruck, eine Lebenspartnschaft zu entwickeln und stellten materielle Verluste bei deren Beendigung in Aussicht, hieß es weiter. Dabei bildeten sie gefühlsmäßige Bindungen heraus. Es kam auch vor, dass die Mädchen misshandelt wurden.
Sturm richtete Schäden in Budapest an
Budapest – Stürme haben seit Sonntagabend in Budapest erhebliche Schäden verursacht. Die Feuerwehr musste fast 250 Mal ausrücken, um Hilfe zu leisten und Gefahren zu beseitigen. Noch am Mittwoch gab es Anrufe auf der Notrufnummer 105, heißt es auf dem Internetportal der Feuerwehr. Über 150 umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste mussten beseitigt werden. Außerdem waren vom Regenwasser voll gelaufene Keller auszulumpen, von Gebäuden herabhängende Gegenstände zu beseitigen.
Schwerer Unfall bei Feuerwerk in Budapest
Budapest – Am Rande des Feuerwerks zum ungarischen Nationalfeiertag (20. August, Feiertag der Staatsgründung) hat sich am Donau-Ufer ein schwerer Unfall ereignet. Eine Mutter und ihre Tochter stürzten von der Uferstraße zwischen Patőfi- und Lágymányos-Brücke etwa acht Meter in die Tiefe auf Steine, berichtet die Feuerwehr auf ihrem Internet-Portal. Erst am Dienstagmorgen wurde die Feuerwehr über den Unfall vom Vorabend informiert.
Das Mädchen kam ohne ernsthaftere Verletzungen davon, während die Mutter am Rücken schwer verletzt wurde. Sie wurde in einem Vakuumbett nach oben gezogen und ins Krankenhaus gebracht. Beide hatten dem Feuerwerk zugesehen und waren nach Angaben des Mädchens durch eine unglückliche Bewegung abgestürzt.
