Ungarn: Schärfere Covid-19-Beschränkungen überdacht

Vorschläge der ungarischen Ärztekammer zur Verschärfung der Restriktionen im Kampf gegen Covid-19 werden von dem für den Umgang mit der Epidemie zuständigen operativen Gremium geprüft, sagte die Landesamtsärztin bei einem Pressegespräch – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Cecília Müller sagte auf eine Frage, dass einige der am Dienstag angekündigten Vorschläge der Kammer bereits umgesetzt worden seien. Es werde auch geprüft, wie die bestehenden Regelungen wirksamer durchgesetzt werden könnten. Der Operative Ausschuss sei offen für eine Zusammenarbeit mit der Ärztekammer. Müller sagte, das ungarische Gesundheitssystem sei auf den Umgang mit der aktuellen Epidemiewelle vorbereitet, jeder erhalte „auf höchstem Niveau“ die Versorgung, die er brauche. Die Screening-Kapazitäten würden mit 15.596 PCR-Tests, die in den vergangenen 24 Stunden durchgeführt wurden, erhöht.

Die Ärztekammer schlug strengere und einheitlichere Regeln für Massenveranstaltungen vor, darunter eine strengere Kontrolle des Tragens von Masken und Regeln zur sozialen Distanzierung. Sie schlug auch weitere Einschränkungen der Öffnungszeiten und der Anzahl der Gäste in Restaurants und Unterhaltungsstätten sowie der Einkaufszeiten für ältere Menschen vor. Sie erklärte, dass die derzeitigen Screening- und Kontaktverfolgungskapazitäten nicht ausreichen, um die Ausbreitung der Epidemie zu überwachen, und dass die Regierung die Bedeutung der individuellen Prävention hervorheben sollte.