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10 000 Kartons Schmuggelzigaretten beschlagnahmt

Budapest – Ein Schlag gegen die Zigarettenmafia ist dem ungarischen Zoll gelungen. Am frühen Samstagmorgen entdeckten Mitarbeiter in Ártánd an der Grenze Ungarns zu Rumänien eine illegale Lieferung von 10 000 Kartons Zigaretten im Wert von vermutlich mehr als 55 Millionen Forint (rund 220 000 Euro), berichtet die unabhängige Nachrichtenagentur unter Berufung auf Zollsprecher Jenő Sipos. Der tatsächliche Wert werde davon abhängen, ob die Zigaretten echt sind.

Den Begleitdokumenten zufolge lieferte der rumänische Sattelschlepper Schuhe nach Frankreich. Ein Röntengerät wies jedoch dunkle Flecken zwischen in der Ladung auf, die sich als Zigaretten erwiesen. Die Prüfung nahm der Zoll nicht am Grenzübergang, sondern bei einer Tiefenkontrolle mit einem mobilen Röntengerät vor. In solchen Fällen wird Sipos zufolge jeder Lkw mit Hilfe des tragbaren Apparates durchleuchtet. Gegen den Fahrer des Lkw wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Schmuggel aufgeflogen – Ungarischer Zoll beschlagnahmt Gemälde

Budapest – Kunstschmuggler sind an der Grenze zu Österreich an der Aufmerksamkeit des ungarischen Zolls gescheitert. Die Gruppe für Tiefenkontrolle beschlagnahmte am Donnerstag am Grenzübergang bei Sopron 29 Gemälde aus dem 19. und 20. Jahrhundert, teilte der Zoll am Freitag in Budapest mit.

Der Fahrer des Lastwagens mit ungarischem Kennzeichen sagte bei der Befragung durch den Zoll, er befördere gebrauchte Schränke, Gebrauchsgegenstände und Gemälde aus Kecskemét nach England. Die Papiere dafür entpuppten sich jedoch als Fälschungen. Ein Sachverständiger erklärte in einer vorläufigen Einschätzung, dass die Gemälde zu den Kulturgütern Ungarns gehören und unter Schutz stehen. Für ihre Ausfuhr wäre die Genehmigung des Amtes für den Schutz des kulturellen Erbes notwendig gewesen.

Bei den Gemälden handele es sich um Werke ausländischer Künstler. Die Feststellung des tatsächlichen Alters und Wertes erfordere jedoch eingehendere Untersuchungen.

Der Zoll leitete wegen des begründeten Verdachts des Missbrauchs von Kulturgütern und der Urkundenfälschung ein Strafverfahren ein.

Strabag baut vermutlich Autobahn M6

Pécs – Die österreichische Strabag hat vermutlich das Rennen um den Bau des südlichen Teilabschnittes der Autobahn M6 in Ungarn gewonnen. Zwar werden die Ergebnisse der Ausschreibung erst später in diesem Monat mitgeteilt, durchgesickert ist jedoch bereits, dass Strabag das günstigste Angebot vorlegte. Wahrscheinlich sei das von Strabag geführte Mecsek-Konsortium der Sieger, berichtet die Regionalzeitung „Dunántúli Napló“.

Gebaut werden soll die 79 Kilometer lange Strecke zwischen Szekszárd und Pécs in sogenannter Öffentlich-Privater Partnerschaft, mit der der Erbauer für 25 Jahre auch als Betreiber dieser zunächst als Schnellstraße errichteten Verkehrsverbindung fungieren wird. Strabag würde den Auftrag für 266 Milliarden Forint ausführen, hieß es. Gebunden wäre dies auch an die Fertigstellung im Jahr 2010, wenn Pécs Kulturhauptstadt Europas sein wird.

Russische Handgranate im Budapester Zentrum gesprengt

Budapest – Eine Handgranate russischer Produktion ist am Donnerstagabend unter allen erdenklichen Sicherheitsvorkehrungen im Zentrum von Budapest zur Explosion gebracht worden. Es gab weder Verletzte noch Beschädigungen an den umliegenden Wohnhäusern, meldet die Nachrichtensendung des ungarischen Fernsehens Híradó. Dere Sprengkörper war in unmittelbarer Nähe der belebten Geschäftsstraße Váci utca bei der Verlegung eines Kabels gefunden worden. Polizisten hatten die Váci und die Régiposta utca vor der gezielten Sprengung abgesperrt sowie die umliegenden Geschäfte, darunter ein Warenhaus, geschlossen. In vier Gebäuden wurden die Wohnungen an der Straßenfront vorübergehend evakuiert. Die Bewohner kehrten jedoch nach der Vernichtung der Granate wieder in ihre Häuser zurück.