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Todespanik in Ungarn – Ermittlungen abgeschlossen

Drei junge Frauen sind in der Nacht zum Sonntag bei einer Panik in Budapest von der Menge totgetrampelt worden. Wie es zu dem Unglück kam, war am Abend noch unklar. Aus Berichten von Medien und Polizei ging hervor, dass sich etwa 2500 Menschen am Ort des Unglücks in der Disko West Balkan aufhielten. Die Räume waren jedoch nur für 350 Besucher zugelassen und für die Veranstaltung lag keine behördliche Genehmigung vor, hieß es.

Zunächst war von einer Messerstecherei ausgegangen worden, was die Polizei aber ebenso wie eine angebliche Schlägerei dementierte. Eine Version zur Ursache des Unglücks besagt, dass jemand das Wort Messerstecherei in die Menge rief und daraufhin die Panik ausbrach. Es soll keine Verletzten gegeben haben. Die Ermittlungen zur Verantwortung der Veranstalter sowie zur Todesursache wurden aufgenommen.

Nach den Worten der zuständigen Stadtbezirks-Bürgermeisterin Zsófia Hassay beging der Betreiber des West Balkan einen unverzeihlichen Fehler, weil er die Großveranstaltung nicht anmeldete. Nach den vorliegenden Unterlagen konnten dort nur Veranstaltungen mit 350 Teilnehmern bis 22.00 Uhr stattfinden. Der Veranstalter, der das Gebäude angemietet hatte, wusste angeblich nicht, dass es keine gültige Betriebserlaubnis gab. Im Haus soll genügend Platz für 4500 Menschen gewesen sein, was eine erfolgreiche Veranstaltung im Vorjahr gezeigt habe.