Touristenattraktion: Im Tragflächenboot nach Budapest

Mohács/Budapest – So schnell wie im ungarischen ICE oder dem Auto können Touristen zwischen Budapest und Mohács auf der Donau reisen. Ein Unternehmen der Ungarischen Schifffahrts AG (Mahart) bot diese Route mit dreieinhalb Stunden Fahrzeit seit kurzem mit einem Tragflächenschiff an, jedoch nur für Reisegruppen. Das soll sich einem Bericht der Regionalzeitung „Dunántúlli Napló“ zufolge im kommenden Frühjahr ändern. Dann könnten wöchentlich Touren möglich sein.

Das Interesse an Fahrten mit dem Tragflächenboot sei groß, sagte die Chefin des Mohácser Tourinformbüros, Sándorné Pécsvári. Zuletzt habe die auf Fahrgastreisen spezialisierte Mahart-Firma Passnave schon ein Schiff für 80 Personen in die Hauptstadt schicken müssen. Auch der Richtung von Mohács nach Budapest sehen Experten Bedarf an den schnellen Schiffsreisen.

Bei den Fahrten handelt es sich zumeist um eintägige Ausflüge. Im Unterschied zu Reisenden normaler Fahrgastschiffe erwarten die der schnellen Tragflächenboote organisierte Programme in Mohács und Umgebung. Unter anderem sehen sie den historischen Gedenkpark südlich von Mohács, der an die historische Schlacht mit einer verheerenden Niederlage gegen die Türken (1526) erinnert.

Achtung Autofahrer: Große Staus zu Wochenanfang in Budapest

Budapest – Demonstrationen an neuralgischen Punkten von Budapest werden am Montag voraussichtlich im nachmittäglichen Berufsverkehr zu großen Staus in der Innenstadt führen. Die Organisatoren der Demonstrationen haben angekündigt, dass sie sich auf friedliche Proteste vorbereiten. Voriges Jahr um diese Zeit hatte es in Budapest unter anderem bei der Besetzung des Fernsehgebäudes durch Demonstranten schwere Ausschreitungen gegeben.

Auch in diesem Jahr gilt die Serie von Protesten einer Rede des Ministerpräsidenten Ferenc Gyurcsány. Er hatte in einem internen Auftritt vor Sozialisten erklärt, dass die Öffentlichkeit während der zurückliegenden Jahre von ihm und seiner Partei permanent belogen worden sei.

Budapester Oberbürgermeister kündigt City-Maut an

Budapest – Ungarns Hauptstadt wird mit Beginn des kommenden Jahrzehnts die City-Maut einführen. Bestimmte Teile von Budapest werden dann nur noch bei Zahlung einer Nutzungsgebühr befahren werden können, kündigte Oberbürgermeister Gábor Demszky am Sonntag nach einem Bericht von hvg.hu zur Eröffnung der Europäischen Mobilitätswoche an.

Er sehe keine andere Lösung zur Milderung der Umweltschäden, die vom ständig wachsenden Autoverkehr verursacht werden, sagte Demszky. Für eine liebenswertere Hauptstadt sei die Zurückdrängung des Budapester Autofahrerlagers, das bereits auf 1,2 Millionen angeschwollen sei, unerlässlich. In anderen europäischen Städten habe sich die City-Maut schon bewährt.

Der Oberbürgermeister war zur Eröffnung der Mobilitätswoche selbst auf dem Fahrrad erschienen. Seiner Ansicht müssen die Autofahrer ihre Einstellung ändern. Ziel sei, dass so viele wie möglich die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, sich aufs Fahrrad schwingen oder zu Fuß gehen.

Brückenchaos: Nun doch keine Wäsche für Brücke in Budapest

Budapest – Das Verkehrskollaps wäre wohl programmiert gewesen: Im letzten Moment hat das zuständige Unternehmen für die Unterhaltung der öffentlichen Plätze in Budapest die geplante große Wäsche für die Petőfi-Brücke abgesagt.

Die Entscheidung wurde am Freitag bekanntgegeben, nachdem den Verantwortlichen zu Ohren gekommen war, dass die Kettenbrücke am Samstag wegen Veranstaltungen gesperrt ist und auf der Árpád-Brücke der Straßenbelag erneuert wird. Die Freiheitsbrücke aber ist wegen Rekonstruktion sowieso für längere Zeit geschlossen. Wäre nun auch noch die Petőfi-Brücke ausgefallen, hätte das wohl den Verkehr in der ungarischen Hauptstadt völlig gelähmt.

Ohnehin ist eine Fahrt mit dem Auto durch Budapest nur nervenstarken Fahrern zu empfehlen, da Staus insbesondere in den Hauptverkehrszeiten an der Tagesordnung sind. Die Petőfi-Brücke soll nun zu einem späteren Zeitpunkt gewaschen werden.