Ungarns designierter Wirtschaftsminister hat angekündigt, Schuldnern mit Krediten in Fremdwährung die Umwandlung in Forint-Kredite erschweren zu wollen. Lediglich in Not geratene Bausparkredite sollten nach Meinung von György Matolcsy (Fidesz) mit Hilfe eines staatlichen Fonds oder eine Bad Bank aufgekauft werden dürfen. Diese Regelung würde ebenfalls für die Schulden von Unternehmern gelten. Matolcsy betonte gegenüber dem Internetportal figyelonet.hu jedoch, diese Maßnahmen seien ausschließlich für Kreditnehmer gedacht, die sich tatsächlich nicht mehr in der Lage sehen die monatlichen Kreditraten zu zahlen.
FlyBalaton meldet Einbruch der Passagierzahlen
Der Balaton-Flughafen in Sármellék ist anscheinend noch nicht aus dem Schneider. Zwar sei die Verbindung nach Frankfurt/Main „Hauptschlagader“ für den Luftverkehr der Balaton-Region, doch infolge der Krise sei der deutsche Auslandstourismus stark zurückgegangen, berichtet das Turizmus Panorama Bulletin. Auch die späte Aufnahme des Flugbetriebes in diesem Jahr, die vorherige Ungewissheit hätten zum Ausfall einer großen Zahl von Gästen geführt.
Die stornierten Bestellungen und weggebliebenen Touristen machen sich auch in der Auslastung der Flüge bemerkbar, heißt es weiter. Sie fiel fast 30 Prozent gegenüber früheren Perioden und es sei somit zu befürchten, dass die Fluggesellschaften mit der Zeit ihre verlustreichen Verbindungen einstellen. In dem Zusammenhang forderten Teilnehmer einer Konferenz über den Flughafen Sármellék dringend Schritte zur Stabilisierung sowie ein starkes Engagement des Staates.
Ungarn: Einwohnerzahl noch immer über 10 Millionen
Ungarn bleibt immer noch über der magischen Zahl von 10 Millionen Einwohnern. Das geht aus Angaben des Zentralen Statistischen Amtes vom Dienstag hervor. Schon lange wird befürchtet, dass die Bevölkerungszahl darunter fallen könnte. Immerhin sind es derzeit noch 7000 darüber. Aber 23 533 Geburten und 33 254 Todesfälle im ersten Quartal ließen die Einwohnerschaft des Landes um 9721 schrumpfen, was zwar den Prozess verlangsamte – es waren 2237 weniger als im Vorjahreszeitraum – aber doch die gefürchtete Grenze immer näher bringt. Dem Bericht der Statistiker zufolge wurden in den ersten drei Monaten 2010 weniger Kinder als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres geboren, aber es gab auch weniger Sterbefälle.
Preise landwirtschaftlicher Produkte fallen
Ungarns Landwirtschaft hat mit fallenden Preisen zu kämpfen. Dies berichtet das Zentrale Statistikbüro des Landes (KSH). Im März seien demnach die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Durchschnitt um 4,1 Prozent gefallen. Besonders betroffen seien die Getreidepreise, die im März um 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgingen. Der Obstpreis sei sogar um 13,7 Prozent gefallen.
