Donau-Hochwasser nähert sich Budapest

Budapest – Das Hochwasser der Donau wird am Wochenende Ungarn erreichen. In Budapest rechnen die Behörden für Montag mit der Überflutung der unteren Uferstraßen im Zentrum. Frühestens an diesem Sonntag werden die Hauptstädter den Anstieg deutlich wahrnehmen, teilte das Umweltministerium mit. Für Samstag ist ein Wasserstand von 376, für Sonntag von 499 und für Montag von 588 Zentimeter angekündigt. Damit wird der Scheitelpunkt der Hochwasserwelle durch Budapest ziehen.

Schwerere Folgen für die Hauptstadt sind jedoch nicht zu erwarten. Oberbürgermeister Gábor Demszky ruft am Montag die Stufe 1 der Hochwasserbereitschaft an den Budaer Abschnitten des Hochwasserschutzes aus. Die Einwohner der Hauptstadt sind aufgefordert, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen und ihre privaten Fahrzeuge zuhause zu lassen. Busse und Straßenbahnen werden während der Hochwasserbereitschaft öfter als gewöhnlich verkehren.

Neues Teilstück der Autobahn Budapest-Adria übergeben

Budapest – Die Autobahn M7 von Budapest zum Balaton ist wieder ein Stück Richtung Adria gewachsen. Am Freitag wurde der elf Kilometer lange Abschnitt von Nagykanizsa nach Becsehely kurz vor der kroatischen Grenze übergeben, berichtet der Fernseh-Nachrichtensender hirTV. Auf der gesamten Länge soll die Autobahn vom Sommer nächsten Jahres an befahrbar sein. Bis dahin werden die noch fehlenden Abschnitte zwischen Nagykanizsa und Balatonkeresztúr sowie zwischen Letenye und der Grenze zu Kroatien fertig.

Verkehrsminister János Kóka kündigte an, dass in der kommenden Woche auf der M3 von Budapest in den Nordosten des Landes das Anschlussstück zur Komitatsstadt Nyíregyháza übergeben wird. Damit erreichen Ungarns Autobahnen eine Gesamtlänge von 1000 Kilometern.

Sturm richtete Schäden in Budapest an

Budapest – Stürme haben seit Sonntagabend in Budapest erhebliche Schäden verursacht. Die Feuerwehr musste fast 250 Mal ausrücken, um Hilfe zu leisten und Gefahren zu beseitigen. Noch am Mittwoch gab es Anrufe auf der Notrufnummer 105, heißt es auf dem Internetportal der Feuerwehr. Über 150 umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste mussten beseitigt werden. Außerdem waren vom Regenwasser voll gelaufene Keller auszulumpen, von Gebäuden herabhängende Gegenstände zu beseitigen.

Schwerer Unfall bei Feuerwerk in Budapest

Budapest – Am Rande des Feuerwerks zum ungarischen Nationalfeiertag (20. August, Feiertag der Staatsgründung) hat sich am Donau-Ufer ein schwerer Unfall ereignet. Eine Mutter und ihre Tochter stürzten von der Uferstraße zwischen Patőfi- und Lágymányos-Brücke etwa acht Meter in die Tiefe auf Steine, berichtet die Feuerwehr auf ihrem Internet-Portal. Erst am Dienstagmorgen wurde die Feuerwehr über den Unfall vom Vorabend informiert.

Das Mädchen kam ohne ernsthaftere Verletzungen davon, während die Mutter am Rücken schwer verletzt wurde. Sie wurde in einem Vakuumbett nach oben gezogen und ins Krankenhaus gebracht. Beide hatten dem Feuerwerk zugesehen und waren nach Angaben des Mädchens durch eine unglückliche Bewegung abgestürzt.

Budapester Szabadság-Brücke gesperrt

Budapest – Die Szabadság-Brücke in Budapest bleibt vom heutigen Dienstag an für 15 Monate gesperrt. Ihre Rekonstruktion wird nach den vorliegenden Plänen bis Ende Oktober kommenden Jahres dauern, berichtet der Nachrichtensender hirTV. Bis dahin fahren mehrere Straßenbahnen der Hauptstadt mit veränderter Linienführung oder es sind Ersatzbusse eingesetzt.

Die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörende Brücke wurde im Jahre 1896 erbaut. Ihre Erneuerung kostet 5,2 Milliarden Forint (etwa 21 Millionen Euro). Bei der Rekonstruktion werden Pfeiler, Brückenköpfe und Haltekonstruktion verstärkt, die über die Brücke führenden Leitungen und Rohre, Straße und Fußwege umgebaut. Außerdem bekommt die Brücke eine neue Festbeleuchtung.