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«Wahnsinnig unreal»: Paula Beer über ihren Filmpreis

In «Undine» spielt sie eine mysteriöse Frauenfigur. Dafür bekommt Paula Beer nun einen Europäischen Filmpreis. Als bester Film wird eine Tragikomödie von Thomas Vinterberg ausgezeichnet – darin geht es um ein ziemlich ungewöhnliches Experiment.

Die Schauspielerin Paula Beer (25) hat einen Europäischen Filmpreis gewonnen, aber schon die Nominierung fast nicht glauben können. Sie habe davon nur über E-Mails und das Internet gewusst. «Deswegen kam mir das alles immer noch wie ein Gerücht vor», sagte Beer der Deutschen Presse-Agentur am Samstagabend.

Am Ende gewann sie für ihre Rolle im Liebesdrama «Undine» tatsächlich die Auszeichnung als beste Darstellerin. Die Nominierten waren wegen der Pandemie diesmal nur per Video nach Berlin zugeschaltet.

Die Technik habe anfangs nicht mitgemacht und sie habe nichts gehört, sagte Beer. Dann klappte es. Sie setzte sich unter anderem gegen Nina Hoss («Schwesterlein») durch. Nur über eine Videoschalte mitbekommen, dass man gewonnen hat? «Wahnsinnig unreal», aber auch trotzdem schön, wie sie sagte.

Die Schauspielerin spielt in «Undine» eine mysteriöse Historikerin in Berlin, ihre Rolle ist an einen alten Nixenmythos angelehnt. Bekannt ist sie auch für die Serie «Bad Banks» oder François Ozons Film «Frantz». Im nächsten Jahr will sie mit Kilian Riedhof den Film «Last Song for Stella» drehen, wie sie erzählte.

Das Coronavirus hat in diesem Jahr weite Teile des öffentlichen Lebens lahmgelegt. Ihr gehe es wie anderen Menschen, sagte Beer. Trotzdem habe sie Glück, dass es ihr gutgehe und die Menschen um sie herum gesund seien. Im entferntesten Kreis seien Menschen erkrankt und gestorben. «Es ist einfach nach wie vor wahnsinnig absurd.»

Der Europäische Filmpreis gehört zu den renommiertesten Auszeichnungen der Branche. Beer ist nicht die einzige deutsche Preisträgerin. 2016 hatte Sandra Hüller den Europäischen Filmpreis als beste Darstellerin gewonnen – für «Toni Erdmann». 2005 war es Julia Jentsch für «Sophie Scholl – Die letzten Tage».

Ob sie noch einen Filmtipp hat, wo man gerade so viel Zeit daheim auf dem Sofa verbringt? Sie schaue gerade die US-Serie «Suits», sei aber bei Serien immer etwas verspätet. Außerdem habe sie beim Streamingdienst Mubi die Tanzdokumentation «Mr. Gaga» gesehen, die habe sie beeindruckt. «Die hat mir wahnsinnig Spaß gemacht.»

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