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Belebung am Balaton-Immobilienmarkt – viele Deutsche verkaufen

Siófok – Der Immobilienmarkt am Balaton kommt in Bewegung, berichtet das Internetportal Unabhängiges Balaton Multimedia Zentrum unter Berufung auf MTI. Der Kauftrend ist besonders deutlich bei ungarischen Kunden mit Interesse an billigen Häusern und Grundstücken. Dank des Flugverkehrs in Sármellék kommen auch immer mehr britische Käufer auf den Markt.

Die am Südufer tätige Immobilienfirma Balaton Regio GmbH stellte fest, dass sich der Kreis ungarische Käufer innerhalb weniger Jahre von 10 Prozent Anteil auf nunmehr die Hälfte erhöht hat. Zwar bestehe noch ein bedeutendes Überangebot an Immobilien, sagte Firmenchefin Gabriella Frankó. Doch wer ein Ufer- oder Luxusgrundstück unter 15 Millionen Forint (etwa 60 000 Euro) anbiete, finde zumeist innerhalb von Jahresfrist einen Käufer.

Auch für das Nordufer ist trotz Überangebot festzustellen, dass der Preisverfall der letzten Jahre zum Stillstand gekommen ist. Geschäftsführer Csaba Sall von der midiTOURIST GmbH bestätigt die Belebung des Geschäfts, wobei an der nördlichen Seite des Plattensees neben den Wassergrundstücken auch solche mit Panoramablick gefragt sind.

Unter den Verkäufern der gegenwärtig 245 Grundstücke bei midiTOURIST sind zahlreiche Deutsche, die inzwischen ihre Pläne, im Rentenalter am Balaton zu leben, aufggeben haben. Gründe dafür seien die gestiegenen Lebenshaltungskosten in Ungarn, die persönliche finanzielle Lage und Krankheit.

Hochwasser der Donau bei Budapest geht nur langsam zurück

Budapest – Das Hochwasser der Donau geht bei Budapest langsamer zurück als ursprünglich erwartet. Deshalb ist erst für Donnerstagnachmittag oder Freitagvormittag damit zu rechnen, dass die Uferstraßen wieder befahrbar sind, teilte die Hauptdirektion für Wasserwesen nach einem Bericht der Fernsehnachrichten Híradó mit. Als Folge wird der Verkehr in der Hauptstadt langsamer fließen, stellenweise sind Staus zu erwarten.

Der höchste Wasserstand war mit 6,92 Meter zwischen Dienstagmittag und -abend gemessen worden. Bis Mittwochnachmittag war dann ein Rückgang auf 6,76 Meter zu verzeichnen.

Unterdessen schwoll die Donau auf ihrem oberen Abschnitt in Österreich nach Regenfällen wieder an. Diese kleinere Welle wird am Freitag in Budapest erwartet. Sie wird jedoch nach Aussage von Experten keinen Einfluss auf den Straßenverkehr der Hauptstadt haben.

Schweres Busunglück in Ungarn – drei Tote, 22 Verletzte

Békéscsaba – Bei einem Busunglück in Ungarn sind am Mittwoch drei Menschen ums Leben gekommen. 22 Menschen wurden verletzt, drei davon lebensgefährlich und sechs schwer. 13 Menschen erlitten leichte Verletzungen, meldet die Hauptdirektion des Landeskatastrophenschutzes. Drei Rettungshubschrauber brachten Verletzte in Krankenhäuser von Szolnok, Debrecen, Gyula, Békéscsaba und Berettyóújfalu. Berufs- und freiwillige Feuerwehren aus Ortschaften in der Umgebung des Unfallortes beteiligten sich an Rettungsmaßnahmen.

Medienberichten zufolge war ein fahrplanmäßiger Fernreisebus im Komitat Békés in einer Kurve umgestürzt. Eingeklemmte Fahrgäste wurden mit Hilfe von Biege- und Schneidwerkzeugen befreit werden. Der Busfahrer soll wegen leichter Verspätung zu schnell unterwegs gewesen sein.

200 Milliarden Forint für die Balatonregion

Siófok – Rund 200 Milliarden Forint (rund 800 Millionen Euro) sollen in den nächsten sieben Jahren in die Balatonregion fließen. Die Hälfte davon stammt von der EU und vom ungarischen Staat, die andere kommt aus der Privatwirtschaft, berichtet das Unabhängige Balaton Multimedia Zentrum unter Berufung auf die Internetplattform tozsdeforum.hu.

In Mitteleuropa gebe es wenige Beispiele für so groß angelegte Entwicklungsvorhaben, heißt es in dem Bericht. Der Balaton und die umliegende Region gehörten zu den schönsten und mildesten Gebieten Europas. Außerdem sei Erholung hier am billigsten.

Den Angaben zufolge interessieren sich bereits spanische Investoren für die Chancen, an den Entwicklungen teilzunehmen. So verhandelte eine Delegation der Bürgermeister von Siófok, Balatonlelle, Balatonfüred, Balatonalmádi und Badacsonytomaj unter Leitung von Tamás Suchman, Vorsitzender des Balaton-Entwicklungsrates, mit der Immobilien-Entwicklungsfirma Iberalta. Im Oktober gehen die Gespräche in die nächste Runde.

Suchman möchte unterdessen andere Selbstverwaltungen in die Gespräche einbeziehen. Deshalb setzt der Entwicklungsrat eine Serie von Konferenzen zur Mobilisierung von Privatkapital in Gang. Eine Road-Show soll Investoren für die Balatonregion werben. Nach Ansicht Suchmans ist etwa das Vierfache der Unions- und Staatsmittel notwendig, um das touristische Angebot am Balaton wettbewerbsfähig zu machen.