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Ungarn: Chef der Katastrophen-Firma festgenommen

Nach der verheerenden Schlammkatastrophe in Ungarn ist der Chef des dafür verantwortlichen Unternehmens, der Ungarischen Aluminiumproduktions- und Handels AG (MAL) am Montag von der Polizei festgenommen worden. Es wurde Haftbefehl beantragt. Das teilte Regierungschef Viktor Orbán im Parlament in Budapest mit. „Das Unternehmen, das die Schlammkatastrophe verursachte, muss unter staatliche Leitung gestellt, sein Vermögen gesperrt werden“, sagte Orbán.

Nach der größten ökologischen Katastrophe Ungarns stehe die Regierung vor vier Aufgaben. Die Betroffenen müssten entschädigt werden, und da es nicht um eine Naturkatastrophe handele, sondern der Schaden durch Menschen verursacht worden sei, müsse nicht der Steuerzahler, sondern diejenigen zahlen, die die Schäden verursachten. Daneben müsse die Arbeit der Menschen in dem Werk gesichert und verhindert werden, dass weitere Schäden in der Umwelt entstehen, sowie so schnell als möglich die Frage der Verantwortung untersucht, die Verantwortlichen benannt werden.

Der Regierungschef schlug vor, das Amt eines Inspektors für Katastrophenschutz zu schaffen. Auf Initiative der Regierung sollten noch am selben Tag die nötigen Gesetzesveränderungen durchgesetzt werden. Bis zu einem befriedigenden Abschluss des Katastrophenfalls soll die vollständige Aufsicht über das Aluminiumwerk dem Inspektor unterstellt werden. Dies geschehe deshalb, damit in dem Betrieb baldestmöglich wieder die Produktion beginnt, die Opfer entschädigt, weitere Umweltschäden abgewendet sowie die Verantwortung schnellstens festgestellt werde.

Samsonite investiert 550 Millionen

Die Samsonite Hungária GmbH baut zur Erweiterung ihrer Produktion in Ungarn eine 4000 Quadratmeter große Produktionshalle in Szekszárd und schafft damit weitere Arbeitsplätze.

Produktionsdirektor József Pinczel zufolge wird die Produktions-, Montagehalle und Lagerhalle mit einem Investvolumen von 500-550 Millionen Ft verwirklicht. Weitere 700 Millionen Ft sollen zum Kauf von neuen Maschinen im zweiten Quartal 2011 bereitgestellt werden. Die Firma hofft dabei auf EU-Fördermittel in Höhe von 30-40% der Gesamtkosten.

Die GmbH im Eigentum von belgischen Gesellschaftern stellt seit 2008 Koffer der mittleren Preiskategorie aus Polypropylen her, die besonders leicht und stabil sind.

Seit 2009 erweitert die Firma fortlaufend ihre Produktion und arbeitet seit August bereits mit 4 Produktionsreihen. Gleichzeitig damit wurden im letzten Halbjahr mehr als 100 Personen angestellt, mittlerweile arbeiten 320 Angestellte an der Produktionsstätte im Komitat Tolna.

In der neuen Halle werden weitere zwei Reihen in Betreib genommen und damit 40-50 Arbeitsplätze geschaffen.

József Pinczel zufolge ist die Nachfrage in den letzten Jahren stark gestiegen, so dass heute 2400 Koffer pro Tag erzeugt werden. Die Kapazität wird mit der neuen Halle auf 2800 erweitert. 80-90 Prozent der Produktion werden über die Mutterfirma in Belgien auf dem europäischen Markt verkauft. Die Samsonite Hungária GmbH exportiert darüber hinaus aber auch direkt nach Amerika und Halbfertigprodukte auf den indischen Markt. Samsonite Hungária erzielte 2009 einen Umsatz von 4,8 Milliarden Ft, der bis 2011 auf 10 Milliarden Ft gesteigert werden soll.

Deutsches Diebespaar in Ungarn aufgeflogen

Ein Ehepaar aus Deutschland ist im Kurort Hévíz festgenommen worden, weil der Mann gemeinsam mit seiner Frau Wertgegenstände aus Hotelzimmern entwendet haben soll. Wie der Polizeisprecher des Komitats Zala mitteilte, hatten Beamte in einem Hévízer Hotel das Ehepaar wegen Verübung einer Straftat kontrolliert, wobei in dessen Zimmer auch eine Hausdurchsuchung durchgeführt wurde. Dabei fanden die Polizisten mehrere gestohlene Gegenstände, darunter eine Uhr, Goldschmuck und Bargeld. Das Paar steht unter Verdacht, zwischen dem 26. September und dem 6.Oktober mit ebenfalls gestohlenen Schlüsseln mehrere Male in Hotelzimmer eingedrungen zu sein, aus denen sie Geld und Schmuck mitgehen ließen. Das Paar wurde in Gewahrsam genommen und gegen sie ein Strafverfahren wegen Diebstahls eingeleitet, hieß es.

Spenden für die Opfer der Schlammkatastrophe

Ungarisches Rotes Kreuz

K&H Bank

aus Ungarn: 10405004-00026547-00000000
Zweck: „Iszap“ (Schlamm)

aus dem Ausland: IBAN: HU37 1040 5004 0002 6547 0000 0000; Swift: OKHBHUHB
Zweck: „Iszap“ (Schlamm)