Innenstadt von Keszthely Das letzte Wochenende im Mai gehört den Kindern. Rund um den Kindertag gibt es landesweit zahlreiche Veranstaltungen.
In Keszthely am West-Balaton laden die Innerstädtischen Museen zum Kindertag in das Vidor-Spielzeugmuseum ein. Am 24. Mai zwischen 10 Uhr und 15 Uhr können die Kinder an Malwettbewerben, Spielen und einer Tombola teilnehmen. Ein Gitarrenspieler übt mit ihnen Lieder ein. Der Eintritt für Kinder ins Museum ist an diesem Tag kostenlos, die Eltern zahlen den Preis für ein Kinderticket.
„Pantheon” in Keszthely Die Stadt Keszthely erweiterte die Reihe an Museen und Kulturstätten um eine weitere Attraktion: das Pantheon. Es sind keine Götter, denen mit dem Relief in der Kossuth utca ein Denkmal gesetzt wurde, sondern wichtige Persönlichkeiten der Stadtgeschichte.
Die Reihe der fünfunddreißig Portraits beginnt mit dem Stadtgründer, dem Nador Lackfy und geht über die Grafen Festetics, die Dichter und Künstler Csokonay Vitéz Mihály und Szendrey Júlián, sowie Simon Böske bis hin zum berühmten Afrikaforscher Nagy Endre und dem Winzer Bakonyi Károly.
Die rund 15 Quadratmeter große Gedenkwand wurde vom Hobby-Bildhauer Tibor Turi Török geschaffen. Er hat sich seit Jahrzehnten der Erforschung von Geschichte und Kultur der Stadt verschrieben und ist wohl der größte Kunstsammler der Region. Nun hat er sich selbst als Künstler versucht und ein beachtenswertes Werk geschaffen, das am exponierten Platz in der Fußgängerzone viele Bewunderer finden wird.
Unweit davon sind große Keramikkopien der wichtigsten Gebäude der Stadt zu sehen. Der künstlerischen Arbeit gingen drei Jahre Studien und Forschungsarbeit voraus.
Puppenmuseum in Keszthely Es müssen nicht immer das gediegene Festetics-Schloss oder das Balaton-Museum sein, wenn man in Keszthely ein Museum besuchen will. Die Stadt beherbergt auch die größte und umfangreichste Privatsammlung Westungarns. In herrlichen alten Häusern in der Nähe der Fußgängerzone sind wundervolle kleine Ausstellungen zu finden, die für alle Interessen und alle Altersklassen etwas Besonderes bieten:
Keszthely Der Olympia-Freundeskreis „Csik Ferenc” weihte vor fünf Jahren eine Tafel für die aus dem Trainingszentrum der Stadt Keszthely stammenden Olympioniken ein. Kürzlich wurde auch der Name des Olympiasiegers von London, Hammerwerfer Krisztián Pars, auf der Gedenktafel angebracht.
Die Bilder des glücklichen Siegers von London mit einem Foto seines inzwischen verstorbenen Trainers, Pál Németh, in der Hand gingen um die Welt. Der weltberühmte, erfolgreiche Trainer betreute den talentierten jungen Sportler aus Szentgotthárd von Anfang an und holte ihn in den Wintermonaten in das Trainingslager von Keszthely. Hier bereitete sich Pars auf die Olympiade vor, die Németh Pál leider nicht mehr erleben konnte. Mit seinem Foto war er aber dabei, als Pars das höchste Treppchen bestieg.
Krisztián Pars kommt auch Monate nach seinem Erfolg gern in die Stadt am Balaton. Bei der Neueinweihung der Gedenktafel begrüßte und beglückwünschte der Bürgermeister der Stadt, Ferenc Ruzsics, mit Stolz den Sportler. Er bezeichnete es als besondere Ehre, dass der berühmte Trainer und der erfolgreiche Sportler in Keszthely gearbeitet haben.
Krisztián Pars und der Olympia-Freundeskreis „Csik Ferenc” bedankten sich mit einer Gedenkplakette für die seit 32 Jahren währende Unterstützung durch die Stadt Keszthely. Gemeinsam gedachten sie dem Meistertrainer, Pál Németh und dem ersten Olympioniken der Stadt und Namensgebers des Freundeskreises, Ferenc Csik. Csik besuchte in Keszthely das Gymnasium und gewann bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin eine Goldmedaille im Schwimmen. Er wurde 1945 während seiner Tätigkeit als Arzt in Sopron bei einem Bombenangriff getötet und in Keszthely beigesetzt.
Bei der Gedenkfeier waren Vertreter der Ungarischen Olympischen Akademie anwesend. Sie überreichten Krisztián Pars die bei seiner Siegerehrung in London verwendete ungarische Fahne.
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