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Budapest nach dem Jahrhunderthochwasser

Bis zum frühen Montagmorgen rollte der Scheitel der Donau mit einer Höhe von 8,91 Meter durch Budapest. Das war ein um 31 Zentimeter höheres Hochwasser als jemals gemessen wurde. Ursprünglich war man von einem Höchstwert von 8.60 Meter ausgegangen.

Danach begann der Fluss sehr langsam abzuschwellen. Die Schutzmaßnahmen entlang von 807 Flusskilometern werden noch bis Mitte Juli beibehalten, so der Innenminister. Die ungarische Hauptstadt war gegen einen Pegelstand von bis zu 9.30 Metern geschützt worden, berichtet Budapests Bürgermeister, István Tarlós.

Beispielhafte, unermüdliche Arbeit der Einsatzkräfte und Mithilfe der Bürger – insgesamt wurden 3 Millionen Sandsäcke gefüllt und gegen das Hochwasser eingesetzt – waren beim Kampf gegen das Hochwasser auch in Ungarn die bestimmenden Elemente. Von professionellen Einheiten der Armee, des Katastrophenschutzes, der Polizei über Bürger bis hin zu Häftlingen und Helikoptern war alles im Einsatz, was gegen das Hochwasser eine Hilfe war. Politiker nutzten die Ausnahmesituation zur Profilierung für den Wahlkampf der im nächsten Jahr anstehenden Wahlen und zeigten sich an den Brennpunkten der Hochwasserkatastrophe.

Noch während der Katastrophe begann zur Unterstützung von betroffenen Menschen ein Spendenmarathon. Bis Montagmittag gingen bereits mehr als 152 Millionen Forint – 500 Tausend Euro – auf dem gemeinsamen Konto der fünf größten karitativen Organisationen des Landes ein.

Spenden sind auch weiterhin möglich: OTP Bank Nyrt – „Nemzeti Összefogás“
SWIFT (BIC): OTPVHUHB, Bankkonto: HU45 1171 1711 2222 2222 0000 0000

Bei Anrufen oder SMS unter der Telefonnummer 1357 gehen jeweils 250 Forint als Spende auf das genannte Konto.