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Neuer Aussichtsturm für Balatonfüred

Der vor einem Jahr abgebrannte Jókai-Aussichtsturm kann nun doch neu errichtet werden.

Trotz bereits seit April umlaufender Absichtserklärungen ließ die Verwirklichung der Baumaßnahmen auf sich warten. Der Umstand, daß der Turm auf Privatgrund steht, komplizierte und verlangsamte bisher die Pläne. Eine Wende erfuhr das Ganze nun in der Stadtratssitzung vom 16. Oktober. Das Gremium stimmte einer Investition von fünf Millionen Forint zu. Ursprünglich war von etwa drei Millionen Forint Kosten ausgegangen worden, da sich aber bald herausstellte, daß die alte Holzkonstruktion unbenutzbar stark beschädigt war, verdoppelten sich die Aufwendungen fast. Die Stadt erkennt die Bedeutung des Turms für den Tourismus und stieg umgehend in eine Neuplanung ein, die bereits abgeschlossen ist. So wird der Neubau dem alten Turm gleichen, erhält aber zusätzlich ein Dach sowie Blitzableiter.

Die Fertigstellung ist zum Beginn der neuen Saison zugesagt, der Turm wird einen leiterähnlichen Aufgang erhalten, was allerdings den Aufstieg für Kinder und Alte erschwert. Eine großartige Aussicht ist dann garantiert, man ist davon überzeugt, daß der neue Turm dem Zahn der Zeit und schlechten Witterungsbedingungen trotzen wird.

Szigetvár entwickelt Medizin-Tourismus

Nach seiner umfassenden Modernisierung im vorigen Jahr soll das Krankenhaus von Szigetvár (Komitat Baranya) ein Zentrum für Medizin-Tourismus werden. Schlüsselthema dabei ist der effektivere Einsatz des Heilwassers, sagte Bürgermeister József Paizs der Zeitung „Dunántúli Napló“. In der Nähe des neuen Heilbades und der Burg sollen Apartmenthäuser gebaut werden, um Gäste für die medizinischen Behandlungen aufzunehmen.

Die Stadt verhandelt derzeit mit vier potentiellen Investoren, um einen Betreiber für das Krankenhaus zu finden. Bei einem günstigen Angebot könnte noch in diesem Jahr in Szigetvár eine Entscheidung fallen. Der erwartete Zuflluss finanzieller Mittel soll nicht nur den ökonomischen Betrieb des Krankenhauses, sondern auch neue Entwicklungen ermöglichen.

Das in Szigetvár geförderte Heilwasser gehört nach Angaben der Stadt zu den effektivsten in Ungarn. Es kommt mit einer Temperatur von 62 Grad aus 800 Metern Tiefe. Wichtige Bestandteile sind Natriumchlorid und Alkali-Hydrogenkarbonat. Sein hoher Fluorid-Gehalt hemmt das Fortschreiten von Osteoporose. Außerdem wird es bei rheumatischen Beschwerden und Krankheiten des Bewegungsapparates, zur Rehabilitation nach Operationen und Knochenbrüchen sowie bei Frauenleiden und Prostata-Beschwerden eingesetzt werden.

Campingsaison begann zu Ostern

Große Investitionen auf Balatoner Campingplätzen

Obwohl in diesem Jahr das Frühjahr spät Einzug hielt, begann die Campingsaison am Balaton zu Ostern. Wegen der Angler ist der Strand und Holiday Campingplatz in Akali schon seit dem 1. April geöffnet.

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Fremdsprachliches Manko in Ungarn

Bekanntlicherweise tun sich Ausländer mit dem Erlernen der ungarischen Sprache schwer, aber auch die Ungarn selbst haben große Probleme, ihre Nachbarn zu verstehen.

Gerade mal 27 Prozent der hiesigen Gesamtbevölkerung können sich – mit Einschränkungen – auf Englisch, Deutsch, eventuell noch Französisch oder Italienisch, unterhalten. Damit sind die Ungarn bereits von Tschechen, Slowaken, Kroaten, Polen und Österreichern, in ihren Fremdsprachenkenntnissen überholt worden. Obendrein lernt man ganz einfach nicht gern hier, nach einer Erhebung drücken sich Ungarn neben Portugiesen und Bulgaren am häufigsten vor dem Sprachunterricht. Nach Meinung von Zsuzsanna Németh, Englischlehrerin an einem Gymnasium, stellt die Fremdsprache nicht nur ein Lernobjekt dar, sondern ist ein notwendiger Teil des Lebens geworden. So ist es bei der Besetzung von höherwertigen Arbeitsstellen kaum vorstellbar, daß Bewerber ohne Fremdsprachenkenntnisse berücksichtigt werden. In 61 Prozent ungarischer Stellenanzeigen werden Kenntnisse in wenigstens einer Fremdsprache vorausgesetzt.

Die Verantwortung für frühe Spracherziehung liegt auch beim Elternhaus. So können teilweise Kindergärten gewählt werden, in denen besonderer Wert auf spielerisches Erlernen von Sprachen gelegt wird. Überhaupt ist eine lebensnahe Lernmethode entscheidend für den späteren Erfolg. Unkonventionelle Formen verbessern die Stimmung beim Unterricht besser als althergebrachte strenge Bemühungen.

Offensichtlich ist das diesbezüglich größte Problem in Ungarn nach wie vor der Umstand, daß Fremdsprachen noch nicht Teil des täglichen Lebens geworden sind. Prüfungen werden zwar abgelegt, aber nur dann, wenn es z.B. gilt, einen fremdsprachlichen Lebenslauf für eine Stellenbewerbung abzugeben.

Interessant auch das starke Altersgefälle: Während von den über 54Jährigen nur 14 Prozent auch einer anderen Sprache mächtig sind, sind es bei der Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren beachtliche 69 Prozent.

(Quelle: Monitor Magazin)