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Jobbik-Chef wettert gegen EU

Der Beitritt Ungarns zur EU ist nach Ansicht des Chefs der rechtsextremen Jobbik-Partei, Gábor Vona, ein Fiasko. „Für den Westen sind wir nur billige Arbeitskraft, Mülldeponie und Markt“, sagte Vona am Samstag (11.9.) bei einer Veranstaltung zum Tag der arabisch-ungarischen Freundschaft im Komitat Veszprém. Dieser Weg sei für Ungarn „nicht funktionsfähig“, fügte der Vorsitzende der Parlamentsfraktion von Jobbik hinzu. Die Zugehörigkeit zur westlichen Welt sei gescheitert, in den vergangenen 20 Jahren habe Ungarn nichts vom Westen bekommen.

Mit nüchternem Bauernverstand ist nach Vonas Auffassung zu begreifen, dass sich Ungarn nach dem Orient öffnen und nützliche Wirtschaftsbeziehungen mit den arabischen Ländern schaffen soll. Er würde viel lieber beispielsweise arabische Banken ins Land lassen als westliche, israelische oder amerikanische. All das würde jedoch nicht bedeuten, dass Ungarn mit der EU in Streit geraten solle, denn er selbst gehöre auch zur Europa-Partei. Es bestehe die Notwendigkeit zur Integration, wobei Vona jedoch den Lissaboner Vertrag ablehnte, der Ungarn aufgezwungen worden sei.