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Flughäfen braucht das Land

Noch sieht die Zukunft des Fly Balaton Airports in Sármellék und die des Flugplatzes in Taszár eher düster aus.

Trotzdem macht man sich jetzt im wortwörtlichen Sinne „flugs“ an die Inbetriebnahme eines neuen. Gleich neben Balatonalmádi wird er in Weiternutzung einer aufgegebenen Militärbasis entstehen. Die israelisch-schwedische Investorengemeinschaft hat ihm bereits den Namen „BudaWest Airport“ verliehen.

Damit dürften auch die lautstarken Proteste der Anwohner ungehört verhallen, die sich nicht nur über zu erwartende Lärmbelästigungen von 70-80 Dezibel (Preßlufthammer) Sorgen machen, wobei eine Zunahme um 10 Dezibel einer Verdopplung der Lautstärke entspricht. Ganz Ängstliche sehen sogar die Gefahr des Ablassens von Kerosin in den Plattensee. Eine Einflugschneise führt nämlich geradewegs von Süden her über Siófok, den Balaton und Almádi hinweg.

Genau kalkuliert hat man schon. Von Beginn an werden jährlich 11.256 Starts und Landungen erwartet, also um die 30 pro Tag. Das Ganze steigert sich dann den Planungen zufolge auf 18.760 im Jahr.

Mit niedrigen Landegebühren sollen vor allem Chartergesellschaften geködert werden, doch ist auch der Bau einer Frachtbasis im Gespräch, die jährlich etwa 10.000 Tonnen Güter umsetzen kann.

(Zahlenquelle: siofokinapilap.hu)