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Ungarn erlebt Rekordkälte

95 Jahre lang hat der Kälterekord in Ungarn gehalten, bis er an diesem Mittwoch fiel. Im Juli 1913 waren im nordwestungarischen Sopron 14,6 Grad gemessen worden. Jetzt sank die Höchsttemperatur des Tages sieben Zehntel tiefer auf 13,9 Grad. In Budapest hingegen hielt der Rekord von 16,3 Grad aus dem Jahre 1957, wurde aber nur um 0,2 Grad verfehlt. Als Durchschnitt für das Land ermittelten die Meteorologen am selben Tag 20,7, für die Hauptstadt 21,8 Grad.

Ganz anders gestaltete sich das Wetter im vorigen Jahr: Am 20. Juli 2007 gab es in Kiskunhalas (Komitat Bács-Kiskun) mit 41,9 Grad den absoluten Spitzenwert in der Geschichte meteorologischer Aufzeichnungen in Ungarn. Die Hauptstädter stöhnten damals bei einem Rekordwert von 40,3 Grad.

Uferstraße in Budapest wird komplett gesperrt

Die Staugefahr in Ungarns Hauptstadt hört vorerst nicht auf. Wegen des Baus eines neuen Abwasser-Hauptkanals wird die untere Uferstraße auf der Budaer Seite der Donau vom 21. August an für mehr als zwei Monate komplett gesperrt. Das kündigte Oberbürgermeister Gábor Demszky am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Budapest an. Schon bisher konnten Teile dieser verkehrsreichen Straße wegen des wichtigen Bauvorhabens nicht befahren werden. Mit Sperrungen ist wegen des Baus von Zuführungsleitungen auch in den Seitenstraßen zu rechnen.

Über den Hauptkanal werden die Abwasser künftig zur zentralen Budapester Abwasserbehandlung im Norden der Csepel-Insel befördert, deren Bau zu etwa 75 Prozent abgeschlossen ist. Vom Sommer 2010 an soll sie mit voller Leistung arbeiten. Die gesamte Investition kostete 490 Millionen Euro. Einen bedeutenden Teil davon zahlt die EU, 20 Prozent kommen aus dem Staatshaushalt und nur 15 Prozent muss die Hauptstadt beisteuern.

Im Zusammenhang mit der Verlegung des Kanalrohres wird die Uferstraße verbreitert und befestigt. Außerdem entsteht am Zsigmond tér in der Nähe der Margarethen-Brücke ein neuer Verkehrsknotenpunkt.

Autobahn: Kontrolle aller Autos von Ungarn nach Kroatien

Eine umfassende Polizei-Kontrolle am Kilometer 215 der Autobahn M7 Budapest-Kroatien kündigt die Unabhängige Nachrichtenagentur für diesen Donnerstag an. Jedes einzelne Fahrzeug wird auf dem Weg ins Nachbarland Kroatien an der Raststätte Sormás kurz hinter Nagykanizsa von der Autobahn auf den Parkplatz geleitet und kontrolliert. Die Kontrolle, die gemeinsam mit der Staatlichen Autobahnmeisterei erfolgt, soll den ganzen Tag dauern. Sie wurde nicht offiziell angekündigt, aber auch nicht dementiert. Unter anderem wird auch festgestellt, ob die Autobahngebühr entrichtet wurde. Sollte es jedoch ähnlich wie am Mittwoch zu Starkregen kommen, fällt die Kontrolle aus.

Sturm und Hochwasser am Balaton

Schäden auf den Straßen von Lelle und Fenyves – das Wasser stand in den Gärten

Dutzende Wohnimmobilien und Ferienhäuser standen Anfang März am Westteil des Somogyer Balatonufers unter Wasser. Wegen des starken Nordwindes trat das Wasser über das Ufer und überschwemmte von Balatonlelle bis Balatonfenyves stellenweise hundert Meter vom Ufer entfernt die Gärten. Über die Schäden gibt es noch keine genauen Angaben.

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