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Balatonring: Rennen offiziell abgesagt

Ungarn fällt in diesem Jahr als Austragungsort eines Rennens der Motorrad-Weltmeisterschaft endgültig aus. Der Weltverband FIM teilte mit, dass anstelle des Balatonrings, der noch eine Baustelle sei, das spanische Aragon die Austragung vom 17. bis 19. September übernimmt. Der Motorrad-Weltverband rechnete nicht mehr damit, dass aus der Baustelle bis zum geplanten Termin eine Rennstrecke wird. Einige Tage zuvor hatte Ungarns Wirtschaftsminister István Varga bereits mitgeteilt, dass der Balatonring in diesem Jahr nicht gebaut werden kann. Ungarische Entwicklungsbank und Wirtschaftsministerium entschieden, dem Investor keinen Kredit für das Bauvorhaben zu gewähren.

Deutscher wurde bester Pálinka-Brenner

Der in Ungarn lebende Deutsche Roland Zimek hat auf der internationalen Edelbrand-Meisterschaft Destillata 2010 in Graz die starke Konkurrenz der Pálinka-Produzenten seines Gastlandes aus dem Feld geschlagen. Als bester von 15 teilnehmenden Betrieben wurde die Zimek Edelbrand Manufaktur zum „Nationalsieger Ungarn 2010“ gekürt.

Gericht billigt Quasi-Enteignung in Pécs

Das Gericht bei der ungarischen Handelskammer hat die einseitige Auflösung des Vertrages der Stadt Pécs mit dem französischen Konzern Suez gebilligt und mit dem Urteil die gewaltsame Übernahme der Wasserversorgung für die Kommune sanktioniert. Wie aus einer Pressemitteilung der Stadt hervorgeht, ist Pécs nach Auffassung des Gerichts rechtmäßig vorgegangen, indem es den Vertrag löste und auch das Grundstück des Wasserwerks in Besitz nahm. Das an die Stelle des Wasserwerks getretene städtische Unternehmen Tettye Forrásház sei also zweifelsfrei der rechtmäßige und alleinige Wasserversorger der Stadt.

Die Sprecherin des Pécser Wasserwerks, Edina Kisbáró, hielt dem auf Anfrage der „Balaton Zeitung“ entgegen, dass dies nur eine von mehreren anstehenden Entscheidungen sei. Derzeit laufen ihren Angaben zufolge mehr als fünf wichtige Prozesse zwischen dem Pécser Wasserwerk und Tettye Forrásház, das den Sitz des ursprünglichen Versorgers besetzt habe. „Das jetztige Urteil hat uns überrascht“, sagte sie. „Doch es beeinflusst nicht unsere grundsätzliche Haltung zur Sache und wir vertrauen darauf, dass in den weiteren laufenden Prozessen baldestmöglich für uns günstige Urteile gesprochen werden.“

Im Herbst war die Leitung des Wasserwerkes, an dem Suez mit etwa 48 Prozent beteiligt ist, gewaltsam an der weiteren Arbeit gehindert, ein neues Management eingesetzt und Tettye Forrásház geschaffen worden.

Europäische Kommission billigt Hilfsprogramm für ungarische Landwirte

Die Europäische Kommission hat einem 18,2 Millionen Euro schweren Hilfspaket für infolge der Wirtschaftskrise in Not geratene Landwirte zugestimmt. Das Geld soll bis zum 31.Dezember 2010 in Form von direkten Beihilfen, gestützten Krediten, niedrigen Zinskonditionen und Garantien gewährt werden und nur solchen Primärerzeugern zukommen, die glaubhaft nachweisen können nicht schon vor dem 1. Juli 2008 und somit vor Beginn der Wirtschaftskrise in Not gewesen zu sein.