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Währungsfonds: Viele offene Fragen in Ungarn

Der Internationale Währungsfonds sieht nach Verhandlungen in Ungarn zwar eine gemeinsame Grundlage, daneben jedoch zahlreiche offene Fragen. Die Delegation kehre nach Washington zurück und bemühe sich um Überwindung der verbliebenen Meinungsverschiedenheiten, hieß es nach ungarischen Medienberichten in einem Kommunique des IWF über die Verhandlungen mit der Regierung in Budapest.

Wie der IWF feststellt, hat die ungarische Wirtschaft dank dem Export die tiefe Krise überwunden, doch die einheimische Nachfrage sei schwach. Das für 2010 geplante 3,8prozentige Haushaltsdefizit in Relation zum Bruttoinlandsprodukt und dessen Senkung unter 3 Prozent im kommenden Jahr entspreche der notwendigen Konsolidierung. Dazu müssten jedoch weitere, schwerwiegende Maßnahmen auf der Einnahmenseite getroffen werden – wo die geplante Besteuerung der Geldinstitute das Wachstum und die Kreditvergabe behindere – und ebenso auf der Ausgabenseite.

Der IWF betonte der Mitteilung zufolge, dass den am leichtesten Verletzlichen ein Rettungsseil geboten werden müsse, aber die Unterstützung müsse transparent und zielgerichtet sein.