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Baddirektor von Hévíz entlassen

Das Hévíz-Heilbad und das St. Andreas Rheumakrankenhaus im Kurort Hévíz stehen seit Dienstag (12.10.) unter neuer Leitung, berichtet die Zeitung „Népszava“ auf ihrer Web-Site. Wie sich schon seit längerer Zeit andeutete, wurde der bisherige Hauptdirektor Lajos Hegedűs entlassen und an seiner Stelle der bisherige Direktor des Krankenhauses von Keszthely, Attila Kvarda, eingesetzt.

Hegedűs war nach eigener Darstellung im März 2007 auf dem Wege einer Ausschreibung mit einem Mandat bis zum 28. Februar 2012 eingesetzt worden. Jedoch hätten die Mitglieder des Aufsichtsrates – die Ungarische Vermögensverwaltungs AG und die Selbstverwaltung von Hévís – die Möglichkeit, den Direktor ohne Begründung und mit sofortiger Wirkung zu entlassen und einen Nachfolger zu ernennen.

In den zurückliegenden drei Jahren habe das Heilbad erfolgreich gearbeitet, sagte Hegedűs. Während zu Beginn seiner Tätigkeit ein Bankguthaben von 50 Millionen forint bestand, seien es heute 500 Millionen.

Aus einer Erklärung des Bürgermeisters von Hévíz, Gábor Papp, geht hervor, dass die Veränderung an der Spitze des Bades erst nach den Kommunalwahlen vom 3. Oktober möglich wurde. Zuvor hatte keine Einigung im Aufsichtsrat erzielt werden können.

Droht Ungarn Banken-Exodus?

Die in Ungarn beschlossene hohe Sondersteuer für Banken könnte unerwünschte Nebenwirkungen haben. Wie die Tageszeitung „Népszava“ am Dienstag berichtet, ziehen drei größere Banken einen Rückzug aus Ungarn in Erwägung. Ohne Nennung genauer Quellen und Namen der Institute schreibt das Blatt, dass diese Banken nach ihrer Bilanzsumme knapp hinter der in ungarischen Händen befindlichen OTP-Bank liegen.

Die Institute seien der Auffassung, dass die außerordentliche Banksteuer eine zu große Belastung für sie sei, da sie auch ohne die Steuer Verluste erwirtschafteten. Das wiederum bedeute, dass sie ihr eigenes Kapital in Anspruch nehmen müssen, um die ihnen auferlegte Steuerlast zu stemmen. Zudem erwarteten sie keine schnelle Besserung, denn die Regierung plane auch im nächsten Jahr diese Steuer zu erheben.

Über die fernere Zukunft wüssten die Banken nur so viel, dass die Summe der Sondersteuer erst von 2012 an sinken würde. Das sei jedoch zu wenig, um die enttäuschten Banken zum Bleiben zu bewegen.

Barroso: EU schickt weiteren Experten nach Ungarn

Zur Unterstützung des Kampfes gegen die Schlammkatastrophe will die EU einen weiteren Experten ins Katastrophengebiet bei Ajka (Komitat Veszprém) entsenden. Das teilte der Präsident der EU-Kommission Manual Barrosos am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Pécs/Fünfkirchen (Baranya) mit. Dieser Experte wisse alles über die schädlichen Auswirkungen des Schlamms und treffe innerhalb kürzester Zeit in Ungarn ein, versicherte Barroso nach Gesprächen mit dem ungarischen Regierungschef Viktor Orbán.

Selbstverbrennung in Ungarn

In einem nordostungarischen Dorf hat sich am Montag ein Mann selbst mit Verdünner übergossen und angezündet. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, berichten am Dienstag Medien des Landes. Etwa 90 Prozent der Haut sind verbrannt, hieß es. Über Motive wurde bislang nichts bekannt.