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Ernüchternde WHO-Ergebnisse zu Trump-Medikament Remdesivir

Mehrere in weltweiten Testreihen überprüfte, potenzielle Corona-Medikamente haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wenig oder keinen Nutzen gezeigt.

Das geht aus Daten der von der WHO koordinierten Solidaritätsstudie hervor, die bislang aber noch nicht in einem begutachteten Fachjournal erschienen sind. Unter den überprüften Mitteln ist auch Remdesivir, das US-Präsident Donald Trump nach seiner Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 erhielt. Das Arzneimittel ist auch in Europa zur Therapie von Covid-19 zugelassen.

Der Hersteller von Remdesivir, Gilead, betonte am Freitag erneut die Wirksamkeit seines Medikaments. Man sei besorgt darüber, dass die Daten der WHO-Studie nicht die übliche strenge Überprüfung erfahren hätten.

Zwischenergebnisse legten nahe, dass die getesteten Medikamente wenig oder gar keinen Effekt hatten, teilte die WHO am Freitag mit. Geprüft wurden unter anderem, welchen Einfluss sie auf die Sterblichkeit, den Zeitpunkt für den Einsatz von Beatmungsgeräten und die Länge des Krankenhausaufenthalts hatten.

Im Rahmen der von der WHO koordinierten Solidaritätsstudie mit Tausenden Patienten in fast 500 Kliniken in mehr als 30 Ländern waren Remdesivir, Chloroquin/Hydroxychloroquin, Lopinavir/Ritonavir und Interferon-Regime geprüft worden. Die Medikamente waren ursprünglich für andere Krankheiten entwickelt worden.

Die Ergebnisse seien noch nicht veröffentlicht, betonte auch die WHO, sondern müssten noch von Experten geprüft werden. Ein Manuskript wurde auf dem Server medRxiv der amerikanischen Yale-Universität hochgeladen.

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Dax vor positivem Wochenausklang – Index plus ein Prozent

Der Dax ist am Freitag auf Erholungskurs gegangen. Der Leitindex notierte zuletzt mit einem Aufschlag von 1,11 Prozent bei 12.845,17 Punkten.

Auch der sich abzeichnende positive Auftakt an der Wall Street und unerwartet starke US-Einzelhandelsumsätze stützten den Markt. Dass Großbritannien sich inzwischen auf einen harten Bruch mit der EU einstellt, tat der Aufwärtsbewegung keinen Abbruch.

Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel stieg um 1,13 Prozent auf 27 772,49 Zähler. Auch an Europas Börsen ging es wieder voran, der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte zuletzt mit 1,28 Prozent im Plus bei 3233,47 Zählern.

Durch die Kursgewinne steuerte der Dax auf ein versöhnliches Ende einer schwierigen Woche zu, die Bilanz für die fünf Handelstage waraber noch negativ. Von Virus- und Konjunktur-Sorgen geplagte Anleger hatten das Börsenbarometer am Vortag deutlich einknicken lassen und unter die Marke von 13.000 Punkten geschickt.

Bei Thyssenkrupp hauchte eine Übernahmeofferte von Liberty Steel für die kriselnde Stahlsparte den Aktien des Essener Traditionskonzerns neues Leben ein. Die Papiere waren in der Spitze um nahezu ein Viertel angesprungen, zuletzt notierten sie noch um zwölf Prozent höher. Das nicht näher bezifferte Angebot des britischen Unternehmens ist nicht bindend, Thyssenkrupp will es nun prüfen.

Von der Übernahmefantasie profitierte auch Branchenwettbewerber Salzgitter mit einem Aufschlag von rund sechs Prozent; für die Papiere des Stahlhändlers Klöckner & Co ging es um knapp fünf Prozent nach oben.

Im Dax verteidigten Daimler-Papiere seit dem Morgen ihren Spitzenplatz, die Anteile am Autobauer notierten zuletzt um nahezu fünf Prozent höher. Die Stuttgarter hatten die Anleger mit guten Nachrichten über einen unerwartet guten Verlauf des dritten Geschäftsquartals erfreut. JPMorgan-Analyst Jose Asumendi sprach von einer «hervorragenden» Entwicklung.

Auch die übrigen Autowerte erholten sich mit moderaten Gewinnen etwas von ihrem Vortages-Kursrutsch. Volkswagen-Vorzüge notierten nach Zuwächsen beim Absatz im September rund zwei Prozent höher. Continental-Papiere verteuerten sich nach einer Kaufempfehlung durch die britische Investmentbank HSBC um mehr als drei Prozent.

Hellofresh-Papiere schnellten auf ein Rekordhoch, der Kochboxenversender hatte zuvor seine Prognose angehoben. Das Unternehmen gilt als Corona-Krisengewinner und ist deshalb an der Börse gefragt. Seit dem Corona-Tief im März hat sich der Kurs der Papiere mehr als verdreifacht. Ebenfalls nach angehobenen Jahreszielen stachen zudem im SDax die Aktien von Tierbedarfshändler Zooplus mit einem Aufschlag von mehr als sieben Prozent hervor.

Der Euro legte zu und wurde zuletzt zu 1,1739 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1698 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt lag die Umlaufrendite stabil bei minus 0,62 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,01 Prozent auf 146,46 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,11 Prozent auf 176,02 Punkte vor.

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Öffentliche Arbeitgeber bieten 3,5 Prozent mehr an

Die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen haben in den Tarifverhandlungen für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen angeboten.

Das teilten Bundesinnenministerium und kommunale Arbeitgeberverbände mit. Die Gewerkschaften fordern ein Lohn- und Gehaltsplus von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat für Erzieherinnen und Erzieher, Busfahrer, Müllwerker, Rathausmitarbeiter und zahlreiche andere Angestellte.

Das Angebot der Arbeitgeberseite sieht den Angaben zufolge eine Laufzeit von 36 Monaten vor. «Es wird eine Erhöhung der Entgelte in drei Schritten angeboten, und zwar zum 1. März 2021 um 1,0 Prozent, zum 1. März 2022 um weitere 1,0 Prozent und zum 1. März 2023 um weitere 1,5 Prozent. Der erste Erhöhungsschritt wird mit einem Mindestbetrag von 30 Euro verbunden», heißt es in einer Mitteilung.

Die dritte Verhandlungsrunde zwischen den Arbeitgebern von Bund und Kommunen sowie den Arbeitnehmervertretern von Verdi, dbb Beamtenbund und Tarifunion ist am Donnerstag und Freitag kommender Woche (22. und 23. Oktober) angesetzt.

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