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Wundersame Festnahme in Ungarn

Ein Zusammenstoß mit einem Zug blieb für einen stark angetrunkenen Mann in Ungarn bis auf ein paar Kratzer zunächst ohne Folgen. Doch dann erkannte die Polizei in ihm einen per Haftbefehl gesuchten Verdächtigen und nahm ihn fest.

In den Mittagsstunden des Samstags traf die Meldung über die Kollision in der Stadt Hódmezővásárhely beim dortigen Polizeipräsidium ein. Sofort nahm die Behörde die Suche nach dem Mann auf, der auf offener Strecke die Schienen hatte überqueren wollen und dabei an einen Zug geraten war. Hilfe wartete er nicht ab – aus gutem Grund, wie sich später herausstellte. Er flüchtete und musste auch noch sein Vehikel schleppen, das beim Zusammenstoß eine „Acht“ davongetragen hatte, berichtet die Polizei.

Kurze Zeit später fanden die Ordnungshüter den 49-jährigen, der im Verschwinden offenbar schon über Praxis verfügt. Gegen ihn lag ein Haftbefehl wegen unterlassener Hilfeleistung vor, weil er einen Unfall verursacht und sich dann „auf englisch“ vom Tatort entfernt hatte. Der Mann wurde in Gewahrsam genommen, später wird ein Gericht über sein weiteres Schicksal entscheiden.

Kleine Krankenhäuser vor dem Aus?

In Bonyhád und Dombóvár regt sich Widerstand gegen die Gesundheitsreform

Mehr als 40.000 Krankenhausbetten und 48 Einrichtungen sind auf der Liste aufgeführt, die als Teil der Gesundheitsreform im Gesundheitsministerium zusammengestellt wurde. Von den drei Krankenhäusern im Komitat Tolna stehen zwei, die Krankenhäuser in Bonyhád und Dombóvár, nicht auf der Liste.

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Grabkammern aus der Jungsteinzeit

Bemerkenswerter Fund im Komitat Tolna

Die Mitarbeiter des Szekszárder Wosinsky Mór Komitatsmuseums stießen bei Ausgrabungen im Bereich der Autobahn M6 auf mehrere tausend Jahre alte Grabkammern, ein Fund, der in Europa großen Seltenheitswert hat.

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Gefährliche Wetterlage am Balaton – Deutsche gerettet

Große Hitze und südliche Winde haben am Balaton zu Gefahren für die Strandurlauber geführt. Die Polizei hat deshalb am Donnerstag eindringlich davor gewarnt, sich zu weit von den Ufern zu entfernen. Allein am Mittwoch habe die Wasserpolizei bei sieben Einsätzen 15 Menschen retten müssen, hieß es in einer Mitteilung. Die spektakulärste Rettung habe es im Fall einer deutschen Familie gegeben. Der Vater sei im angetrunkenen Zustand mit seinen Kindern vor Siófok vom Ufer abgetrieben worden und habe wegen der Hitze und des Alkohols das Bewusstsein verloren.

„Wir bitten die Badegäste, Bootfahrer und Surfer, sich nicht weit vom Ufer zu entfernen“, appelliert die Polizei. Starker Wind und Wellengang könne die überraschend schnell weiter in den See treiben. Von dort könnten sie aus eigener Kraft nicht mehr ans Ufer kommen. Das gelte selbst wenn nur die 1. Stufe der Sturmwarnung verkündet wurde, bei der es eigentlich erlaubt sei, sich bis zu 500 Meter vom Ufer weg zu bewegen.

Man solle auch nicht versuchen, Strandzubehör, wenn es abgetrieben wird, zurück zu holen. Damit setze man sich unnötiger Gefahr aus. Sollte jemand dennoch in eine Gefahrenlage geraten, dann solle er das jeweilige Strandzubehör nicht loslassen, da die Wasserpolizei ständig die Wasseroberfläche beobachten und ein farbiger Ball oder eine Luftmatratze viel eher zu bemerken sei als der Kopf eines Schwimmers.

Mitarbeiter der Wasserpolizei bergen der Mitteilung zufolge verlorenes Strandzubehör aus dem Wasser. Bei Verlust können sich Eigentümer auf dem Präsidium danach erkundigen.