Mafia-Museum mitten in Budapest

Nur 300 Meter vom ungarischen Parlamentsgebäude entfernt hat sich seit Montag die „Mafia“ eingenistet. Die nach süditalienischem Muster gestaltete Dauerausstellung im Mafia-Museum will vor allem die Jugend ansprechen. Wachsfiguren stellen unter anderem Kriminelle dar, die Drogen konsumieren, im Kasino spielen oder um sich schießen.
„Das Mafia-Museum wollen wir keineswegs dem Gedenken an die Mafia widmen“, sagte der Pressechef des ungarischen Polizeipräsidiums, László Garamvölgyi bei der Eröffnung. Die Ausstellung solle dagegen insbesondere junge Menschen auf die Gefahren des Drogenmissbrauchs aufmerksam machen. Die Vorsitzende der ungarischen Polizeigewerkschaft, Ildikó Kincses, fügte hinzu, dass Drogenkonsum die organisierte Kriminalität unterstützt.

Das Museum im Untergeschoss eines Wohnhauses im Zentrum der Hauptstadt gibt eine eigene Interpretation von der Existenz in der Unterwelt. Unter anderem wird eine Szene gezeigt, in der Polizisten gegen einen Kriminellen vorgehen, der gerade mit einem Säckchen weißen Pulvers aus einem Auto steigt.

Kunsterlebnis bei „Budapest Art Fair“

Kunst in ungewöhnlicher Breite bietet in diesem Monat die jährliche Ausstellung und Messe „Budapest Art Fair“. Vom 20. bis 23. November kann sich das Publikum in der Kunsthalle mit Werken von der Klassik bis ins Heute befassen. Neben dem immer enger werdenden Markt für Klassiker erhält die zeitgenössische Kunst in den letzten Jahren immer mehr Raum, teilte der Veranstalter mit. Zur Sicherung eines hohen Niveaus müssen sich die Kunstwerke jedoch dem Urteil einer Kommission stellen, bevor sie in Budapest gezeigt werden können. Die unabhängigen Experten bilden ihre Meinung nach Kriterien auf der Grundlage internationaler Standards.

Rund 50 namhafte Galerien, darunter die seit Jahren vertretende, in Tel Aviv und London tätige Gilden’s Arts und die Pariser Galerie le Minutaure, wollen die wertvollsten Stücke ihrer Kollektionen zeigen. Neben den Werken ungarischer Klassiker wie Mihály Munkácsy, Antal Bíró, Béla Kádár und Alfred Reth werden die Besucher auch spezielle, mitunter provokative Werke anerkannter in- und ausländischer Künstler betrachten können. Dabei wurde auch an Kinder gedacht, die die aus Zeichen-Trickfilmen bekannten Scooby Doo, Spongya Bob und Bambi treffen.

Zum umfangreichen Programm gehören auch Führungen von Gruppen, die Vorstellungen von neuen Büchern über Kunstsgeschichte und das Artmagazin Forum über die Kunst und den Kunstmarkt. Unter dem Titel „Video am Horizont – Video- und Digitalkunst auf dem ungarischen Kunstmarkt“ widmet der Budapest Art Fair in diesem Jahr der digitalen und Medienkunst besondere Aufmerksamkeit.

Kleinflugzeug in Budapest abgestürzt

Beim Absturz eines Motorseglers auf dem Flugplatz am Budapester Hármashatár-hegy ist am Dienstag der Pilot und einzige Insasse der Maschine ums Leben gekommen. Die Maschine war in Dunakeszi wenige Kilometer nördlich der Hauptstadt gestartet und dann zum Hármashatár-hegy geflogen, berichtet die Behörde für Verkehrssicherheit. Dort schlug sie nach einem Kunstflugmanöver auf den Boden auf. Die Oldtimer-Maschine vom Typ RF-5 sei angesichts ihres Alters nicht mehr für derartige Übungen geeignet gewesen, hieß es. Außerdem habe der 52jährige Pilot nicht über die Berechtigung für Kunstflüge verfügt. Die Behörde kündigte eine unabhängige Experten-Untersuchung an.

Autobahnbrücke bei Budapest frei für den Verkehr

Mit der vorläufigen Freigabe der Megyeri Brücke über die Donau im Norden von Budapest ist der Ausbau des Autobahnrings um die Hauptstadt einen wichtigen Schritt vorangekommen. Von diesem Montag an kann die Brücke für den Verkehr genutzt werden, geht aus einer Mittelung der Nationalen Verkehrsbehörde hervor. Zwei kurze Autobahnstücken zu beiden Seiten der Brücke wurden ebenfalls freigegeben. Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány übergibt am Dienstagvormittag offiziell die neue Verkehrsanlage, teilte das Büro des Regierungssprechers mit.

Größere Wohnungen am Markt in Budapest

Mehr als 9000 Neubauwohnungen stehen derzeit in Budapest zur Auswahl. Damit zeigt das aktuelle Angebot keine nennenswerte Veränderung, berichtet das Internetportal für das Baufach und Immobilien-Entwicklung www.epulettar.hu. Im ersten Halbjahr 2008 begann der Absatz von 34 neuen Investment-Vorhaben, in denen sich 2672 Wohnungen befinden. Die Zahl der Entwickler ging zurück, die der Käufer ist eher stabil, heißt es weiter. Die durchschnittliche Fläche liegt zwischen 70 und 80 Quadratmeter. Die jüngste Veränderung der Bauvorschriften in Ungarn zielte auf eine Verbesserung der Qualität: Künftig gibt es keine Baugenehmigung ohne hinreichende Größe der Wohnung.