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Schifffahrts-Saison in Budapest begonnen

Leinen los! – hieß es am Samstag wieder in Budapest. Der Verkehrsbetrieb der Hauptstadt eröffnete die Schiffahrts-Saison auf der Donau zwischen dem Boráros-Platz an der Petőfi-Brücke und dem Pünkösd-Bad ganz im Norden von Budapest. Bis zum 1. Mai verkehren die Passagierschiffe zunächst an Wochenenden, danach stehen sie täglich zur Verfügung. Touristen finden sehr großen Gefallen an einer Fahrt auf der Donau, die zu beiden Seiten immer wieder herrliche Ausblicke auf die Hauptstadt bietet.

Wirtschaftsforscher: Euro bis 2013 in Ungarn

Der Euro werde bestenfalls in zwei Jahren, genauer zwischen 2011 und 2013 in Ungarn Zahlungsmittel sein, sagte der Chef der Wirtschaftsforschungs AG GKI, András Vértes, am Donnerstag in Győr. Auf einem Forum zum Thema „Es gibt einen Ausweg aus der Krise“, sagte Vértes mit zufolge, der Euro werde 2011 nur dann Zahlungsmittel in Ungarn sein, wenn Brüssel dafür die nötige Flexibilität zeige. Eine einseitige Einführung des Euros ohne einen Beitritt zur Eurozone hält der GKI-Präsident jedoch für unmöglich. Als Ungarn der EU beitrat, habe es sich verpflichtet, auch Mitglied der Euro-Zone zu werden und zugesagt, dass es die Mitgliedschaft abstimmt.

Wichtig sei die Wahrung der finanziellen Stabilität des Landes und des Banksystems, sagte Vértes. Damit zusammen müsse das Krisenmanegement erfolgen und der Rückgang der Beschäftigung gemindert werden. Dafür wiederum sei ein schnelles und glaubwürdiges Euro-Beitrittsprogramm sowie ein schnellstmöglicher Eintritt in den als Euro-Vorzimmer bezeichneten Wechselkursmechanismus nötig.

Drogenhandel als Familienunternehmen

Eine Bande von Drogendealern ist der Polizei in Ungarn ins Netz gegangen. Der „Vertrieb“ des Rauschgiftes erfolgte im Rahmen eines „Familienunternehmens“, berichtet die Polizei am Donnerstag. Bei Ermittlungen wegen Drogenmissbrauchs gegen einen einen 44-jährigen Mann aus Székesfehérvár stellte sich heraus, dass dessen Frau, Schwägerin, Schwager und Schwiegermutter sich als Dealer betätigen. Schon am Dienstag schlug die Polizei in den frühen Morgenstunden zu, nahmen insgesamt elf Händler und Konsumenten fest. An zehn Stellen gleichzeitig kamen sie mit ihren speziell ausgebildeten Hunden zu Hausdurchsuchungen.

Das „Familienunternehmen“ hatte länger als ein Jahr erfolgreich funktioniert. Zuletzt übernahm die Familie 1000 Ecstasy-Tabletten von ihrem Lieferanten, die sie dann verkaufte. Am Donnerstag wurden drei Familienmitglieder vor dem Stadtgericht Székesfehérvár vernommen. Gegen zwei Familienmitglieder und den Lieferer stellte der Richter Haftbefehle aus.

Ungarns Außenhandel bricht weiter ein

Der steile Abwärtstrend des ungarischen Außenhandels hat sich vor dem Hintergrund der weltweiten Krise auch im Februar fortgesetzt. Nach einer ersten Schätzung des Zentralen Statistischen Amtes brachen im Februar in Euro gerechnet die Ausfuhr um 30, die Einfuhr um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Dabei zeigte die Außenhandelsbilanz ein Aktiv von 84 Milliarden Forint (279 Millionen Euro), was einer Verbesserung der Bilanz um 39 Millliarden Forint (118 Millionen Euro) entspricht. Ungarn wickelte im Februar 79 Prozent seiner Einfuhr und 69 Prozent der Ausfuhr mit den EU-Staaten ab.

Im Zeitraum Januar-Februar dieses Jahres machte vorläufigen Angaben zufolge der Wert der Exporte 2500 Milliarden Forint (8672 Euro), der der Importe 2463 Milliarden Forint aus (8587 Millionen Euro) aus. Der Euro-Wert der Ausfuhren sank um 30, der der Einfuhren um 31 Prozent. Die Außenhandelsbilanz Ungarns zeigte ein Aktiv von 37 Milliarden Forint (85 Millionen Euro), was zugleich eine Verbesserung um 15 Milliarden Forint (17 Millionen Euro) gegenüber dem Aktiv von 22 Milliarden Forint (68 Millionen Euro) von Januar-Februar des Vorjahres bedeutet.