Deutsche Minderheit lädt „Neudeutsche“ ein

Dem erst zwei Jahre jungen Verein der deutschen Minderheit in Harkány kann man nur gratulieren. Sein Oktoberfest in diesem Jahr war sehr schön vorbereitet und gelungen durchgeführt. Alle Anwesenden waren davon sehr angetan. Meiner Meinung nach war das ein rundum gelungenes Fest.

Für das nächste Jahr hoffe ich, dass der Pécser Bischof Mihály Mayer oder der hiesige Pfarrer László Ronta einen Weg finden wird, die Messe in deutscher Sprache zu lesen, und das mit einer guten Predigt. Das würde dem Fest einen würdigen Rahmen geben.

Dieses deutsche Oktoberfest ist für das deutschsprachige Publikum in der Kurstadt Harkány eine Bereicherung. Ich habe mich an jenem Samstag (11.10.2008) sehr gefreut. Und am Sonntag danach haben wir uns bei unserem deutschsprachigen Stammtisch, der in Harkány schon über zehn Jahre besteht, darüber unterhalten. Das Echo ist stark und viele würden gern in diesem Verein mitarbeiten. Wenn die ungarischen Gesetze es zulassen, dass auch wir „Neudeutschen“ in diesem Verein ihren Platz finden, wäre das für beide Seiten eine gute Sache.

Eigentlich sind wir doch alle die Kinder eines Volkes. Das hat man bei dem Tanz nach dem Programm sehen können, und genau das ist der Punkt, auf den es sich lohnt zuzuarbeiten. Ich habe die Hoffnung, das andere Stammtische ähnliche Ansichten vertreten.

Ich bitte alle, die der jungen Mannschaft im Verein der deutschen Minderheit in Harkány helfen können, dies auch zu tun.

Franz Rapp

Hundemord auf der Straße nach Sarmellek

Es war ein wunderschöner Tag. Wir fuhren auf der Straße in Richtung Sarmellek. Plötzlich wurden aus dem vor uns fahrenden Auto (Lada) 5 kleine Hunde auf die Straße geworfen. 2 davon waren sofort tot, 2 liefen in den nahe gelegenen Wald und einer lag auf der Straße weil er sich offensichtlich das Beinchen verletzt hatte. Wir nahmen uns des Kleinen an, was soll man in so einer Situation sonst tun?

Das Auto, aus dem die Hundewelpen geworfen wurden, war inzwischen weg. Der Kleine schaute uns so hilfesuchend an und sein kleiner ausgehungerter Körper zitterte vor Aufregung. Also nahmen wir ihn mit nach Hause. Wir haben schon eine Labradorhündin, aber was solls…

Der kleine Kerl bekam erstmal etwas Futter, dass er förmlich verschlang, dann säuberte ich ihn und nachdem er ein paar Streicheleinheiten bekommen hatte, schlief er zufrieden ein. Was sind das nur für Menschen die wehrlosen Tieren so etwas antun? Da werden die Hündinnen als Gebärmaschinen mißbraucht und was aus dem Wurf nicht verkauft wird, wird auf die Straße geschmissen.

Inzwischen habe ich den kleinen Janos, so heißt er jetzt, dem Tierarzt vorgestellt, er ist ein ungarischer Viszla, gesund, mittlerweile gut genährt, entwurmt und geimpft. Obwohl sich beide Hunde super vertragen, würden wir den kleinen Kerl gerne in gute Hände abgeben. Sollte ein seriöser Hundeliebhaber Interesse an Janos haben, so kann dieser bitte über meine E-Mail-Adresse – die der Redaktion vorliegt – Kontakt aufnehmen.

Christine Reich, Zalacsany