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Ungarn: Bewaffnete Einheiten in Süd-Zala

Hotelbesitzer in Ungarn mussten lange geplante Veranstaltungen absagen und Buchungen stornieren, denn im Komitat Zala unweit der Grenze wurden monatelang Hunderte von Zimmern für Soldaten, sowie Bereitschaftspolizisten benötigt. Bestimmte Hotels und Restaurants, sowie Einrichtungen der Selbstverwaltungen durften von normalen Bürgern seitdem nicht mehr betreten werden. Auch in Nagykanizsa halten sich seit Wochen Soldaten, Polizisten und Mitarbeiter der Terrorabwehr des Landes TEK auf.



Die Aktionsbasis der einzelnen Kräfte wurde in Bázakerettye eingerichtet, so dass im nahen Park Lkw und gepanzerte Truppenfahrzeuge des Typs BTR-80 mit der Aufschrift Police und TEK zu sehen waren und teilweise noch zu sehen sind. Die operativen Einheiten wurden in Zalakaros untergebracht. Auch hier nutzte man mehrere Hotels. Die Mitarbeiter dieser Einheiten vermeiden aber den Kontakt zu den anderen Gästen und nutzen nur die Zimmer, jedoch nicht die Wellness-Einrichtungen, heißt es bei den Hoteliers.

In einer offiziellen Mitteilung wurde bekanntgegeben, dass wegen der massenweisen Einwanderungen in den Sommermonaten in sechs Komitaten entlang der südlichen Grenze der Krisenzustand ausgerufen wurde und deshalb von den bewaffneten Kräften ein 24-stündiger Bereitschaftsdienst zu versehen war. Die nach Zala beorderten Mitarbeiter mussten teilweise in Hotels und anderen Herbergen untergebracht werden, weil die hiesigen Kasernen nicht über ausreichende Kapazitäten verfügen.

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