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Geisterfahrer in Budapest – Drei Tote nach Unfall

Ein Geisterfahrer hat in der Nacht zum Donnerstag (18.11.)in Budapest einen tragischen Verkehrsunfall verursacht, meldet die Polizei. Zwei 19-jährige Mädchen und ein 17-jähriger junger Mann waren auf der Stelle tot, als der Pkw gegen die vorgeschriebene Verkehrsrichtung auf die Lágymányosi-Brücke fuhr und dabei mit einem Lkw zusammenprallte. Der 18-jährige Fahrer und zwei weitere Insassen, ein 31-jähriger und ein 20-jähriger Mann wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt.

Bande von Schmugglern in Ungarn ausgehoben

Zoll und Polizei Ungarns haben nach einjährigen Ermittlungen eine ukrainisch-ungarische Verbrecherbande ausgehoben und elf Verdächtige verhaftet. Das teilte Zollsprecher Jenő Sipos am Donnerstag (18.11.) mit. In den frühen Morgenstunden schlugen die Beamten zu und lösten die auf Zigarettenschmuggel und -verkauf spezialisierte Organisation auf. Fünf der vermutlichen Tatbeteiligten sitzen schon seit längerer Zeit in Untersuchungshaft. Sie sollen im September vorigen Jahres 318 000 Zigaretten im Handelswert von 173 Millionen Forint (mehr als 620 000 Euro) über die grüne Grenze geschmuggelt haben.

In der Organisation wirkten mehrere Gruppen zusammen, die von der Beschaffung über den Transport bis zum Verkauf das „Geschäft“ zu beiden Seiten der Grenze betrieben. Nach Zollangaben betrug der Wert der 2009/2010 aufgeklärten Schmuggeltätigkeit rund 400 Millionen Forint. An 15 Orten gab es Hausdurchsuchungen. Den Beteiligten wird Steuerhinterziehung vorgeworfen, die mit bis zu acht Jahren Gefängnis bestraft werden kann. Bei organisiertem Verbrechen kann die Strafe sogar doppelt so hoch sein.

Generationswechsel mit Problemen für Mittelstand in Ungarn

Ähnlich wie in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern befürchten die kleinen und mittleren, oft in Familieneigentum befindlichen Betriebe in Ungarn vom anstehenden Generationswechsel schwere Probleme. Derzeit sei ein Großteil der ersten Unternehmergeneration an der Grenze zum Rentenalter angekommen, berichtet der private Radiosender inforadio am Mittwoch (17.11.). Westliche Beispiele zeigten, dass von drei Familienbetrieben beim Generationswechsel zwei einen ernsthaften Wertverlust erleiden, ja sogar in die Insolvenz gehen können.

In Ungarn werde die Lage dadurch noch komplizierter, dass es keine Tradition des Generationswechsels gebe. Dennoch zeige eine Analyse der Vereinigung Verantwortlicher Familienunternehmen, dass die Mehrheit der ungarischen Familienunternehmen bei der Übergabe gut vorankomme. Die Regierung habe dies durch Gebührenfreiheit erleichtert. Die Nachfolge werde mitunter nur dadurch erschwert, dass der Gründer eines Unternehmens die Leitung nur schwer aus der Hand gibt. In Ungarn befinden sich etwa 75 Prozent der Unternehmen in Familieneigentum.

Budapester Margarethen-Brücke wieder freigegeben

Nach einem Jahr und drei Monaten umfassender Rekonstruktion ist die Margarethenbrücke im Herzen von Budapest vorläufig wieder für den Verkehr freigegeben wurden. Die ersten Stunden nach dem Verkehrsstart am Montagabend (15.11.) brachten ein so nicht erwartetes Chaos, weil die Budapester offenbar mit der schon ungewohnten Donauquerung noch nicht fertig wurden. Als weitere Gründe waren die zahlreichen Schaulustigen zu beiden Seiten des Bauwerkes und ein ungewöhnlich starker Verkehr für den Stau erkennbar. Viele wollten möglichst schnell die erneuerte Brücke ausprobieren. Allerdings ist sie noch nicht ganz fertig, so dass die endgültige Übergabe erst im zweiten Quartal kommenden Jahres geplant ist. Bis dahin sind noch viele Arbeiten bei laufendem Verkehr zu erledigen, die hin und wieder auch Sperrungen einer Fahrspur mit sich bringen können.