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Am Balaton lebt es sich recht gut

Das hat die ungarische Gesellschaft für Konsumforschung für das im Süden des Sees gelegene Komitat Somogy (einem Regierungsbezirk in Deutschland vergleichbar) herausgefunden.

Das ermittelte Niveau an den Seeufern zeigt, daß die meisten Anwohner dort Arbeitsplätze besitzen, während sich die Situation im Süden des Komitats im Laufe eines Jahres deutlich verschlechtert hat, so siofokinapilap.hu. Von rund 250 Einwohnern im Ort Rinyabesenyő, ca. 85 Kilometer südlich des Plattensees gelegen, sind mehr als 90 Prozent arbeitslos. Damit ist das Dorf statistisch gesehen das ärmste im Komitat, das reichste im Vergleich dazu ist Balatonföldvár, wo die Bewohner naturgemäß auch die meisten Steuern entrichten.

Die Bevölkerung in den Städten am Balaton erzielt die Hälfte ihres Einkommens aus dem Tourismus. Zahlreiche Investitionen werden getätigt, Hotels erneuert, Strandeinrichtungen und Häfen ausgebaut. In der Kaufkraft liegen Zamárdi, Siófok, Balatonszárszó und Balatonmáriafürdő knapp hinter Balatonföldvár.

Trotzdem haben in den letzten Jahren einige mehr oder weniger zurückgebliebene Komitate das Entwicklungstempo bezüglich industrieller Ansiedlungen und Infrastruktur schneller erhöht als das Komitat Somogy.

Superschiff für die Wasserrettung

Das nagelneue Schnellboot, fast einem futuristischen Raumfahrzeug ähnelnd, wurde am Freitag von der Balatoner Wasserwacht in Dienst gestellt.

Tamás Suchmann, der Vorsitzende der Entwicklungsgesellschaft am Plattensee, übergab den Zündschlüssel an Sándor Bagyó, den Chef der ungarischen Wasserrettung, berichtet siofokinapilap.hu.

Das 90 Kilometer pro Stunde schnelle Schiff ist Teil eines Sicherheitsprogramms, dessen Ziel es ist, den Balaton zum sichersten See Europas zu machen. Natürlich hofft Bagyó auf ganz wenige Einsätze, doch sollen Rettungen aus Seenot noch viel schneller als bisher erfolgen können. Das Schnellboot wurde für 50 Millionen Forint erworben, einem Betrag, den die ungarische Regierung bereitgestellt hatte.

Das 500 PS starke, mit vielen lebenserhaltenden Einrichtungen ausgestattete Schiff, ist im vorderen Teil beheizbar und bietet der Besatzung so Schutz vor extremer Kälte. Die Planungen gehen dahin, daß in Zukunft drei solcher Schnellboote die Sicherheit auf dem Balaton garantieren sollen.

Tragischer Schwalbentod rund um den Balaton

Wegen der unerwartet schnell einsetzenden kühlen Witterung bleiben die Schwalben ohne Nahrung. Die als Futter begehrten Insekten sind verschwunden, so müssen die nach Süden ziehenden geschwächten Vögel Zwangspausen einlegen. Am Balaton nimmt die Rettungsstation für Vögel in Fenékpuszta viele der entkräfteten Segler auf, so MTI.

Szabolcs Benke, der Vorsitzende der örtlichen Hilfsorganisation, berichtet, daß an nur einem Tag letzter Woche allein auf der drei Kilometer langen Straße zwischen Keszthely und Fenékpuszta etwa 25 erschöpfte oder bereits verendete Vögel aufgefunden und untersucht wurden. In der Vogelstation werden bereits etwa 160 Schwalben gepflegt und gefüttert.

Falls jemand Tiere dieser Art auffindet, ist es ratsam, sie ein bis zwei Tage, solange die Sonne nicht scheint, in einer Schachtel aufzubewahren und sie mit einer Mischung aus Katzennahrung und gekochtem Ei zu füttern, eventuell auch mit Mehlwürmern.

Der Tierschützer erklärte, daß die Schwalben in Freiheit wohl einige Tage ohne Insekten auskämen, sich aber um Millionen der Vögel kümmern zu wollen, käme einem Kampf gegen Windmühlen gleich. Die derzeitige Kälte würde der Vogelpopulation erheblichen Schaden zufügen.