Künftig kein Nadelöhr am Budapester Autobahnring

Die Tage des Nadelöhrs auf dem südlichen Abschnitt des Budapester Autobahnrings und damit der vielen Staus und Unfälle sind gezählt. Im kommenden Jahr beginnen laut MTI zwischen den Autobahnen 1 (Budapest-Wien) und 2 (Budapest-Szeged) die Arbeiten zur Verbreiterung des Rings. In beiden Richtungen entsteht eine dritte Fahrspur. Eine neue Donaubrücke sichert die durchgehende Erweiterung des sensiblen Streckenabschnitts.
Das Projekt wurde notwendig, weil derzeit auf dem Südabschnitt drei Mal so viele Autos am Tag fahren, als früher einmal geplant. Die EU stellt für den Bau zehn Milliarden Forint (etwa 40 Millionen Euro) bereit.

„Sunday Times“: Bester Weihnachtsmarkt in Budapest

Der Weihnachtsmarkt in Budapest ist auch in diesem Jahr im internationalen Vergleich Spitze. Die britische „Sunday Times“ stellte ihn in ihrer Reisebeilage unter den sechs besten Europas auf den Platz 1, berichtet die Ungarische Turismus AG am Montag.

Das bunte Markttreiben im attraktiven Zentrum der Hauptstadt auf dem Vörösmarty-Platz am Eingang zur Váci utca, der berühmtesten Einkaufsgasse Ungarns, lockt zahllose Menschen an. Der Weihnachtsmarkt wurde nach Angaben des Veranstalters dieses Jahr zum 10. Mal organisiert. Mit den mehr als 150 geplanten kulturellen Programmen entwickelte er sich zu einer Attraktion von internationalem Rang und zu einem der beliebtesten Ereignisse der Wintersaison.

Im vorigen Jahr besuchten mehr als 600 000 Menschen den Weihnachtsmarkt. Damit wurden die oberen Kapazitätsgrenzen erreicht, hieß es beim Veranstalter auf Anfrage unserer Zeitung. In diesem Jahr ist ein ebenso starker Besucherstrom zu beobachten. Besonders zeichnet den Budapester Weihnachtsmarkt aus, dass sämtliche gehandelten Erzeugnisse durch eine Fachjury qualifiziert wurden. Begleitet wird der lebhafte Handel durch ungarische Volksmusik und Volkstänze.

Mafia-Museum mitten in Budapest

Nur 300 Meter vom ungarischen Parlamentsgebäude entfernt hat sich seit Montag die „Mafia“ eingenistet. Die nach süditalienischem Muster gestaltete Dauerausstellung im Mafia-Museum will vor allem die Jugend ansprechen. Wachsfiguren stellen unter anderem Kriminelle dar, die Drogen konsumieren, im Kasino spielen oder um sich schießen.
„Das Mafia-Museum wollen wir keineswegs dem Gedenken an die Mafia widmen“, sagte der Pressechef des ungarischen Polizeipräsidiums, László Garamvölgyi bei der Eröffnung. Die Ausstellung solle dagegen insbesondere junge Menschen auf die Gefahren des Drogenmissbrauchs aufmerksam machen. Die Vorsitzende der ungarischen Polizeigewerkschaft, Ildikó Kincses, fügte hinzu, dass Drogenkonsum die organisierte Kriminalität unterstützt.

Das Museum im Untergeschoss eines Wohnhauses im Zentrum der Hauptstadt gibt eine eigene Interpretation von der Existenz in der Unterwelt. Unter anderem wird eine Szene gezeigt, in der Polizisten gegen einen Kriminellen vorgehen, der gerade mit einem Säckchen weißen Pulvers aus einem Auto steigt.

Kunsterlebnis bei „Budapest Art Fair“

Kunst in ungewöhnlicher Breite bietet in diesem Monat die jährliche Ausstellung und Messe „Budapest Art Fair“. Vom 20. bis 23. November kann sich das Publikum in der Kunsthalle mit Werken von der Klassik bis ins Heute befassen. Neben dem immer enger werdenden Markt für Klassiker erhält die zeitgenössische Kunst in den letzten Jahren immer mehr Raum, teilte der Veranstalter mit. Zur Sicherung eines hohen Niveaus müssen sich die Kunstwerke jedoch dem Urteil einer Kommission stellen, bevor sie in Budapest gezeigt werden können. Die unabhängigen Experten bilden ihre Meinung nach Kriterien auf der Grundlage internationaler Standards.

Rund 50 namhafte Galerien, darunter die seit Jahren vertretende, in Tel Aviv und London tätige Gilden’s Arts und die Pariser Galerie le Minutaure, wollen die wertvollsten Stücke ihrer Kollektionen zeigen. Neben den Werken ungarischer Klassiker wie Mihály Munkácsy, Antal Bíró, Béla Kádár und Alfred Reth werden die Besucher auch spezielle, mitunter provokative Werke anerkannter in- und ausländischer Künstler betrachten können. Dabei wurde auch an Kinder gedacht, die die aus Zeichen-Trickfilmen bekannten Scooby Doo, Spongya Bob und Bambi treffen.

Zum umfangreichen Programm gehören auch Führungen von Gruppen, die Vorstellungen von neuen Büchern über Kunstsgeschichte und das Artmagazin Forum über die Kunst und den Kunstmarkt. Unter dem Titel „Video am Horizont – Video- und Digitalkunst auf dem ungarischen Kunstmarkt“ widmet der Budapest Art Fair in diesem Jahr der digitalen und Medienkunst besondere Aufmerksamkeit.

Kleinflugzeug in Budapest abgestürzt

Beim Absturz eines Motorseglers auf dem Flugplatz am Budapester Hármashatár-hegy ist am Dienstag der Pilot und einzige Insasse der Maschine ums Leben gekommen. Die Maschine war in Dunakeszi wenige Kilometer nördlich der Hauptstadt gestartet und dann zum Hármashatár-hegy geflogen, berichtet die Behörde für Verkehrssicherheit. Dort schlug sie nach einem Kunstflugmanöver auf den Boden auf. Die Oldtimer-Maschine vom Typ RF-5 sei angesichts ihres Alters nicht mehr für derartige Übungen geeignet gewesen, hieß es. Außerdem habe der 52jährige Pilot nicht über die Berechtigung für Kunstflüge verfügt. Die Behörde kündigte eine unabhängige Experten-Untersuchung an.