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Schilf aufs Hausdach

Das Schilf dient nicht nur verliebten Paaren dazu, sich darin vor den Augen der Welt zu verstecken, sondern kommt auch wieder als Hausbedachung in Mode.

Rund um den Balaton mit seinen 600 Quadratkilometern Wasserfläche stößt man auf den 235 Kilometer langen Ufern immer wieder auf Schilfflächen, insgesamt etwa 1500 Hektar. Auch von Balatonfenyves in Richtung Kleiner Balaton wächst das Rohr. Eine gute Schilfernte ist nur zu erwarten, wenn der Plattensee mindestens 20 Zentimeter dick zufriert, eine Schnittgenehmigung gilt jeweils bis 15. Februar. Bei niedrigem Wasserstand und wenig Frost, wie in den beiden letzten Jahren, kann nicht geerntet werden, weil die herausstehenden Wurzeln durch Herumlaufen beschädigt würden. Schilfflächen stellen seit je her ein Rückzugsgebiet für rar gewordene Vogelarten dar, dienen der Wasserqualität, indem sie Nitrogene und Phosphor binden, und halten den Algenbestand am Leben.

Schilfgedeckte Häuser gehören zur Balatonregion schon immer wie Segelschiffe und Weinberge. Ein Schilfdach kann den Eventualitäten des Wetters ein ganzes Jahrhundert lang trotzen, kühlt in der warmen Jahreszeit das Hausinnere und konserviert die Wärme im Winter. Spezialisierte Dachdecker-Handwerksbetriebe finden sich noch in vielen Orten rund um den See.

(Quelle: origo.hu)

Freizeit: Ungarn häufig TV-abhängig

Die Ungarn schauen in ihrer Freizeit am liebsten Fernsehen, hat das Institut für Marktforschung TARKI in seiner jüngsten Untersuchung festgestellt. Es sei jedoch auch festszustellen, dass Glück und gute Gesundheit eher durch Treffen mit Freunden, Hören von Musik und Beschäftigung mit dem Computer erzielt werde. Kaum überraschend sei, dass die Ungarn „TV-abhängig“ ist. 82 Prozent der Befragten sehen täglich fern. Demgegenüber ist die Zahl derer, die täglich Musik hören (45 Prozent), sich im Internet aufhalten (25 Prozent), sich körperlich bewegen (16 Prozent) oder lesen (12 Prozent) gering.

Die Pflege von Beziehungen zu Freunden und Verwandten gewinnt in Form wöchentlich mehrmaliger Besuche Gestalt. Etwa ein Zehntel der Bevölkerung verbringt die Freizeit mit handwerklicher Beschäftigung oder spielt mehrmals in der Woche Karten und geht einkaufen. Sportlichen Ereignissen, Kino oder anderen kulturellen Ereignissen widmen die Ungarn weniger Zeit. Etwa ein Zehntel der Bevölkerung verbringt ein oder mehrere Male monatlich seine Freizeit auf diese Weise.

Dagegen sind es nur 6 Prozent, die selten (monatlich) fernsehen. Dabei ist der Anteil derer, die kaum fernsehen unter den Budapestern, den Menschen mit Hochschul-Abschluss und den Unternehmern doppelt so hoch. Städter, Jugendliche, Leute mit mehr Schulbildung und Arbeitslose bewegen sich häufiger als der Durchschnitt. Am wenigsten Musik hören die Alten und Menschen mit geringer Schulbildung.

Engel & Völkers eröffnen Filiale in Siófok

Auf dem Balatoner Immobilienmarkt ist eine Preissteigerung zu erwarten

Der Investor einer 13-Milliarden-Investition L. A. Shiraz und das das Projekt verkaufende Immobilienunternehmen Engel & Völkers sind gleichermaßen der Ansicht, dass sich die tatsächlichen Trends des Immobilienmarkts in der Balaton-Region an den lang- und mittelfristigen großen Investitionen und Projekten zeigen.

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Bald wieder in Betrieb: Der Flugplatz in Siófok-Kiliti

Nach monatelangen Sitzungen hat der Stadtrat die Inbetriebnahme beschlossen.

Der Platz im Stadtteil Kiliti ist zwar nur für kleine Maschinen aufnahmebereit, doch stehen Erweiterungsmaßnahmen an. Einvernehmen besteht zwischen der Verwaltung in Siófok und der ukrainischen Firma Artic Group. Der Beschluß des Gremiums wurde am Donnerstag einstimmig gefaßt, die Vertragsunterzeichnung soll Anfang nächster Woche erfolgen. Die Stadt Siófok hatte die seit 2006 geschlossene Flugbasis Ende letzten Jahres für 200 Millionen Forint vom Staat gekauft, ging vertraglich aber erst jetzt in das Besitztum der Stadt über.

Eine befestigte, 1300 Meter lange Rollbahn, spielt in den Ausbauplänen eine entscheidende Rolle, obwoh der Platz nicht mit anderen Flughäfen konkurrieren möchte, die bereits für größere Maschinen geeignet sind, berichtet Somogyi Hírlap. Das Abfertigungsgebäude wird erneuert werden, auch der Bau von Unterkünften für das Flugpersonal ist geplant. Die derzeit bestehenden Radar- und Navigationseinrichtungen garantieren bei Wiedereröffnung, auch nachts und bei Schlechtwetter, Sicherheit bei Starts und Landungen.

Früher war der Flugplatz, obwohl nur mit einer 2500 Meter langen Graspiste versehen, auch für den internationalen Flugverkehr geöffnet, mit Grenzpolizei- und Zollstation. Auch ein Hotel mit 30 Betten wurde damals nebenan errichtet.