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Budapester City: Aufdringliches Betteln verboten

Widerspruch hat eine am Donnerstag beschlossene neue Verordnung für die Budapester City ausgelöst. Auf Initiative des Bürgermeisters vom V. Stadtbezirk, Antal Rogan, hatten die Stadtväter ohne Gegenstimme beschlossen, aufdringliches Betteln, Betteln mit Kindern, Wegwerfen von Zigarettenkippen und anderen Abfällen sowie Rauchen auf Spielplätzen zu verbieten. Rogan erklärte den anwesenden Mitgliedern des Freiwilligen-Netzes „Der Mann der Straße“, er erwarte wie von jedem Bewohner der Innenstadt auch von Obdachlosen, dass sie keinen Dreck machen. Nach Ansicht des Sprechers des Freiwilligen-Netzes, Bálint Misetics, dienen derartige Verordnungen, wie es sie in Budapest nur noch im XIII. Bezirk gibt, der Kriminalisierung der Armut, berichtet die Nachrichtenagentur MTI.

Jahresendfeier in Ungarn mit Folgen: 87 Salmonellenkranke

Ein völlig unerwartetes Ende hat die Jahresabschlussfeier eines Großbetriebes in Pécs gefunden: Von den 630 Teilnehmern erkrankten 87 mit Symptomen einer Lebensmittelvergiftung. Der amtsärztliche Dienst stellte das Salmonellen-Virus fest und schloss sofort die Küche. Die Krankheit nimmt einen schnellen Verlauf, geht mit Durchfall und Fieber einher. Es musste jedoch niemand ins Krankenhaus gebracht werden.

Ungarn: Geldstrafe für „Blödheits“-Reklame von Media Markt

Für den Werbeslogan „Wer nicht feiert, ist blöd“ muss die Media Markt Saturn Holding eine Geldstrafe von 100 Millionen Forint (etwa 400 000 Euro) bezahlen. Die Geburtstags-Kampagne des Unternehmens schädige die Entwicklung von Kindern und Halbwüchsigen, stellte die Nationale Behörde für Verbraucherschutz fest, schreibt die Zeitung „Népszabadság“ am Mittwoch. Die Firma werde gegen den rechtskräftigen Beschluss vor Gericht ziehen, was sie jedoch vorläufig nicht von der Zahlung befreit.

Die Verbraucherschützer hatten dem Bericht zufolge schon die vorangegangene „Blödheits“-Kampagne des Media Marktes untersucht, sie jedoch weder mit Worten bedacht noch bestraft. Der Slogan im Sommer ließ jedoch die Sicherungen durchbrennen. Die Höhe der Strafe sei dem Gewicht der Rechtsverletzung und der Größe des betroffenen Konsumentenkreises angepasst, sagte Attila Kathi von der Behörde. Die Reklame der Warenhauskette, in der jeder als blöd bezeichnet worden sei, der nicht mit ihr feiere, habe ungewöhnlich große Empörung unter den Verbrauchern ausgelöst.

Der Geschäftsführer der Media Markt Saturn Holding Magyarország GmbH, Andor Maurer, verwies darauf, dass der Slogan in mehreren Ländern, darunter auch in Deutschland, ohne jegliche Folgen geblieben sei.