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Spaßbad und Freilichtbühne für Lelle ungewiss

Ungeachtet der per Ausschreibung gewonnenen EU-Fördermittel könnte Balatonlelle auf den Bau von Spaßbad und Freilichtbühne verzichten. Das Abgeordnetengremium beschloss einem Bericht des Internetportals sonline.hu zufolge, dass die Mittel lieber verloren gehen sollen, falls es nicht gelingt, für die Beschaffung der Eigenmittel ein Wassergrundstück zu verkaufen. Die Stadt wolle ihr Budget nicht mit einem weiteren Kredit belasten.

Bürgermeister István Kenész zeigte sich jedoch nicht mit dem Mehrheitsvotum der Abgeordneten einverstanden. Die Pläne, die bei der Ausschreibung erfolgreich waren, müssten unbedingt realisiert werden, meint das Stadtoberhaupt. Bei beiden Investitionen handele es sich um Entwicklungen, die Einnahmen versprechen.

Die Hälfte der Investitionssumme von 266 Millionen Forint (etwa eine Million Euro) würde durch Fördermittel gedeckt. Für die andere Hälfte würde die Stadt einen Kredit bis maximal 60 Millionen Forint aufnehmen. Der Rest von 72 Millionen müsste aus dem Grundstücksverkauf kommen.

Stalin verliert Ehrenbürgerschaft von Pécs

Das südwestungarische Komitatszentrum Pécs hat jetzt Josef Stalin aus der Liste seiner Ehrenbürger gestrichen. Dass der Generalissimus noch immer in der Reihe der so geehrten Persönlichkeiten von Pécs steht, hatte die Arbeit an einer Publikation über die Kulturhauptstadt Europas 2010 zufällig an den Tag gebracht. Der Titel war ihm aus Anlass des 30. Jahrestages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution im Jahre 1947 zuteil geworden.

(Ausführlicher in unserer Mai-Ausgabe)

Inflation in Ungarn bei 6,4 Prozent

Die Verbraucherpreise sind im Jahresvergleich im ersten Monat 2010 um 6,4 Prozent gestiegen. Das berichtet das Zentrale Statistikbüro (KSH). Analysten waren in ihren Berechnungen zunächst von 5,7 Prozent ausgegangen. Im Dezember 2009 hatte die Inflationsrate noch bei 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gelegen. Als Gründe für den relativ hohen Anstieg der Verbraucherpreise werden höhere Steuern, höhere Rohstoffpreise und gestiegene Benzinpreise ausgemacht. Auch die Kosten für Wasser, Abwasser und Müllabfuhr seien zu Jahresanfang gestiegen.

Bad-Eröffnung in Siklós mit leichter Verspätung

Das neue Thermalbad in Siklós (Komitat Baranya) wird am 25. Juni seine ersten Gäste empfangen. Die Anlage in unmittelbarer Nähe zur mittelalterlichen Burg nach Aussage von Bürgermeister János Marenics zwei Wochen später fertig als ursprünglich geplant. Für den 9. Juli ist eine große Eröffnungsparty angesetzt. Das Thermalwasser für das neue Bad, das am Ort des vor nicht ganz zwei Jahren geschlossenen Freibades gebaut wurde, kommt aus einer Quelle auf dem Gebiet der nahe gelegenen Gemeinde Egyházasharaszti, die in der Minute 3000 Liter Wasser liefert.