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Balaton Sound: Fatboy Slim kommt und kommt auch nicht

Norman Cook geht es gut, Fatboy Slim aber ist tot. Der fünfundvierzigjährigere DJ aus Brighton, der einer der größten Stars des Balaton Sound Festivals in Zamárdi vom 10. – 13. Juli 2008 ist, hat gar nicht vor, den Beruf aufzugeben. Er hat bloß angekündigt, dass er mit seinem Alter Ego abrechnet und den Namen wechselt. Bisher hat er nicht verraten, unter welchem Namen er weiter macht.

Norman Cook war schon einiges in seinem Leben: Punk, New-Wave-Fan, Mitglied der Popgruppe ‚Housemartins’ und ab Mitte der neunziger Jahre Fatboy Slim, der kultische Bigbeat-DJ. Alle sind sich darin einig, dass er den Höhepunkt seiner Karriere, dem Album ‚You’ve Come A Long Way, Baby’, vor etwa zehn Jahren mit diesem Alter Ego erreicht hat – ‚Rockafeller Skank’ und ‚Praise You’ müssen offensichtlich keinem vorgestellt werden. Der jetzt fünfundvierzigjährige beispielgebende DJ denkt wahrscheinlich, dass eine musikalische Bluterfrischung (er arbeitet derzeit mit Iggy Pop an seinem fünften Studioalbum) einem Imagewechsel nicht schaden würde. Er hat deshalb angekündigt, dass er sich von seinem einfachen und witzigen Namen ‚Fatboy Slim’, der ihm gute Dienste geleistet hat, trennt.

„Ja, ich löse den Namen ‚Fatboy Slim’ ab, darf aber den neuen noch nicht verraten. Ich beziehe mich auf die Fünfte Ergänzung in dieser Angelegenheit, und schweige, sonst gerate ich in Schwierigkeiten“ – brachte Cook diejenige Passage der amerikanischen Verfassung vor, laut derer niemand gegen sich selbst zeugen darf. Dank dem umfassenden Verbindungsnetz der Journalisten des ‚New Musical Express’ und dem geheimnisvollen Wirbel im Hintergrund haben sie erfahren, dass wir die Platten der Musiker in der Zukunft unter den Namen ‚The Brighton Port Authority’ (was soviel heißt, wie „die Hafenbehörde von Brighton“) suchen können. Als er mit seinem zukünftigen, recht idiotischen Namen konfrontiert wurde, hat er lediglich soviel hinzugefügt, es könne auch vorkommen, dass er unter den Namen ‚Madonna’ weitermacht.

Tatsache ist, dass niemand erschrecken soll, wenn unter den Starnamen des Balaton Sounds der von ‚Fatboy Slim’ fehlen wird, er spielt nämlich im Himmel der Musiker Alter Egos, irgendwo in der Nähe der Bühne der ‚Gorillaz’-Zeichentrickfiguren. Übrigens, ihr solltet einen anständigen Künstlernamen für den Armen erfinden. Falls ihr Ideen habt, möchten wir euch um euere Vorschläge bitten – vielleicht nimmt er ihn an, bevor er am Plattensee ankommt.

Weitere Infos zum Balaton Sound Festival unter

www.sziget.hu/balatonsound