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Elvis Presley wird Ehrenbürger Budapests

In Budapest soll ein Platz nach Elvis Presley benannt werden, teilte Oberbürgermeister István Tarlós vor Journalisten mit. Außerdem planen die Stadtväter, den „King of Rock ’n’ Roll“ wegen seiner „herausragenden Rolle bei der Verbreitung der revolutionären Ereignisse 1956 in Ungarn post mortem zum Ehrenbürger der Hauptstadt zu wählen. Tarlós argumentierte, ausschließlich politische Gründe hätten ihn zu der Entscheidung bewogen.
Man werde Elvis Presleys Wahl zum Ehrenbürger „für die Anteilnahme an den Ideen der Revolution in Ungarn und deren Popularisierung“ vorschlagen.

Wie das Nachrichtenmagazin für Wirtschaft und Politik „HVG“ bemerkt, sei dies zwar eine schöne Geste, stehe jedoch bei weitem nicht im Verhältnis zu dem, was Elvis für die ungarische Revolution tat. Er habe dafür nämlich gar nichts getan, sondern nur Zuschauer bei einer Fernsehshow aufgefordert, zu spenden und Pakete zu schicken, um so den notleidenden ungarischen Familien zu helfen. Darüber hinaus habe er sich nicht mit den Ungarn beschäftigt und „schon gar nicht mit dem Gedenken an die Revolution oder dem neuen Unterdrückungssystem“. Seine Geste sei „keinesfalls mit Größenordnung, Organisiertheit und Echo späterer Hilfsaktionen britischer und amerikanischer Popstars für Hungernde und politisch Unterdrückte vergleichbar“.