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Schweres Busunglück in Ungarn – drei Tote, 22 Verletzte

Békéscsaba – Bei einem Busunglück in Ungarn sind am Mittwoch drei Menschen ums Leben gekommen. 22 Menschen wurden verletzt, drei davon lebensgefährlich und sechs schwer. 13 Menschen erlitten leichte Verletzungen, meldet die Hauptdirektion des Landeskatastrophenschutzes. Drei Rettungshubschrauber brachten Verletzte in Krankenhäuser von Szolnok, Debrecen, Gyula, Békéscsaba und Berettyóújfalu. Berufs- und freiwillige Feuerwehren aus Ortschaften in der Umgebung des Unfallortes beteiligten sich an Rettungsmaßnahmen.

Medienberichten zufolge war ein fahrplanmäßiger Fernreisebus im Komitat Békés in einer Kurve umgestürzt. Eingeklemmte Fahrgäste wurden mit Hilfe von Biege- und Schneidwerkzeugen befreit werden. Der Busfahrer soll wegen leichter Verspätung zu schnell unterwegs gewesen sein.

200 Milliarden Forint für die Balatonregion

Siófok – Rund 200 Milliarden Forint (rund 800 Millionen Euro) sollen in den nächsten sieben Jahren in die Balatonregion fließen. Die Hälfte davon stammt von der EU und vom ungarischen Staat, die andere kommt aus der Privatwirtschaft, berichtet das Unabhängige Balaton Multimedia Zentrum unter Berufung auf die Internetplattform tozsdeforum.hu.

In Mitteleuropa gebe es wenige Beispiele für so groß angelegte Entwicklungsvorhaben, heißt es in dem Bericht. Der Balaton und die umliegende Region gehörten zu den schönsten und mildesten Gebieten Europas. Außerdem sei Erholung hier am billigsten.

Den Angaben zufolge interessieren sich bereits spanische Investoren für die Chancen, an den Entwicklungen teilzunehmen. So verhandelte eine Delegation der Bürgermeister von Siófok, Balatonlelle, Balatonfüred, Balatonalmádi und Badacsonytomaj unter Leitung von Tamás Suchman, Vorsitzender des Balaton-Entwicklungsrates, mit der Immobilien-Entwicklungsfirma Iberalta. Im Oktober gehen die Gespräche in die nächste Runde.

Suchman möchte unterdessen andere Selbstverwaltungen in die Gespräche einbeziehen. Deshalb setzt der Entwicklungsrat eine Serie von Konferenzen zur Mobilisierung von Privatkapital in Gang. Eine Road-Show soll Investoren für die Balatonregion werben. Nach Ansicht Suchmans ist etwa das Vierfache der Unions- und Staatsmittel notwendig, um das touristische Angebot am Balaton wettbewerbsfähig zu machen.

Scheitelpunkt des Hochwassers bald in Budapest

Budapest – Der Scheitelpunkt des Donau-Hochwassers wird in der Nacht zum Mittwoch die ungarische Hauptstadt passieren. Dabei wird mit einem Pegelstand von 6,95 Metern gerechnet, berichtet die Zeitung „Népszava“ auf ihrer Internetseite. Voraussichtlich wird deshalb bis Donnerstag auf der unteren Uferstraße kein Verkehr möglich sein. Auf einer Gesamtstrecke von 509 Kilometern bestand am Dienstag Hochwasserbereitschaft.

Die Hochwasserwelle hatte bis Dienstag das Donauknie im Norden Ungarns erreicht. Bis dahin wurden nach Angaben des Ministeriums für Umweltschutz und Wasserwesen bislang 5700 Hektar Land überschwemmt. Größere Gefahren sind vom gegenwärtig hohen Wasserstand der Donau in Ungarn nicht zu erwarten.

Schifffahrt auf dem Balaton meldet erfolgreiche Saison

Siófok – Die Schifffahrt auf dem Balaton hat in der zurückliegenden Saison gute Geschäfte gemacht. Bis Ende August wuchs der Umsatz der Fahrgastschiffe um fünf Prozent, der der Fähren sogar um doppelt so viel, zitiert die Internetseite keszthelystart.hu die Marketingchefin der Balaton Schifffahrts AG, Judit Borbély. Der Erfolg kam zustande, obwohl der Monat August im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang brachte.

Außerordentlich gut liefen die Vorsaison und der Monat Juli. Dagegen registrierte das Unternehmen für August einen Rückgang von fünf bis sechs Prozent beim Fahrgasgeschäft. Insgesamt fuhren aber auf Ausflugsschiffen acht, auf Fahrgast-Linienschiffen 4,5 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.