Balaton Zeitung E-Paper Banner

Nadel im Herzen – Ärztlicher Kunstfehler?

Schwerwiegende Spätfolge einer Schulteroperation: Eine Stück Stahldraht, das im Körper geblieben war, fügte einem Mann in Ungarn eine Herzverletzung zu. Jetzt hat das Komitatsgericht der Baranya in erster Instanz über Schadensersatzforderungen an den Chirurgen zu entscheiden, der vor sieben Jahren den Eingriff vorgenommen hatte. Der Patient leidet seitdem unter den Folgen der Operation und ist nur eingeschränkt arbeitsfähig, berichtet die Zeitung „Dunántúli Napló“.

Das nadelartige Drahtstück wanderte von der Schulter bis zum Herzen, was die Mediziner auch bei mehreren zwischenzeitlichen Röntgenaufnahmen nicht bemerkten. Ungeklärt ist derzeit auch, wo ein weiterer Draht geblieben ist. Von anfänglich drei Stück wurde einer entfernt, der zweite wanderte zum Herzen und der dritte ist nicht auffindbar. Der betroffene Patient bewahrt das inzwischen entfernte „Corpus Delikti“ in einem Glasröhrchen zur Erinnerung auf. Nicht nur in Ungarn gibt es immer wieder Berichte über ärztliche Kunstfehler.

ABM am Balaton

Bäume fällen, Blumen pflanzen – das sind die Aufgaben

Das in diesen Tagen gestartete Arbeitsbeschaffungsprogramm am Balaton erleichtert das Leben von fast 600 registrierten Arbeitslosen. Auch die Ufergemeinden ziehen Nutzen aus dieser Maßnahme, die ihnen hilft, die Gemeinden in Ordnung zu halten.

Weiterlesen…

Mammutknochen und uraltes Haus gefunden

Beim Bau der Autobahn M6 (Budapest-Pécs) in Ungarn werden immer wieder archäologische Überraschungen zu Tage gefördert. Zuletzt stießen Bauleute auf Überreste von Mammuts und Urpferden. Außerdem fanden sie die Überreste eines Hauses aus der Bronzezeit.

Ein Bagger hatte die Knochen und Zähne aus der Eiszeit ans Licht gebracht, berichtet das Web-Portal pecsinapilap.hu in einem Videoreport. Nachdem Altertumsforscher innerhalb von nur einer Viertelstunde mehr als zehn Funde sichergestellt hatten, entschlossen sie sich zur Erschließung eines größeren Bereichs in der Umgebung der Funde.

Meinungsumfrage: Krise wichtigstes Ereignis

Die internationale Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf Ungarn beschäftigen immer mehr die Bevölkerung des Landes. Die Krise sei das wichtigste Ereignis der jüngeren Vergangenheit, schätzte eine bedeutend gestiegene Anzahl von Menschen bei zwei repräsentativen Meinungsumfragen ein, die das Meinungs- und Markforschungsinstitut Median im Auftrag der Zeitung „Népszabadság“ im Abstand von einer Woche durchführte.

Von 60 auf 71 Prozent stieg der Anteil derer, die dabei den Absturz des Forint und der Börsenkurse erwähnten, geht aus den am Montag veröffentlichten Angaben hervor. Den kürzlichen nationalen Gipfel zur Diskussion über die Lage in Ungarn hoben zuerst 13 und in der Woche darauf 42 Prozent hervor.

Besorgnis lösten die möglichen Auswirkungen der von Amerika kommenden Finanzprobleme unter den Ungarn aus. Dabei werden Staatsbudget und persönlicher Haushalt in wachsender Gefahr gesehen. Pessimistischer sind die Wertungen auch in Bezug auf die mögliche Dauer der Krise. Dabei ging der Anteil derer bedeutend zurück, nach deren Meinung Ungarn nach ein paar Monaten durch das Ganze hindurch sein wird. Die Besorgnisse wegen des ungarischen Bankensystems gingen jedoch zurück.

Allgemein rechnen jedoch immer mehr Menschen mit verschiedenen ungünstigen Folgen. Fast alle rechnen damit, dass sich der Kurs des Forint weiter verschlechtern wird.