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Schlammflut fordert Tote in Ungarn

Mindestens zwei Menschen sind am Montag in Ungarn in einer Schlammflut ums Leben gekommen, berichten Medien des Landes unter Berufung auf Innenminister Sándor Pintér. Zwei weitere wurden am Abend noch vermisst. Zwischen Ajka und Devecser (Komitat Veszprém) hatten sich 700 000 Kubikmeter roter Schlamm mit stark ätzender Wirkung über Felder und sieben Ortschaften ergossen, nachdem der Damm eines Speicherbeckens der Tonerdefabrik in Ajka gebrochen war. Hunderte Einwohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Der Bahnverkehr kam in der Region zum Erliegen, Straßen wurden gesperrt. Die Polizeiführung des Komitats ordnete Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung an.

Nach einem Bericht der Zeitung „Népszabadság“ gab ein Sprecheer des ungarischen Katastrophenschutzes bekannt, dass 60 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, acht bis zehn von ihnen schwer verletzt.

Starke Rettungskräfte befinden sich in der von der Katastrophe betroffenen Region im Einsatz. Zu ihnen gehören auch drei Gruppen von der chemischen Aufklärung der ungarischen Armee. Später sollte noch ein Chemie-Bataillon mit 40 Soldaten eintreffen.