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Alles rund um die Blumenzwiebel – Von Frostschutz und Frühblühern, bis hin zur Lasagne-Methode!

Was gibt es Schöneres als nach einem langen und kalten Winter endlich die ersten farbenfrohen Blüten der allerersten Frühjahrsblüher zu bewundern? Sie haben keinen Garten? Dann verwenden Sie einfach Ihre Terrasse, den Balkon oder kreieren einen schönen Blumenkasten am Fenster. Um Frühjahrsblüher zu vermehren, zu züchten oder anzupflanzen, verwendet man die Blumenzwiebeln. Aber wie schützt man sie vor dem Frost im Winter?

Blühende Tulpen am Wegrand

Wie unterscheidet man Blumenzwiebeln, um sie richtig vor der Kälte zu schützen?

Man unterscheidet im Wesentlichen 2 Hauptarten: Frühlingsblüher, die man in der Erde überwintern lässt und Zwiebeln aus tropischen Regionen, die man an einem Ort mit gemäßigten Temperaturen lagern muss. Der beste Platz hierfür ist entweder im Keller oder ein anderer kühler, trockener und abgedunkelter Raum.

Was muss man bei der Überwinterung von Frühblühern beachten? Kurz gesagt – Nicht viel!

Frühlingsblüher sind bereits mit verschiedenen Frostschutzeigenschaften ausgestattet und brauchen die Frostkälte, um im Frühjahr richtig austreiben zu können und ihre farbenfroh leuchtenden Blüten zu bilden. Narzissen z.B. nutzen eine Art Schleimstoff als Frostschutz, wobei andere Blüten, wie z.B. Schneeglöckchen Salze eingelagert haben, welche die Pflanzen vor besonders tiefen Temperaturen schützen. Ebenfalls zu den Frühblühern zählen Pflanzen, die bereits zur Trockenzeit im Sommer ihre Samen oder Zwiebeln als Früchte bilden müssen, um sich rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit vermehren zu können. Hierbei hat insbesondere die Zwiebel der Frühblüher als deren Speicherorgan besondere Schutzeigenschaften entwickelt.

Zwiebeln stellen für Tiere besonders in der vegetationsarmen Jahreszeit im Winter eine verlockene Nahrungsquelle dar. Nur so ist auch zu erklären, weshalb die meisten Zwiebeln einen ausgeprägten scharfen Geschmack besitzen oder sogar giftig sind, um sich so vor Feinden, wie Würmern oder Wühlmäusen zu schützen.

Die frühesten Frühjahrsblüher in deutschen Gärten sind z.B. der Winterling und die Schneeglöckchen, welche bereits im Februar blühen, gefolgt vom Zweiblättrigem Blaustern, von Krokussen, von der Netzblatt-Schwertlilie, Tulpen, Hyazinthen und verschiedenen Narzissen-Wildarten.

Wie pflanzt man Frühjahrsblüher?

Die beste Zeit zum Auspflanzen der Frühlingsblüher ist je nach Wetterlage zwischen September und Oktober, damit die Blumenzwiebeln noch genügend Nährstoffe aufnehmen können, aber der Boden noch frostfrei ist, um die Zwiebeln noch problemlos auspflanzen zu können. Aber auch im Dezember ist ein Auspflanzen durchaus noch möglich, solange keine Frostgefahr besteht. Beachten Sie aber bitte dabei, dass die Blumen ca. drei Wochen brauchen, bis sie austreiben. Idealerweise können die Blumenzwiebeln dann ein ganzes Jahr im Boden bleiben. Für die Zwiebeln sollten mindestens eine Tiefe von 25 cm im Erdreich ausgehoben und die Erde aufgelockert werden. Bei lehmigem oder schwerem Boden sollte das Pflanzloch eine zusätzliche 2-5 cm dicke Kiesschicht enthalten. Dadurch kann Wasser besser ablaufen und sich keine Staunässe bilden.

