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Umfrage: Ungarn rechnen mit Einschränkungen

Etwa zwei Drittel der Ungarn haben sich offenbar schon über das Programm des Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt, Gordon Bajnai, informiert und weiß von dem Vorhaben der Krisenbekämpfung. Das geht aus einer telefonischen Umfrage des Meinungsforschungs-Instituts Sonda Ipsos hervor. Drei Viertel von denen, in der Umfrage Rede und Antwort standen, sind laut MTI davon überzeugt, dass für die Gesundung der Wirtschaft Einschränkungen unbedingt nötig sind. Geteilt sind die Meinungen jedoch darüber, welche Wirkung die Tätigkeit der neuen Regierung auf die Lage des Landes haben wird.

Unterdessen wurde bekannt, dass die geplanten Maßnahmen der künftigen Regierung Gordon bereits mit einem Schrumpfen der Wirtschaft um 5,5 bis 6 Prozent in diesem Jahr rechnet. Bislang war mit einer 3,5-prozentigen Rezession kalkuliert worden.

Ungarns Sozialisten wählen neuen Parteichef

Nach dem Rücktritt des noch amtierenden Regierungschefs Ferenc Gyurcsány vom Posten des Vorsitzenden der Sozialisten hat das Parteipräsidium am Donnerstag Ildikó Lendvai für die Wahl in diese Funktion nominiert. Sie wird sich am kommenden Sonntag dem Votum des Parteitages in Budapest stellen. Die designierte Parteichefin verbindet ihre Kandidatur mit der Bedingung, dass sich die Zusammenarbeit in der Parteiführung festigt, berichtet MTI. Gyurcsány soll den Vorsitzen der Parteistiftung der Sozialisten übernehmen, kündigte Lendvai an. Als eine charismatische Figur der Linken rechne seine Partei mit ihm auch in der Kampagne zur Europa-Wahl.

Auslandstouristen lassen Kassen in Ungarn klingeln

Touristen aus dem Ausland haben im vorigen Jahr die Deviseneinnahmen Ungarns um 18,9 Prozent in die Höhe schnellen lassen. Damit sei die Bilanz um 4,6 Prozent höher als im Jahr 2007, berichtet die Tourismus AG am Mittwoch unter Berufung auf Angaben der Nationalbank zur Zahlungsbilanz.
Im vierten Quartal 2008 gaben Ausländer bei Reisen nach Ungarn in Euro gerechnet 22,9 Prozent mehr für touristische Dienstleistungen aus als im Vergleichszeitraum. Im ganzen Jahr beliefen sich die Ausgaben von Ausländern für touristische Zwecke in Ungarn auf 4,1 Milliarden Euro.

Flugzeug-Landung mit Hindernis: Hausdach beschädigt

Böse Überraschung am frühen Dienstagmorgen in Budapest: Lautes Getöse weckte die Hausbesitzerin Lászlóné Miklósi, als ein Flugzeug tief über das Haus am östlichen Rand der Stadt flog. Mehrere Quadratmeter Dachziegel fielen auf den Hof, die Dachrinne wurde zerstört. Vermutlich war ein Luftwirbel des Flugzeuges, das den nahen Flughafen Ferihegy ansteuerte, die Ursache, schreibt die Nachrichtenagentur MTI. Die Hauseigentümerin berichtete, dass auch aus den Häusern der Umgebung Leute nach dem Lärm auf die Straße eilten. Weitere Gebäude seien aber nicht beschädigt worden. Sie wohne seit 30 Jahren in der Straße und habe sich an den Fluglärm gewöhnt. Ein solcher Unfall sei jedoch noch nicht vorgekommen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.