HOTCO 2018 in Budapest

Am 29. Januar 2018 eröffnete im Kempinski Hotel Corvinus Budapest die zweite HOTCO-Konferenz für Ost- und Mitteleuropa, sowie den Kaukasus. Die Themen der Konferenz für Hotellerie und Hotelinvestitionen wurden auf die reale Marktsituation ausgerichtet, sagte der Sprecher des Organisators, Gomola Marius, in seiner Eröffnungsrede. Als besonderen Vorteil des Treffens internationaler Führungskräfte der Hotelbranche hob er die Möglichkeit des Networking hervor.



Zur zweitägigen Konferenz hatte das Horwath HTL Hotelberatungsunternehmen geladen. Das Unternehmen gilt als weltweit führend in den Bereichen Hotel, Tourism and Leisure Consulting, es berät seine Kunden bereits seit 1915. Horwath HTL gilt als Gründer des Uniform Systems of Accounts, dem heutigen Industriestandard für das Hospitality Accounting. Das Horwath HTL-Netzwerk betreibt 45 Niederlassungen mit mehr als 250 Beratern, die in 36 Ländern tätig sind.

Der Einladung zur HOTCO 2018 in Budapest folgten Hunderte Fachleute aus zahlreichen Ländern. Unter den Teilnehmern der Konferenz waren die Vertreter der einflussreichsten Hotellerie in Mittel- und Osteuropa. Ákos Péter Bod, ehemaliger Präsident der Ungarischen Nationalbank und Dozent an der Corvinus Universität, stellte die wichtigsten wirtschaftlichen und demographischen Prozesse der Region seit der politischen Wende dar.

Stefan Trienen sprach als Vertreter von Google davon, dass die Reisebranche heute an der Schwelle einer neuen Ära stehe, bei der die künstliche Intelligenz eine Schlüsselfunktion einnehmen wird. Google leistet einen wichtigen Beitrag dazu: seine Mitarbeiter erzielten erst kürzlich einen qualitativen Sprung in der Computer-Übersetzung. Die Kopfhörer Google Pixel Buds machen die Google-Assistenten-Software „Assistant“ zur zentralen Schnittstelle zwischen dem Nutzer und dem Google-System. Personen können sich so miteinander unterhalten, ohne die Sprache des anderen zu beherrschen. Die Hotelbranche kann das System nutzen, um mit den Gästen in ihrer Muttersprache zu verhandeln.

Thema einer weiteren Podiumsdiskussion auf der HOTCO 2018 waren die hervorragenden Wachstumsperspektiven des Hotelmarktes in der Region. Das Interesse für die Region als Reiseziel sei ungebrochen, allein die Zahl der chinesischen Touristen in Mittel- und Osteuropa werde sich innerhalb der nächsten fünf Jahre verdoppeln.

Die Konferenz zeigte, dass der Markt in der Region Mittel- und Osteuropa nach wie vor ein attraktives Investitionsziel ist, insbesondere gälte das für das „Goldene Dreieck“ Wien-Prag-Budapest. Marius Gomola, Geschäftsführer der Horwath HTL Hungary, wies darauf hin, dass es in Prag bereits 35 Tausend Hotelzimmer gibt, in Budapest bisher aber nur 20 Tausend.

Budapest besitzt großes Entwicklungspotenzial

Die Kette Motel1 betreibt in Europa 62 Hotels, sie ist in Wien und Prag zu finden und denkt über Budapest nach. Für ihre Vertreterin Astrid Schäftleitner ist der Standort entscheidend, sie sucht derzeit nach einem entsprechenden Angebot.

Die deutsche Warimpex war bis zum Ende der 80-iger Jahre der Eigentümer der Hotels Novotel und Forum in Budapest und ist derzeit nicht auf dem ungarischen Markt. Bis vor kurzem war die Firma der größte Hotelbesitzer in Prag, verkaufte aber letztes Jahr acht Hotels an eine thailändische Investorenfirma. „Wir sind Opportunisten“, sagte Daniel Folian, Finanzmanager des Unternehmens. „Wenn wir eine außergewöhnliche Gelegenheit sehen, werden wir sie ergreifen.“ Er fügte hinzu, dass in der Region ein weiterer Schub des asiatischen Tourismus zu erwarten sei, insbesondere auch deshalb, weil dortige Unternehmen hier auch als Investoren auftreten.

Direktor Kam Jandu sprach über die äußerst positive Entwicklung des Flughafens Budapest Airport und die erfreuliche Zunahme des Verkehrsaufkommens. Der Flughafen empfing im letzten Jahr 13 Millionen Passagiere, diese Zahl wird in diesem Jahr auf 14,2 Millionen ansteigen. Den Bedürfnissen der Flugreisenden werde auch dadurch entsprochen, dass in zwei Hotels in Budapest ein Check-In eingerichtet wurde.

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