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Das Geheimnis erfolgreichen Gärtnerns – Ratgeber Garten – März 2011

Pflanzzeit, Aussaaterde: Der Trick mit dem Backofen, Lieblingspflanzen zum Nulltarif, Was uns die Natur verrät, Was Sie über Minze wissen sollten, Geführte Bärlauchtouren, Gärtnern nach dem Mond im März uvm.

Das Geheimnis erfolgreichen Gärtnerns

Gartenbesitzer wissen ein Lied davon zu singen, Freud und Leid liegen im Garten nah beieinander. Auch ich musste viel Lehrgeld zahlen bis ich sicher sein konnte, das die Pflanzen die ich gesät oder gesetzt hatte auch wirklich kräftig heranwuchsen. Natürlich können Sie nach dem Prinzip Versuch und Irrtum verfahren. Besser ist es aber, hier und da Rat vom Profi einzuholen, um unnötige Arbeit, Zeit und auch Geld zu sparen. So ist beispielsweise der Pflanztermin von großer Bedeutung. Manche Stauden wollen im Herbst, andere im Frühling gepflanzt werden. Auch durch die Stecklingsvermehrung können Sie viel Geld sparen und ihre Lieblingspflanzen selber vermehren. Mehr dazu in diesem Artikel.

Pflanzzeit

Die besten Zeiten zum Pflanzen von Stauden sind das Frühjahr und der Herbst, wenn die Pflanzen sich in der Ruhezeit befinden. Optimal für Stauden ist eine Pflanzung im Frühjahr vor dem Austrieb. Sie wurzeln dann mit dem Beginn des Wachstums gut ein und entwickeln sich im Lauf des Frühjahrs zügig.

Im Herbst gepflanzte Stauden müssen bis spätestens Oktober in die Erde kommen, damit sie noch vor dem ersten Frost anwachsen können. Empfindliche Arten brauchen dann allerdings einen Winterschutz, wie etwa eine Abdeckung mit Fichtenreisig.

Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel. Pfingstrosen sollten beispielsweise grundsätzlich nur im Herbst gesetzt werden. Von der Herbstpflanzung ausgeschlossen sind dagegen alle Gräser und Farne, da sie im Winterhalbjahr nicht anwurzeln. Ähnlich verhält es sich mit den meisten mediterranen Halbsträuchern wie Lavendel, Sonnenröschen und Heiligenkraut. Eine Herbstpflanzung vermeiden sollten Sie auch bei Herbstblühern wie Chrysanthemen und Fackellilien.

Aussaaterde: Der Trick mit dem Backofen

Jetzt ist Zeit für die ersten Aussaaten. Wenn Sie hierfür eigene Gartenerde verwenden wollen, müssen Sie diese unbedingt sterilisieren. Sieben Sie die Erde durch ein feines Sieb und stellen Sie diese etwa eine Stunde bei 150 °Celsius in den Backofen. Danach ist sie keimfrei und sie können davon ausgehen, dass Sie keine Probleme mit Schädlingen und Pflanzenkrankheiten haben werden.

Lieblingspflanzen zum Nulltarif

Für ungeduldige Gärtner oder wenn Sie Geld sparen möchten, empfiehlt sich die Vermehrung von Pflanzen aus Stecklingen. Das ist eine sichere Methode, mit der Sie aus ihren Lieblingspflanzen im Handumdrehn etliche Jungpflanzen heranziehen können – als Geschenk oder für den eigenen Garten.

So wird es gemacht: Für die Vermehrung von Stauden durch Stecklinge können Sie Triebspitzen der Mutterpflanzen verwenden, die je nach Härte fünf bis sieben Blattknoten haben sollten – sogenannte Kopfstecklinge. Je nach Staudenart verwendet man Frühjahrs- oder Winterstecklinge. Frühjahrsstecklinge, etwa von Rittersporn oder Tränendem Herz, müssen einen Ansatz vom alten, verholzten Stängel aufweisen, dürfen aber noch keine Blütenansätze haben. Winterstecklinge, die man im September/Oktober schneidet, macht man vor allem von wintergrünen oder immergrünen Stauden wie Steinbrechgewächsen, Schleifenblume, Fingerkraut oder Heiligenkraut.

