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Balaton-Radweg: Erhöhte Unfallgefahr

Langsam beginnt die Fahrradsaison, aber die Radwege – falls vorhanden – gleichen an manchen Stellen den übrigen ungarischen Straßen.

Auch der Balatonrundweg macht da keine Ausnahme. Viele Abschnitte befinden sich in einem jämmerlichen Zustand, der Verfall ist von Jahr zu Jahr nicht zu übersehen. Insgesamt 220 Kilometer lang ist der Rundweg, die einzelnen Teilstrecken unterliegen der Obhut der jeweiligen Gemeinden bzw. Städte, die natürlich auch für Instandsetzungen oder sogar Ausbau zuständig sein sollen. Und ausgebaut sind beileibe nicht alle Fahrradwege, an nicht wenigen Stellen führt der „Balatoni Körút“ über öffentliche Straßen. Und wenn man Pech hat, verleiten fehlende Richtungsschilder zu Umwegen oder eine Straße führt schlichtweg ins Nichts. Laut ist nun der Ruf nach öffentlichen Mitteln, die natürlich fehlen.

Ein besonders krasses Negativbeispiel bietet sich dem Verfasser in Balatonboglár. An einer öffentlichen Straße, mit abgesunkenen Kanaldeckeln und fünf Zentimeter tiefen Schlaglöchern übersät, weist ein Verkehrsschild auf das Verbot des Fahrradfahrens hin. Wohl logisch, wenn wie dort neben der Straße ein ausgebauter Radweg besteht. Bedauerlicherweise befindet sich dieser aber in einem noch übleren Zustand als die Straße und ist nur unter erheblicher Unfallgefahr benutzbar. Man darf bereits jetzt auf die erste Schadenersatzklage gegen die Stadt gespannt sein.

Anzumerken wäre noch, daß der Fahrradtourismus am Balaton Jahr für Jahr einen Zuwachs verzeichnet. Vielleicht sollte man dem irgendwann Rechnung tragen, und zwar nicht nur mit einer erhöhten Anzahl von Fahrradverleihfirmen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

-gd-

Radfahr-Zentrum in Köszeg

Basis für den Radtourismus in Westtransdanubien geschaffen

In der letzten Zeit wurden bedeutende Radwegsinvestitionen im Komitat Vas realisiert. Neben dem weiteren Ausbau von Radwegen ist die Schaffung von Verbindungen zwischen den schon vorhandenen Radwegen sowie die Errichtung von Dienstleistungsanlagen eine wichtige Aufgabe.

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Halbe Million arme Kinder in Ungarn

Die Kinderarmut in Ungarn wächst nach einem Bericht des privaten Fernsehsenders atv immer weiter. Mindestens ein Fünftel der ungarischen Familien, darunter eine halbe Million Kinder, leben auf einem Niveau, von dem sie sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien können, sondern immer tiefer sinken. „Wenn in naher Zukunft keine ernsthafteren Maßnahmen im Interesse der Besitzlosen kommen, dann wird sich die Ausbreitung und Vertiefung der Armut und des Ausgestoßenseins noch stärker fortsetzen“, sagte die Leiterin des Ungarischen Netzes gegen die Armut, Izabella Márton.

Dies wäre nicht notwendigerweise so, fügte sie hinzu. Doch leider fehle ein Krisenplan der Regierung. Bis heute sei es nicht Leitprinzip, die Verarmung aufzuhalten. Márton warf der Regierung vor, in ihrem Engagement für die Armen nachgelassen zu haben. Seit 2005 sei innerhalb der Gesamtbevölkerung der Anteil der Armen zwar geringer geworden, doch innerhalb der Familien mit Kindern sei der Anteil der Armen gewachsen. 2007 habe bereits jede fünfte Familie an der Armutsschwelle gelebt, davon ein Drittel Roma. In der aussichtslosesten Lage befinden sich Familien von Alleinerziehenden oder solche mit mehreren Kindern.

Sommerpraktikum in Keszthely

Österreichische Gäste lernen Ungarisch

Mittelschüler aus Österreich machten sich unlängst mit dem Fremdenverkehr in der Stadt am Balatonufer vertraut. Die Ungarisch lernenden Schüler verbrachten insgesamt zwei Wochen in dem Ort.

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