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Grabkammern aus der Jungsteinzeit

Bemerkenswerter Fund im Komitat Tolna

Die Mitarbeiter des Szekszárder Wosinsky Mór Komitatsmuseums stießen bei Ausgrabungen im Bereich der Autobahn M6 auf mehrere tausend Jahre alte Grabkammern, ein Fund, der in Europa großen Seltenheitswert hat. In der Vergangenheit wurden schon sieben Ausgrabungsstätten im Gebiet zwischen Tolna-Mözs und der südlichen Landesgrenze markiert, informierte der Museumsdirektor Dr. Attila Gaál auf Nachfrage. Er fügte hinzu, dass die Ausgrabungen auf rund 300 Quadratmetern fortgesetzt werden.

Bei den Ausgrabungen stieß man neben Funden aus der Jungsteinzeit bzw. der Kupfer– und der Bronzezeit auch auf awarische und germanische Friedhöfe. In Europa gelten die zwischen Bátaszék und Várdomb ausgegrabenen, quadratisch gebauten Grabkammern aus der Jungsteinzeit, die von Säulen getragen werden, als Seltenheit. Aus diesen Gräbern barg man Streitäxte, Steinpflüge sowie aus Meeresmuscheln gefertigten Schmuck, beispielsweise Ketten, zählte der Direktor auf. Danach sprach er über die Gruppe der mittelalterlichen Ziegelöfen. Er sagte, dass in diesen in der Nähe von Leperd-puszta entdeckten „Betrieben“ mehrere tausend Ziegel gebrannt worden sein müssen, wahrscheinlich für ein in der Nähe befindliches Bauwerk. Attila Gaál erwähnte auch den riesigen Awarenfriedhof am Ufer der Sió, dessen Ausgrabung begonnen hat. V.H.M.