Spezielle Pflanzkörbe schützen die Blumenzwiebeln vor Wühlmäusen. Zusätzlich kann man neben Sand und Hornspänen als Dünger noch ein sogenanntes Vergrämungsmittel zugeben, dass jeder Wühlmaus auch den letzten Appetit verdirbt. Danach können Sie die Zwiebeln in aller Ruhe der Natur überlassen.

Grundregeln:

  • Zwiebeln doppelt so tief eingraben wie sie hoch sind
  • Nach 2-3 Jahren im Frühjahr ausgraben und im Herbst neu setzen
  • Für eine üppige Blumenpracht verwendet man ca. 40 Zwiebeln je Quadratmeter

Wichtig: Vermeiden Sie ein zu frühes Aussetzen der Zwiebeln und warten Sie, bis der Boden kalt genug ist. Bei zu warmer Witterung treiben die Pflanzen sonst zu früh aus, sind dann anfällig für starken Frost und können im Frühjahr keine Blüten mehr entwickeln.

Welchen Boden oder Nährstoffe brauchen Blumenzwiebeln?

Die Pflanzen selbst sind in der Regel relativ anspruchslos, aber Laub und kleine Zweige stellen als Gründünger eine gute Nährstoffquelle dar. Laubblätter sollten dabei nicht entfernt oder abgeschnitten werden. Besonders das eingetrocknete Laub liefert der Zwiebel wertvolle Energie für die darauffolgende Wachstumsphase und für das Überleben in der kalten Ruhephase. Gerade bei sehr starkem Frost oder in besonders kalten Gebieten ist es ratsam, die Zwiebeln im Beet mit einer extra Schicht aus Tannen- oder Kiefernzweigen zu schützen.

Wie überwintert man Blumenzwiebeln im Topf?

Insbesondere bei Töpfen oder anderen Gefäßen besteht leider die Gefahr, dass gesteckte Zwiebeln aufgrund der sich stauenden Wärme zu früh austreiben können. Um diesen vorzeitigen Austrieb möglichst einfach, aber effektiv zu vemeiden, gräbt man die Töpfe am besten im Gemüsebeet ein. Heben Sie dazu eine Grube im Gemüsebeet aus, die groß genug ist, um alle Gefäße nebeneinander unterzubringen. Anschließend verschließen Sie diese wieder mit dem Aushub. Die Oberkante der Töpfe sollte dabei ca. eine Handbreite unter der Erdoberfläche liegen. Nach dem Zuschütten sollte die Grube an allen 4 Ecken mit einem kurzen Stab markiert werden. Sobald der Boden wieder frostfrei ist, ca. ab Ende Januar, kann die Grube wieder geöffnet und die Töpfe ans Tageslicht geholt werden.

Platz sparen mit der „Lasagne-Methode“

Wie oft kommt es vor, dass man leider viel zu wenig Platz in seinem Haus oder der Wohnung hat, gerade wenn ein Garten vonnöten ist. Abhilfe schafft hier die sog. ‘Lasagne-Methode, d.h. man bepflanzt die Töpfe mehrschichtig. Die großen Zwiebeln platziert man als untere Schicht, die kleineren einfach darüber. Auf diese Weise kann man besonders viele Zwiebeln in relativ wenig Blumenerde unterbringen und Blüten fallen so besonders üppig aus.

Vermeiden Sie Staunässe und Temperaturschwankungen!

Topfzwiebeln sind im Gegensatz zu Blumenzwiebeln im Beet stärkeren Temperaturschwankungen unterworfen. Bei direkter Sonneneinstrahlung können sich die Gefäße stark erwärmen, was zu einem vorzeitigen Austrieb der Blumenzwiebeln führen kann. Weiterhin können anhaltende Niederschläge zu Staunässe führen, da die kleinen Abzugslöcher in den Gefäßen hier nicht ausreichen, um überschüssiges Wasser abzuführen. Die Zwiebeln können dadurch sehr schnell faulen.