Das weitere Vorgehen ist bei beiden Stecklingsarten gleich: Sie entfernen die Blätter im unteren Drittel des Stecklings vorsichtig, tauchen die Schnittstellen in ein flüssiges oder puderförmiges Bewurzelungshormon und stecken ihn einige Zentimeter tief in feuchtes, lockeres Substrat (zwei Teile Erde und ein Teil Sand). Anstelle eines Bewurzelungs Hormons können Sie die Schnittstellen auch in fein zermahlene Holzkohle tauchen.

Danach die Stecklinge mit abgekochtem Wasser angießen und eine transparente Folie oder eine Plexiglashaube darüber stülpen, um die Luftfeuchtigkeit konstant zuhalten und ein Welken zu verhindern. An einem hellen warmen Standort ohne pralle Sonne bewurzeln die Stecklinge sich innerhalb weniger Wochen. Zeigt sich das erste neue Triebwachstum, können Sie Jungpflanzen vereinzeln.

Was uns die Natur verrät

Der März beschert uns voraussichtlich wieder einmal ein Wechselbad der Gefühle. Heute noch in Frühlingsstimmung und Gartenluft schnuppernd, kehrt der Winter über Nacht zurück und alles liegt tief unter Schnee begraben. Auf und ab, hin und her. Schön und gut, aber wie überhaupt noch planen? Werden die Winter nun milder oder härter und länger? Wie auch immer. Hier hilft nur eines: die Natur beobachten. Bestimmte Pflanzen verraten durch ihr Erscheinen, ihre Blüte oder die Fruchtbildung, welche Jahreszeit gerade in Ihren Garten Einzug hält. Und so manche alte Gärtnerregel funktioniert auch, wie zum Beispiel die Ermittlung des richtigen Schnittzeitpunkts für Rosen.

Frühlingsanfang … endlich. Auch Zeit, seinen Rosen einen Schnitt zu verpassen. Das Schneiden von Rosen wird oft so kompliziert beschrieben, dass sich niemand mehr traut. Dabei ist es ganz einfach. Alles was Sie brauchen ist eine scharfe Gartenschere, etwas Einfühlungsvermögen, Beobachtungsgabe und das Wissen, welchen Rosentyp Sie vor sich haben. Wenn Sie noch keine Erfahrung haben, beginnen Sie eben etwas vorsichtiger. Beobachten Sie die geschnittene Rose im Folgejahr. Oft lassen sich Schnittfehler schnell erkennen und korrigieren. Selten wird die Rose total zerstört, außer Sie schneiden direkt an der Veredelungsstelle. Rosen sind nicht so nachtragend, wie man manchmal glaubt. Also, fassen Sie sich ein Herz und los geht’s. Übrigens: Eine alte Gärtnerregel sagt, dass der richtige Zeitpunkt für den Schnitt gekommen ist, wenn die Forsythien blühen.

Was Sie über Minze wissen sollten

Es gibt mentholhaltige Minzen mit dem typischen scharfen kühlenden Aroma wie Pfefferminze, Spearminze, Apfelminze und sanfter schmeckende mentholarme Arten wie Orangenminze, Poleiminze oder Korsische Minze.

Mentholhaltige Minzen lösen Krämpfe und betäuben ganz leicht, daher rührt das Kältegefühl auf Haut und Zunge.

Im Halbschatten an einem eher kühlen Platz und in feucht-humosem, nahrhaften Boden breiten sich alle Minzen üppig aus. Viele Kulturminzen, auch die Pfefferminzen, bilden keine Samen. Die Vermehrung erfolgt durch Ausläufer, die im April flach in gelockerten Boden gedrückt werden. Sie verhindern unerwünschte Ausläuferbildung, indem Sie die Pflanzen in einen 30 cm tief in den Boden reichenden Kragen aus Teichfolie pflanzen oder vor dem Pflanzen in das Pflanzloch einen alten Plastikeimer, dem Sie den Boden rausgeschnitten haben stellen, diesen mit Erde füllen und die Minzen reinpflanzen.

