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Flughäfen braucht das Land

Noch sieht die Zukunft des Fly Balaton Airports in Sármellék und die des Flugplatzes in Taszár eher düster aus.

Trotzdem macht man sich jetzt im wortwörtlichen Sinne „flugs“ an die Inbetriebnahme eines neuen. Gleich neben Balatonalmádi wird er in Weiternutzung einer aufgegebenen Militärbasis entstehen. Die israelisch-schwedische Investorengemeinschaft hat ihm bereits den Namen „BudaWest Airport“ verliehen.

Damit dürften auch die lautstarken Proteste der Anwohner ungehört verhallen, die sich nicht nur über zu erwartende Lärmbelästigungen von 70-80 Dezibel (Preßlufthammer) Sorgen machen, wobei eine Zunahme um 10 Dezibel einer Verdopplung der Lautstärke entspricht. Ganz Ängstliche sehen sogar die Gefahr des Ablassens von Kerosin in den Plattensee. Eine Einflugschneise führt nämlich geradewegs von Süden her über Siófok, den Balaton und Almádi hinweg.

Genau kalkuliert hat man schon. Von Beginn an werden jährlich 11.256 Starts und Landungen erwartet, also um die 30 pro Tag. Das Ganze steigert sich dann den Planungen zufolge auf 18.760 im Jahr.

Mit niedrigen Landegebühren sollen vor allem Chartergesellschaften geködert werden, doch ist auch der Bau einer Frachtbasis im Gespräch, die jährlich etwa 10.000 Tonnen Güter umsetzen kann.

(Zahlenquelle: siofokinapilap.hu)

Zu hohes Grundwasser rund um Keszthely

Der durch Schneeschmelze und reichlich Regen verursachte hohe Grundwasserspiegel bringt erhebliche Probleme mit sich.

Besonders aus der Gegend von Hévíz und Keszthely werden Überschwemmungen in Wäldern und auf Agrarflächen gemeldet. Auch die Eisenbahnstrecke von Nagykanizsa Richtung Budapest, teilweise auf torfhaltigem Untergrund errichtet, ist betroffen.

Neun Pumpstationen, verteilt auf eine Fläche von 100 Quadratkilometern, versuchen inzwischen, täglich bis zu 150.000 Kubikmeter Wasser aufzusaugen und über Kanäle in den Kleinen Balaton abzuleiten. Ziel ist es, das Grundwasserniveau niedriger als den Wasserspiegel des Balaton zu halten, der Anfang der Woche 111 Zentimeter betrug. Die Hochwasserprobleme werden mindestens bis Ende Februar Bestand haben, falls nicht noch große Regenmengen weitere Sorgen bereiten.

Dr. István Csonki, Direktor der regionalen Wasserwirtschaftsbehörde, erklärte laut helikonportal.hu, daß es angesichts einer zu erwartenden sommerlichen Trockenperiode angebracht sei, den Wasserspiegel des Balaton jetzt auf einem möglichst hohen Stand zu halten.

Neue Filiale der Commerzbank eröffnet

Bankdienstleistungen für kleine und mittlere Unternehmen in Zalaegerszeg

Tamás Hák-Kovács, der Vorstandvorsitzende der Commerzbank Zrt., eröffnete in feierlichem Rahmen die Zalaegerszeger Filiale der Bank, die kleinen und mittleren Unternehmen der Stadt und Umgebung umfassende Bankdienstleistungen anbietet. Die Filiale in Zalaegerszeg ist die zweite außerhalb von Budapest, der 6 weitere folgen sollen.

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ADAC: Abgelaufener TÜV kein Rechtsverstoß

Eine abgelaufene deutsche Prüfplakette (TÜV) kann nach Ansicht des ADAC kein alleiniger Grund für hohe Geldstrafen, Einbehaltung der Zulassungsbescheinigung oder die Abnahme des deutschen Kfz-Zeichens in Ungarn sein. Das stellte der ADAC in einem Schreiben an die „Balaton Zeitung“ fest. Der Automobilclub bezieht sich auf Anfragen und Beschwerden von Mitgliedern, die sich mit ihrem in Deutschland zugelassenen Kfz in Ungarn aufhielten, obwohl die Prüfplakette kurz zuvor abgelaufen war.

Mit dem Ablauf der Plakette erlösche jedoch nicht die Zulassungsbescheinigung, stellt der ADAC fest, diese sei grundsätzlich unbeschränkt gültig. Ein Verstoß gegen ungarisches Recht sei daher nicht gegeben. Wer sein Fahrzeug nicht rechtzeitig zum TÜV bringe, begehe lediglich eine Ordnungswidrigkeit, die in Deutschland erst bei einer Überziehung von mehr als zwei Monaten mit einem Verwarnungsgeld geahndet wird. Auch ein Verstoß gegen ungarische Rechtsvorschriften sei nicht gegeben.

„Eine Untersagung der Weiterfahrt kommt hierzulande (in Deutschland) nur in Betracht, wenn durch eine technische Untersuchung nachgewiesen wird, dass das Kfz aufgrund erheblicher Mängel nicht vorschriftsmäßig ist“, erklärt der ADAC. „Eine automatische Untersagung der Benutzung bei Ablauf der Prüfplakette ist damit nicht verbunden.“

Eine Lösung des Problems ist jedoch nach Aussage des ADAC noch nicht absehbar. Der Verkehrsclub wandte sich jedoch an das Bundesverkehrsministerium und parallel an die deutsche Botschaft in Budapest mit der Bitte, an das ungarische Verkehrsministerium heranzutreten, damit die „unbefriedigende und untragbare Praxis“ abgestellt wird. Betroffene Autofahrer sollten gegebenenfalls mit Hilfe eines in Ungarn ansässigen Anwalts gegen die Maßnahmen der ungarischen Behörden vorgehen. Davor sollte jedoch eine Kostendeckungszusage einer eventuellen Rechtsschutzversicherung eingeholt werden.