Landesamtsärztin: Epidemie geht deutlich zurück

Die neuartige Coronavirus-Epidemie ist in Ungarn „eindeutig am Abklingen“, mit einer Abwärtskurve am 10. Tag in Folge, sagte die Landesamtsärztin Cecília Müller auf einer Pressekonferenz des für die Koordinierung der Reaktion auf die Epidemie zuständigen Operativen Ausschusses – berichtet die Nachrichtenagentur MTI.



Eine Analyse der Daten habe gezeigt, dass die Kurve der Epidemie nach den ersten gemeldeten Fällen am 4. März allmählich ansteige und in der 15. Woche mit 712 Infektionen ihren Höhepunkt erreicht habe, sagte sie. Seit der 16. Woche sei sie rückläufig, fügte sie hinzu. Müller sagte, dass der erste Todesfall in der 11. Woche gemeldet wurde und die höchste Zahl der Todesfälle mit 91 in der 16. Woche.

Auf derselben Pressekonferenz sagte Tibor Lakatos, der Vorsitzende des Operativen Vorstandes, dass es in der gegenwärtigen Phase der Epidemie wichtig sei, dass die Öffentlichkeit noch immer die Bereitschaft zeigt, sich an die Vorschriften zu halten. Die Erfahrungen vom Wochenende seien positiv, und die Polizei müsse nur in sehr wenigen Fällen eingreifen, fügte er hinzu. Insgesamt haben sich bisher 1.979 Personen für das elektronische Heimquarantäne-Kontrollsystem registriert, das 852 Benutzer hat. In den vergangenen 24 Stunden seien 53 Verstöße gegen die Quarantänebestimmungen gemeldet worden, fügte er hinzu.