Triebspitzen und Blätter können Sie laufend ernten. Kurz bevor sich die Blütenknospen öffnen, schneiden Sie ganze Stängel zum Trocknen. Frische Blätter ergeben einen wesentlich feineren Tee als getrocknete.

Wer die Minzenausläufer, die kaum im Zaum zu halten sind, gründlich satt hat, sollte einmal Bergminzen mit ihrem minzeähnlichen Aroma testen. Die Lippenblütler wachsen aufrecht und schmücken sich den ganzen Sommer lang mit kleinen rosa Blüten. Im Mittelalter galten sie als Salatpflanzen. Bergminzen lieben warme Plätze in feuchtem, lockeren Boden und sie wuchern nicht.

Kehidakustany: Geführte Bärlauchtouren bis Ostern

Erster Termin am Sonntag, 13. März 2011, Treffpunkt: 10.30 Uhr vor Déak Kurie. Weitere Termine immer samstags ab 10.30 Uhr vor Deak Kurie, nähere Infos unter Telefon: 0036 (30) 5047981.

Gärtnern nach dem Mond im März

Fruchttage: 9, 10, 17, 18, 19, 26, 27. An Fruchttagen im zunehmenden Mond ist das Säen, Pflanzen und Ernten von fruchttragenden Pflanzen besonders begünstigt. Bei abnehmendem Mond Schnittarbeiten. Wurzeltage: 1, 2, 11, 12, 20, 21, 28, 29, 30. Die Wurzeltage sind besonders günstig zur Aussaat, Pflanzung und Pflege von Wurzel- und Knollengemüse. Blütentage: 3, 4, 5, 13, 14, 22, 23, 31. Blütentage wirken sich positiv auf Pflegearbeiten und Aussaat von Blumen und Blütenpflanzen, sowie Heil- und Küchenkräutern bei denen die Blüten Verwendung finden aus.Blatttage: 6, 7, 8, 15, 16, 24, 25. An Blatttagen sollten Salate, Blattgemüse und Kräuter bei denen das Blattwerk Verwendung findet gesät und gepflanzt werden.

Markttage

Seit dem 9. Januar 2011 sind wir mit unseren Produkten wieder jeden Sonntag auf dem Ökomarkt in Káptalantóti von 8 bis 14 Uhr vertreten. Ganzjährig betreiben wir jeden Samstag auf dem Markt in Szombathely in der Obst- und Gemüsehalle einen Stand mit unseren Produkten unter dem Logo Paradicsomkert Almásháza.

Stammtisch in Kehida

Im März ist das Restaurant Mediterran Etelbar wegen Urlaub und kleineren Restaurierungsarbeiten geschlossen. Somit fällt auch der Stammtisch während dieser Zeit aus.

Aktuelles aus dem Tomatenparadies

Unser Hofladen ist im März wieder Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Mittwoch und am Wochenende nur nach telefonischer Vereinbarung unter 06-30-9142456. Im Angebot sind naturbelassene Marmeladen aus Wild- und Kulturfrüchten, Frucht- und Gewürzessig auf Apfel- Kombucha Basis, Knoblauch- Ingwer Elixier, Holunder und Löwenzahn-Sirup, Spitzwegerich-Hustensirup, Gelee und Essig, sowie Säfte und natürliche Pflanzen- Stärkungs und Hilfsmittel, Mulchfolie und Verfrühungsvließ. Getrocknete Brennesseln, Schafgarbe und Schachtelhalm als Tee und als Pflanzenhilfsmittel.

Ab Ende März sind auch wieder Tomaten-, Paprika-, Chilli- und Gewürzpflanzen zu den Hofladen-Öffnungszeiten erhältlich.

Informationen

Walter Schneider
Paradicsom – Kert Almásháza
8935 Almásháza, Béke ut. 23
Tel. 0036 (30) 9142456
tomatenparadies@vollbio.de
www.tomatenparadies.gmxhome.de