Flick lobt «Mentalität» seiner Dauersieger – Erholen für BVB

Nach dem späten Torspektakel beim 6:2 in Salzburg verspüren die Bayern «Vorfreude» auf das Bundesliga-Topspiel beim Rivalen BVB. Bei der Generalprobe gibt es «gute und schlechte Phasen».

Nach der kurzen Busfahrt von Salzburg zurück nach München entließ Hansi Flick seine geschlauchten Dauersieger in einen freien Mittwoch.

Nach dem am Ende doch noch sehr deutlichen 6:2 (2:1) des FC Bayern in der Champions League gegen Red Bull Salzburg dachte Flick an seinem Jahrestag als Chefcoach bereits an die nächste große Aufgabe am Samstag im Bundesliga-Topspiel bei Borussia Dortmund.

Das Auslaufen erledigten die Münchner Stars darum noch in der leeren Salzburger Arena. «Jetzt erholen wir uns einfach mal. Und dann werden wir uns ab Donnerstag auf Dortmund vorbereiten», sagte Flick vor der Heimreise: «Das wird ein schweres Spiel. Die Vorfreude ist da.»

Die lange mühselige, aber mit vier späten Toren doch noch geglückte Generalprobe beflügelt die Münchner Triple-Gewinner. «Es ist immer gut, mit einem Sieg anzureisen», sagte Jérôme Boateng mit dem Blick auf den BVB. Der Innenverteidiger war mit seinem Treffer zum 3:2 in der 79. Minute so etwas wie der Matchwinner von Salzburg. «Das Tor war ganz wichtig», sagte Flick, unter dem der 32 Jahre alte Ex-Nationalspieler Boateng wieder zum Leistungsträger geworden ist.

Unter besonderer Beobachtung stand in seiner österreichischen Heimat David Alaba. Nach den abgebrochenen Vertragsverhandlungen deutet alles auf eine Trennung im Sommer hin. «Ich weiß nicht mehr, wie wir zusammenfinden sollen», sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic im TV-Sender Sky deutlich. Flick bescheinigte seinem Abwehrchef eine ordentliche Leistung. Das Aufregerthema Alaba nervt den Trainer, insbesondere vor Dortmund. «Mir ist es wichtig, dass wir Ruhe in der Mannschaft und im Umfeld haben», sagte Flick.

Klar auf Achtelfinalkurs sind die Bayern nach dem Neun-Punkte-Start in der Königsklasse. Im Salzburger Dauerregen gab es gegen einen forschen Gegner allerdings «gute und schlechte Phasen», wie Boateng meinte. Positiv waren die sechs Treffer von Robert Lewandowski (2), Boateng, Leroy Sané, Lucas Hernández und Rasmus Kristensen, der ins eigene Tor traf. Negativ war eine Vielzahl von Salzburger Chancen. Mergim Berisha und Masaya Okugawa konnten aber nur zwei nutzen.

«Nach dem 2:2 hat mir auch wieder die Mentalität der Mannschaft gefallen», lobte Flick. Thomas Müller bedauerte, dass wegen der Corona-Auflagen keine Zuschauer das Spektakel im Stadion miterleben konnten: «Heute wären die Fans auf ihre Kosten gekommen.»

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