Um dies zu verhindern, bedeckt man die Stelle der Gefäße im Beet mit einer Plane oder lagert die Töpfe an einem kühlen, trockenen und schattigen Platz. Wichtig ist auch hier, dass die Temperaturen nicht zu mild sind, damit die Zwiebeln nicht austreiben. Aber auch ein völliges Austrocken der Gefäße sollte in jedem Fall vermieden werden.

Die Gefäße (Töpfe oder Kübel) sollten frosthart sein und ein Loch im Boden haben, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Außerdem sorgt eine Schicht aus alten Tonscherben oder Blähton dafür, daß der Topf bei starkem Frost nicht zerbricht.

Wie überwintert man Blumenzwiebeln aus tropischen Regionen?

Blumenzwiebeln, die ursprünglich aus tropischen Regionen stammen sind leider frostempfindlich und sollten bereits im Herbst rechtzeitig aus der Erde genommen werden. Dazu gehören unter anderem Begonien, Gladiolen, Dahlien, Canna, Lilien, Ranunkeln oder Montbretien.

Wie lagert man die Blumenzwiebeln richtig?

Blumenzwiebeln sollten im Winter an einem möglichst trockenen, dunklen und kühlen Platz gelagert werden, idealerweise im Keller oder in einem abgedunkelten und unbeheizten Raum. Die Zwiebeln selbst sollten nicht feucht, schimmelig oder von Schädlingen befallen sein und sollten nicht übereinandergelegt werden.

Strauß mit Tulpen

Für die Aufbewahrung verwendet man am besten eine mit Papier ausgelegt Holzkiste, die mit Luftlöchern versehen ist und platziert diese so, dass die Zwiebeln vor dem Befall von Schädlingen, wie Nagetieren geschützt sind. Ebenfalls gut geeignet für die Lagerung sind Jutesäcke. Diese sind luftdurchlässig und können Feuchtigkeit nach außen abgeben.

Um die Blumenzwiebeln wiederzufinden, beschriften Sie die Kisten oder Jutesäcke, dann ist alles schneller griffbereit und können sich im Frühjahr rechtzeitig an der Blumenpracht erfreuen. Tulpen sind ganz besondere Blumen und benötigen deshalb auch besondere Pflege!

Auch Tulpen (Tulipa) sind natürlich wie alle anderen Frühblüher relativ pflegeleicht. Wenn bei der Pflege jedoch einige Regeln missachtet werden, kann es durchaus passieren, dass viele frisch gepflanzte Tulpenzwiebeln im nächsten Jahr einfach nicht mehr austreiben. Wie kann man das verhindern?

Standort

  • Zwar blühen Tulpen auch an schattigen Orten, doch bevorzugen sie warme und sonnige Plätze.
  • Zuviel Wasser schadet den Tulpen. Bis zur Pflanzzeit im September sollten Zwiebeln in einem Torf-Sand-Gemisch gelagert werden. Der Standort sollte hier trocken und nicht zu kalt sein.
  • Bei schweren Böden mischen Sie Sand dazu, damit sich keine Staunässe bilden kann.

Pflege

  • Beste Pflanzzeit ist von September bis Oktober
  • Zwiebeln sollten im Abstand von 10 bis 15 cm und 8 cm tief gepflanzt werden
  • Entfernen Sie alle welken Blätter, aber kein grünes Laub!
  • Regelmäßig aber wenig gießen, um Staunässe zu vermeiden!

Düngung

  • Tulpen mögen Hornspäne oder anderen organischen Dünger am Liebsten
  • Beste Düngezeit ist im Herbst und im Frühjahr vor der Blüte

Überwinterung

  • Auch Tulpen sind relativ unempfindlich bei Frost, sollten aber im Herbst mit Tannenzweigen abgedeckt werden
  • Um sicher zu gehen, gräbt man Zwiebeln aus nachdem die Blätter komplett vertrocknet sind
  • Vorsicht: Tulpen in Blumenkästen oder anderen Gefäßen können erfrieren. Stellen Sie diese am besten in den trockenen Keller, damit Sie auch im nächsten Frühjahr wieder eine volle Blütenpracht erhalten.