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Balaton wird abgezapft

Der Balaton wird von diesem Donnerstag an verstärkt zur Ader gelassen. Seit Mitte November liegt sein Wasserspiegel über der Obergrenze des Regulierungsbereichs, der Anfang September auf 95 Zentimeter festgelegt worden war, berichtet das Internetportal Unabhängiges Balaton Multimedia Zentrum unter Berufung auf sonline.hu. Momentan liegt der Wasserstand bei 100 Zentimeter.

„Damit die Niederschläge des Winters und die Zuflüsse sicher aufgenommen werden können, öffnet die Direktion für Umweltschutz und Wasserwesen des Mittleren Transdanubiens am 29. November die Schleusen“, teilte die Behörde mit. Bei Vereisung und starkem Wind könnte im Winter sonst die Gefahr von Überschwemmungen des Ufers bestehen. Bisher habe es keine Probleme am südlichen Ufer gegeben. Die Aktion wird voraussichtlich noch vor dem 20. Dezember abgeschlossen.

Ungarin tötet zwei Neugeborene

Eine 36-jährige Ungarin hat in ihrem Haus bei Budapest zwei Neugeborene getötet, berichtet die Polizei des Komitats Pest am Montag. Der Landes-Rettungsdienst hatte bereits vorigen Mittwoch (21.11.) die Polizei benachrichtigt, nachdem sie in einem Einfamilienhaus in der Gemeinde Sülysáp die Frau mit starken Blutungen, offensichtlich nach einer Geburt vorfanden.
Zunächst war bei den Ermittlungen angenommen worden, das Baby sei nach der Geburt im Kamin verbrannt worden. Untersuchungen ergaben jedoch, dass es sich bei den dort gefundenem Material nicht um menschliche Überreste handelte. Später gestand der Ehemann, das Neugeborene zwischen Büschen auf einem Kornfeld vergraben zu haben. Außerdem stießen die Ermittler im Keller des Hauses auf einen Nylonsack mit Knochen eines weiteren Neugeborenen.

Kádárs Hinterlassenschaft kommt unter den Hammer

Gegenstände aus dem Nachlass des langjährigen kommunistischen Parteichefs János Kádár kommen nach einem Bericht der Boulevardzeitung „Vasárnapi Blikk“ jetzt in Budapest unter den Hammer. Auf einer Auktion der angesehenen Kunstgalerie Polgár in der innerstädtischen Váci utca sollen die Gegenstände, von denen Kádár die meisten als Geschenk erhielt, versteigert werden. Dazu gehören eine Flasche Ginseng-Schnaps aus China und ein Ölgemälde, das die Erdölleitung Freundschaft abbildet. Man kann jedoch auch auf eine Armbanduhr Slawa in einer Schmuckschachtel und auf zwei Tischdecken bieten, deren Löcher von Zigeratten Kádárs stammen.

Die Stücke aus dem Kádár-Nachlass brachten Sammler in die Galerie, sagte Galerie-Mitarbeiter Ádám Polgár der Zeitung. Sie hatten diese bei einer Versteigerung Hinterlassenschaft von Kádárs Ehefrau erworben.

Deutscher bei der Jagd in Ungarn erschossen

Ein 67-jähriger deutscher Jäger ist auf dem Gebiet der Gemeinde Bocska (Komitat Zala) bei der Jagd erschossen worden. Sein ungarischer Jagdgefährte fand ihn am Samstagnachmittag auf einem Hochstand mit einer Schussverletzung tot auf, teilte die Polizei des Komitats am Sonntag mit. Nähere Einzelheiten konnte Polizeisprecher Csaba Takács auf Anfrage der „Balaton Zeitung“ noch nicht mitteilen. Auf der Grundlage vorläufiger Expertenmeinungen wurden in der Sache Ermittlungen gegen unbekannt wegen des begründeten Verdachts fahrlässiger Gefährdung mit Todesfolge bei der Berufstätigkeit aufgenommen.